Planung im Wandel – von Rollenverständnissen und Selbstbildern

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Räumliche Planung und räumlicher Wandel sind eng miteinander verwoben. Schon die Anfänge moderner Planung lagen darin, die negativen Folgen des Wandels zu einer städtischen Industriegesellschaft abzumildern. Planer begannen damit, mit und in ihrem Handeln, systematisch auf große Trends zu reagieren und Lösungen für raumbezogene Probleme zu entwickeln. Planung wurde zu einem Instrument der aktiven Steuerung räumlicher Entwicklung. Seit der Nachkriegszeit wurden die Aussichten, durch euphorische Versuche eine bessere Zukunft inhaltlich umfassend und räumlich konkretisiert zu ermöglichen, weitergedacht und Planung selbst wurde zum Treiber von räumlichem Wandel. Ende der 1960er-Jahre sind zumindest einige Planende davon ausgegangen, soziale Systeme zunehmend umfassender verstehen zu müssen: „A consequence of the new theory is a growing capacity to predict future changes in these systems. We are now quickly accumulating the skills for planning and then for engineering social change“ (Webber 1969: 277). Trotz dieser hohen Erwartungen sind Unsicherheiten ein wesentlicher Teil jeder Planung geblieben. In heutigen Planungen manifestiert sich eine Mischung aus nachfolgender Reaktion auf äußere Einflüsse und Megatrends (Planung durch Wandel) und die Zukunft verändernder Aktion (Wandel durch Planung). Räumliche Planung wird mit einer doppelten Aufgabe konfrontiert. Einerseits wirken externe Trends schneller und verstärkt auf Städte und Regionen ein und erzeugen Veränderungsdruck (Lamker 2016: 8 ff.; vgl. Altrock/Huning/Kuder et al. 2014; WBGU 2011). Auf der anderen Seite schwindet das Vertrauen in gesamträumliche und überfachliche Planung zugunsten neuer Formen der Organisation und Steuerung räumlicher Veränderungsprozesse weit über die Grenzen öffentlicher Verwaltungen hinaus (van Assche/Beunen/Duineveld 2017; Bisschops/Beunen 2018). Teile der Planungswissenschaft suchen in einer Anknüpfung an die Transformations- und Transitionsforschung neue Grundlagen, die positive gestaltende Kraft räumlicher Planung in komplexen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen mit einer größeren Diversität von Akteuren zu verbessern (Wittmayer/Avelino/van Steenbergen et al. 2017; Levin-Keitel/Mölders/Othengrafen et al. 2018).

Die Anforderungen an die Art und Weise, wie diese Planungsprozesse gestaltet und welche Ziele damit in der räumlichen Entwicklung verfolgt werden, gehen über etablierte Planungsverständnisse und etablierte Planungsakteure hinaus. Rollenverständnisse und Selbstbilder von Planenden sind heute in einer Phase der Neuorientierung. Planende haben nicht die Wahl, ob es Wandel gibt. Sie haben aber die Wahl, wie sie Planung und wie sie sich selbst verändern und wie sie aktiv werden. Was unter ‚Planung‘ als institutionalisiertem Vorgehen oder ‚Planen‘ als Aktivität zu verstehen ist, bleibt ein ständiger und widersprüchlicher Prozess von Wandel und Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen und positiver Gestaltung zukünftiger Veränderungen. Ambivalent geblieben sind hingegen die Vorstellungen davon, wie die Rolle von Planerinnen und Planern in der Gesellschaft ausgestaltet werden kann. Auch die kommunikative Planung bietet – trotz ihrer intensiven Rezeption in der Planungswissenschaft und Planungspraxis – alleine keine ausreichende Grundlage (Lamker 2016; Grange 2017; Hellmich/Lamker/Lange 2017). Komplexe Trends wie Digitalisierung, Migration, Klimawandel, politische Krisen und ökonomische Rezessionen überlagern sich heute in bisher nicht bekannter Weise und Geschwindigkeit. Gleichzeitig sollen Städte nicht nur Orte der Transformation sein, sondern sie sollen auf prozessualer (Planungs-)Ebene trotz Unsicherheit und begrenzten Ressourcen gute Lebensbedingungen für alle Bürgerinnen und Bürger ermöglichen. Eine „neue Magie“ der Planung liegt unter Umständen gerade darin, grundlegend über Rollenverständnisse nachzudenken, ihre Veränderungen reflexiv zu betrachten und darauf hinzuarbeiten, wie Rollenverständnisse in evolutionären Prozessen raumbasierter Organisation zusammenwirken (van Assche/Beunen/Duineveld 2017: 225).

Rollenverständnisse und Selbstbilder

Räumliche Planungspraxis ist traditionell wandlungsfähig und vielfältig – doch wie spiegelt sich dies angesichts der aktuellen schnellen Wandlungsprozesse in Rollenverständnissen und Selbstbildern für raumbezogenes Handeln wider? Wie können Planende mit dem an sie gestellten praktischen Anspruch, „Alleskönner“ zu sein, umgehen (von Lojewski/Munziger 2015: 35 f.)? Die Planungswissenschaft hat divergierende Rollenverständnisse aus alltäglichen Praktiken herauskristallisiert oder aus theoretischen Modellen und Konzepten – oft inspiriert von benachbarten Disziplinen – entwickelt. Die definitorische Auseinandersetzung ist dabei ebenso heterogen wie die Anwendung in Wissenschaft und Praxis. Sie geht von der individuellen Tätigkeitsbeschreibung einzelner Planender (z. B. Healey 1992; Hoch 1994) über die Rolle von Stadt- und Raumplanung in einem sich wandelnden Staatsverständnis (z. B. Fox-Rogers/Murphy 2016: 87 f.) bis hin zur Veranschaulichung planungstheoretischer Strömungen (z. B. Krau 2014: 312 ff.; Olesen 2018: 308 ff.). Rollenverständnisse und Selbstbilder erlauben das Betrachten einer Vielzahl von Aspekten der räumlichen Planung und scheinen in der Lage zu sein, die der Planung inhärente Pluralität an Steuerungs-, Kommunikations- und Wissensformen abbilden zu können. Darüber hinaus subsummiert die fachliche Debatte unterschiedliche, theoretische wie praktische Perspektiven auf Planende und das, was Planende tun.

Grundsätzlich können Rollenverständnisse und Selbstbilder in der räumlichen Planung verstanden werden als agglomerierte, entweder idealtypische oder alltagsweltliche Verhaltensnormen, die stark situationsbezogen auf spezifische Planungsverständnisse zurückgehen (Fox-Rogers/Murphy 2016: 75 ff.). Dabei ist das Rollenverständnis nicht synonym mit akteursbezogenen Funktionen (z. B. „die Stadtplanerin“) oder institutionellen Organisationen (z. B. „das Stadtplanungsamt“ oder „das Planungsbüro“) zu verstehen. Vielmehr thematisieren Rollenverständnisse und Selbstbilder komplexe Verhaltensweisen der Planenden und damit Planungshandeln und Planungsprozesse an sich. Diese sind stark situationsgebunden, wobei mehrere Rollen zeitgleich oder in zeitlicher Reihenfolge eingenommen werden können (Lamker 2016: 97). In der begrifflichen Unterscheidung zielen Rollenverständnisse vorrangig auf eine analytische oder theoretische Perspektive mit dem Planungshandeln im Zentrum, während Selbstbilder die Wahrnehmung von planenden Personen ins Zentrum setzen (Fox-Rogers/Murphy 2016: 83 f.; Lamker 2016: 100).

So veranschaulichen unterschiedliche Rollenverständnisse und Selbstbilder:

a ein sich veränderndes staatliches Handeln

Planung als staatliche Pflichtaufgabe zeigt immer auch das Verhältnis zwischen öffentlicher Verwaltung und Bürgern, Politik und Wirtschaft. Damit wird deutlich, dass auch das Planungsverständnis eng an das jeweilige Staatsverständnis gekoppelt ist. Die Fragen, welche Aufgaben der Staat innehat und welchen ideologischen Wertsetzungen damit auch die Planung folgen soll, bestimmen die Planungsansätze (planning ideologies) sowie die Definition des Allgemeinwohls und der Nachhaltigkeit als oberste Prämissen inhaltlicher Entscheidungen (Howe 1992: 245). Cullen und Knox (1981: 159) haben untersucht, inwiefern der Zeitgeist der Planung der Ideologie des Kapitalismus folgt. Sie positionierten sich kritisch gegenüber einer Planung, die unhinterfragt einem jeweiligen Zeitgeist folgt und damit in ihrem Handeln determiniert ist (Cullen/Knox 1981: 169). Die aktuelle Diskussion geht stärker auf konkrete Praktiken ein und kritisiert aus empirischen Beobachtungen heraus die Rolle von Planenden in neoliberalen Zeiten (z. B. Clifford/Tewdwr-Jones 2013: 19; Grange 2017: 278 ff.). Weitere Studien wie von Bisschops und Beunen (2018: 11 ff.) nutzen Rollenverständnisse zudem, um Planungshandeln an der Schnittstelle zu zivilgesellschaftlichen Initiativen und deren Rückwirkungen auf öffentliche Planung zu untersuchen.

b idealtypische Erklärungsansätze planungstheoretischer Perspektiven

Die planungstheoretische Diskussion bedient sich ebenfalls unterschiedlicher Rollenverständnisse, anhand derer spezifische theoretische Strömungen und deren Implikationen für die räumliche Planung veranschaulicht werden (z. B. Howe 1992: 233 f.; Selle 2015: 3 ff.). Die Reduktion der komplexen planerischen Handlungen erfolgt meist auf ein für den theoretischen Ansatz charakteristisches Rollenbild: in der rationalen Planungstheorie der Steuermann bzw. die Steuerfrau, in der kommunikativen Planung der Moderator und die Moderatorin, in poststrukturalistischen Ansätzen „der Feuerwehrmann“ und „die Feuerwehrfrau“ (vgl. Selle 2015: 2 f.). Diese typisierten Bilder spiegeln ein theoriegeleitetes Selbstverständnis von Planenden wider. Sie sind selten umfassend empirisch belegt und werden somit eher als idealtypische theoretische Übersetzungen unterschiedlicher Ansätze genutzt und im historischen Zeitverlauf gegenübergestellt.

c die grundsätzliche planerische Fachexpertise und normative Grundhaltung

Die Frage nach den unterschiedlichen Selbstbildern von Planenden wird in der Fachliteratur auch im Kontext einer Abgrenzung von „Planung“ gegenüber anderen Disziplinen, beispielsweise der Ökonomie oder der Politikwissenschaft, genutzt. Welche normative Grundhaltung macht Planung aus und welche Fachexpertise kann ihr zugeschrieben werden? Hieraus folgen nicht zuletzt im Kontext räumlicher und gesellschaftlicher Transformationsprozesse Veränderungen der Grundhaltung hin zu einer aktiven Begleitung von Wandel, oft in normativer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit (Wittmayer/Avelino/van Steenbergen et al. 2017: 46 f.). Rollenverständnisse dienen hier auch der Reflexion einer Planung, die in neoliberalen Strömungen ‚gefangen‘ ist (Sager 2009: 81; Grange 2017: 289). Diese Auseinandersetzung mit Planung und ihrem Wandel hinterfragt die Interdisziplinarität planerischer Perspektiven und geht den grundlegenden Fragen nach, die alltägliche planerische Tätigkeiten und Handlungsoptionen von anderen abgrenzbar machen (z. B. Guzzetta/Bollens 2003: 101 ff.; Jupp/Inch 2012: 508 ff.).

d den komplexen und von vielen Handlungen geprägten Planungsalltag

Neuere Forschungen knüpfen an der Tradition des Pragmatismus (z. B. Hoch 1994) an und beschäftigen sich mit der Planungspraxis in ihrer vollumfänglichen Breite und dem, was Planer in ihrem Alltag eigentlich tun. Dies schließt eine Vielzahl von Aspekten ein, unter anderem die beabsichtigten Strategien, potenzielle Adressaten, verbindliche und weniger verbindliche Pläne und Programme, planerische Prozesse und deren Kombination im Arbeitsalltag. Oftmals wird dadurch die Vielzahl an Anforderungen und Rollen in planerischen Prozessen deutlich, die divergierende Selbst- und Fremdwahrnehmung der Planenden oder aber die vielen Rahmenbedingungen, die Planung maßgeblich beeinflussen (z. B. Hellmich/Lamker/Lange 2017: 11 ff.; Levin-Keitel/Othengrafen/Behrend 2019).

Theoretische Weiterentwicklung

In den vergangenen Jahren hat sich die Planungswissenschaft immer größerer und dynamischerer Herausforderungen angenommen. Hierzu gehören die „Große Transformation“ (WBGU 2011)‚ planetare Grenzen für Entwicklung und Wachstum, globale Ziele und Indikatoren räumlicher Entwicklung wie die New Urban Agenda (UN 2016), die Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung; in ihrer Umsetzung in Deutschland bei Bundesregierung 2016: 16 ff.) sowie grundlegende Veränderungen gesellschaftlichen Zusammenlebens und ökonomischer Produktionsweisen. Damit einher geht ein wachsendes Akteurspektrum, eine Neujustierung räumlicher Ebenen insbesondere zugunsten der Quartiersebene einerseits (z. B. in der sozialökologischen Transformation) und auf höhere Verwaltungsebenen andererseits (z. B. im Ausbau von Windenergie oder Energieübertragungsnetzen). Demgegenüber steht mindestens seit Ende der 1960er-Jahre die Rücknahme klassischer staatlicher Steuerungsmöglichkeiten. Die 1990er-Jahre wiederum haben nach der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (dem sogenannten Weltkongress) im Jahr 1992 in Rio das aktive Handeln vor Ort mit dem Slogan „Think global, act local“ die eigenen Handlungsmöglichkeiten vor Ort betont.

Rollenbasierte Ansätze sind heute eine gute Grundlage für zukünftige Weiterentwicklungen in mehrere Richtungen. Für die theoretische Planungswissenschaft bieten sie als Grenzobjekte die Handhabung, unterschiedliche Systeme – z. B. Ökonomie, Kunst, aber auch Planung selbst – anhand ihres Bezugs zum raumbezogenen Handeln zu verbinden (Wittmayer/Avelino/van Steenbergen at al. 2017: 50). Rollenverständnisse bilden eine Brücke zwischen individueller und gesellschaftlicher Handlungsebene und sind Elemente von Widersprüchen, Macht und Konflikten. Das Zusammenwirken unterschiedlicher professioneller und persönlicher Rollen ist Grundlage für Kommunikation, Deliberation und Konsensfindung (Innes/Booher 1999: 16 f.). Aus der rollenbasierten Perspektive wird eine kritische Perspektive auf Selbstbilder von Planenden und die Kräfte dominierender Diskurse und Planungsideologien, die diese Selbstbilder formen (Fox-Rogers/Murphy 2016: 87 f.). Hierdurch erschließen sich Wege, den Bezug des Wortes „Planung“ zu erweitern um die Vielfalt von Akteuren und Prozessen zur Organisation von Raum (van Assche/Beunen/Duineveld et al. 2017: 225). Die Annahme, Planende in unterschiedlichen sich überlagernden Rollenverständnissen zu konzeptualisieren zu können, macht die große Bandbreite an Handlungsmöglichkeiten in Unsicherheiten deutlich und lädt zu neuen kreativen Formen der Selbstreflexion und Selbstkritik ein (Lamker 2016: 334 ff.).

In der empirischen Planungswissenschaft unterstützen Rollenverständnisse dabei, systematische Beschreibungen komplexer Planungsprozesse im Zeitverlauf zu verbessern und Prozessdynamiken ins Zentrum zu rücken (Fox-Rogers/Murphy 2016: 83 ff.; Lamker 2016: 310 ff.). Das Vokabular von Rollenverständnissen ist geeignet dazu, die Veränderung der Interaktion von Akteuren in ihrer Dynamik von sich verändernder sozialer Struktur, Werten und Normen zu erfassen (Wittmayer/Avelino/van Steenbergen at al. 2017: 53). Zudem eröffnen sich Verbindungen zwischen professionellen Planenden (in öffentlichen Verwaltungen) und zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich in der Organisation ihrer räumlichen Umgebung engagieren (Bisschops/Beunen 2018: 12). Komplexe Dynamiken werden damit einer Theoriebildung zugänglich, die über individuelle Kontexte hinweg abstrahieren und vergleichen kann.

Im Rahmen der Lehre an Hochschulen sind Rollenverständnisse dazu geeignet, eine weitere Basis für die Lehre von Planungstheorien zu legen, die damit als Serie von Perspektiven oder Linsen auf Handlungsweisen der Planungspraxis wirken (Olesen 2018: 305 ff.). Sie zeigen, wie Spiel und Spaß im Umgang mit sonst als wenig anwendungsbezogen empfundener Planungstheorie verbunden werden kann (Olesen 2018: 312). Durch Verzicht auf praktische Beschränkungen eröffnen Rollenspiele neue Verständigungsgrundlagen und leiten zu einer eigenen Positionierung an. In gleicher Weise kann auch für reale Planungsaufgaben ihre motivierende Kraft zu transformativen Prozessen beitragen, die Planende, andere Akteure, deren Wissen und mögliche Aktionen einbeziehen (Innes/Booher 1999: 11).

Von Handelnden in der Planungspraxis schließlich können Rollenverständnisse verstärkt genutzt werden, alternative Handlungsmuster bereitzustellen. Sie können damit sowohl unterschiedliche Richtungen systematisch nebeneinanderstellen wie auch offenbleiben für kontext- und situationsbezogene Anpassungen bis hin zur Improvisation (Lamker 2019: 6). Rollenverständnisse können somit als Angebot und als Reflexionsgrundlage verstanden werden (Lamker 2016: 320 ff.) oder mit einer bewusst normativen Unterfütterung und der Aufforderung zur Veränderung in eine festgelegte Zielrichtung wie die normative Transformation zur Nachhaltigkeit (Wittmayer/Avelino/van Steenbergen at al. 2017: 53). Damit einher geht die Frage des Selbstbildes von Planenden. Aus einer rollenbasierten Perspektive können sie sich weder auf die reine Gestaltung von Prozessen beschränken, noch können sie ein Ziel selbst vorgeben. Vielmehr geht mit bereits beobachtbaren Wandelprozessen in der Praxis einher, dass sich Grenzen verwischen und immer mehr Akteure als Planende, beispielsweise in zivilgesellschaftlichen Organisationen, beschrieben werden können. Stichworte wie informeller Urbanismus oder das „Selbermachen“ von Stadt deuten an, dass der Planungsbegriff auch hilfreich ist, um das Handeln lokaler Initiativen und Vereine zu verstehen (BBSR 2017: 19 ff.)

Einordnung der Beiträge dieses Schwerpunktheftes

Das vorliegende Schwerpunktheft „Planung im Wandel – von Rollenverständnissen und Selbstbildern“ bündelt Eindrücke, wie sich Planung in organisationskulturellen Prägungen und individuellen Selbstbildern heute erlebt, positioniert und darstellt – und vor allem, was das für zukünftige Rollen und Positionen in der Planung bedeuten kann. Ziel ist es, aktuelle Ansätze, Positionen und Reflexionen über Planung als raum- und handlungsbezogene Disziplin zur Diskussion zu stellen, den Forschungsstand aufzubereiten und durch sowohl theoriebasierte wie empirisch fundierte Beiträge Bausteine eines zukünftigen Planungsverständnisses herauszuarbeiten. Rollenverständnisse und Selbstbilder dienen damit als gemeinsamer Bezugsrahmen, den es zu reflektieren und in potenzielle Zukünfte weiterzudenken gilt. Die Beiträge des Hefts greifen in ihrer Gesamtschau viele aktuelle Treiber des räumlichen und gesellschaftlichen Wandels auf und fokussieren sich dabei vor allem auf eine integrative Perspektive an der Schnittstelle zu raumbezogenem Handeln.

a Alltagspraktiken räumlicher Planung

Der Beitrag „Stadtplanung als Disziplin. Alltag und Selbstverständnis von Planerinnen und Planern“ von Meike Levin-Keitel, Frank Othengrafen und Lukas Behrend wird die alltägliche Praxis von Stadtplanerinnen und Stadtplanern untersucht, vor allem in Bezug auf deren berufliche Selbstverständnisse und das, was Stadtplanung in deutschen Mittelstädten ausmacht. Deutlich wird, dass insbesondere die interdisziplinäre Arbeitsweise und damit einhergehende unterschiedliche Fachkenntnisse den Berufsalltag prägen. Die Autoren stellen fest, dass die stark ausgeprägte Interdisziplinarität gleichzeitig die größte Schwäche von Stadtplanung darstellt, da die Vielzahl von Ansätzen, Wissensformen und Methoden dazu führt, dass es keinen eindeutig identifizierbaren ‚Kern’ gibt. Sie fordern eine stärkere Verständigung, um (auch) zukünftig eine proaktive und strategische Koordination und Steuerung der Raumentwicklung zu gewährleisten.

Alltagspraktiken spielen auch im Beitrag „Planen für Praktiken. Alltagsbezüge in planerischen Abwägungen am Beispiel von urbanem Grün“ von Jana Kühl eine zentrale Rolle. Sie konstatiert, dass in planungswissenschaftlichen wie auch in gesellschaftlichen Diskursen die Rolle der Planung als Entscheidungsträgerin über die Stadtentwicklung zunehmend infrage gestellt wird. Als zentralen Grund dafür sieht sie, dass die Belange der Bürgerschaft in der Planung zu sehr vernachlässigt werden. Sie fordert eine veränderte Planungspraxis ein, die die Belange der Bürgerschaft in den Mittelpunkt stellt. Hierfür greift die Autorin auf praxistheoretische Annahmen zurück und greift am Beispiel von städtischem Grün auf, wie die Analyse sozialer Praktiken ein differenziertes Bild alltagsweltlicher Relevanzsetzungen aufzeigen kann, das planerischen Abwägungen Orientierungen bietet.

Cormac Walsh und Andreas Kannen beleuchten alltägliche Planungspraktiken in der maritimen Raumordnung. Mit ihrem Beitrag „Planning at Sea: Shifting planning practices at the German North Sea coast” zeigen sie, dass sich in diesem Teilbereich ein weitgehend eigenständiger Kreis an Experten in Verwaltung und Wissenschaft herausgebildet hat, der dazu tendiert, einem sehr expertenorientierten und rationalen Planungsansatz zu folgen. Sie untersuchen einerseits die Planungspraktiken in der maritimen Raumordnung an der Nordsee, insbesondere die Rolle der Planer in diesen Praktiken. Andererseits fragen sie auch, wie sich diese als Reaktion auf gegenwärtige und zukünftige Veränderungen in der Planungspolitik weiterentwickeln könnten.

b Diskurse und Identitäten

Markus Leibenath geht in senem Beitrag „Berufliche Identitäten von Regionalplanern im Kontext der Windenergienutzung: eine poststrukturalistische Perspektive“ auf Diskurse und Identitäten von Planerinnen und Planern ein. Berufliche Identitäten werden als Ergebnis des Zusammenwirkens gesellschaftlicher Anforderungen und eigener Handlungen verstanden. Er zeigt auf, welche Rollen Regionalplanern von außen zugewiesen werden und wie Regionalplaner selber ihre beruflichen Identitäten wahrnehmen und daran arbeiten. Leibenath versteht seine Forschung als Angebot an die Praxis, individuelle Praktiken und Spielräume der Identitätsarbeit zu reflektieren.

c Theoretische Reflexion und Weiterentwicklung

Ignacio Castillo Ulloa unternimmt in seinem Beitrag „The planner’s subjective destitution: towards a hystericalanalytical triad of planning theory-research-practice“ den Versuch, eine psychoanalytische Perspektive auf die subjektiven Komponenten jedes Planungshandelns anzubieten und sich damit tiefer mit der ‚ambivalenten‘ Rolle von Planern auseinanderzusetzen. Der Beitrag knüpft an eine angloamerikanische Diskussion der Planungstheorie an und greift vor allem auf Jacques Lacan zurück, um verschiedene Beziehungen zwischen Planungstheorie, Forschung und Praxis herauszuarbeiten. Planer sind demnach immer konfrontiert mit inneren Widersprüchen, die sie konstruktiv aushalten müssen. Für das Planungshandeln fordert Castillo Ulloa dazu auf, Unsicherheit positiv anzunehmen und auch Träume zuzulassen.

Prozesse komplexer räumlicher Transformationen stellt Christian Lamker in seinem Beitrag „Planning in uncharted waters: spatial transformations, planning transitions and role-reflexive planning“ in den Fokus. Sie sind für ihn vergleichbar mit einer unsicheren Reise in unbekannten Gewässern. Viele mögliche Rollenverständnisse überlagern sich und stehen traditionellen und etablierten Denk- und Handlungsweisen gegenüber. Der Beitrag bietet Grundlagen zur Transitionsforschung an der Schnittstelle von räumlicher Planung – unter Verwendung rollenbasierter Ideen und deren Einsatz in Rollenspielen. Er fordert dazu auf, Reflexion und Lernprozesse durch Verwendung einer rollenbasierten Perspektive aktiv zu gestalten und damit dynamische Brücken von öffentlicher Planung in Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft zu stärken.

Fazit und Ausblick

Rollenverständnisse bilden vielfältige Anschlusspunkte für Theorie und Praxis und sind eine wichtige Grundlage für die Auseinandersetzung mit eigenen Selbstbildern und zur Verbesserung eigener Handlungsweisen. Sie sind damit in ihrer Breite dafür geeignet, über grundlegenden Wandel mit etablierten und neuen Planungsakteuren zu diskutieren. Darüber hinaus halten sie eine enge Verknüpfung zum Planungshandeln selbst und damit zu Möglichkeiten einer aktiven Mitgestaltung des Wandels innerhalb jeweils eigener Handlungsmöglichkeiten. Die Beiträge dieses Schwerpunkthefts beleuchten eine große Bandbreite theoretischer Anknüpfungspunkte und praktischer Beispiele. Sie zeigen dabei drei Bereiche für eine potenzielle zukünftige Entwicklung der planungswissenschaftlichen Debatte und Theoriebildung auf. Sie fokussieren sich erstens grundsätzlich auf langfristige Prozesse räumlicher Transformation, deren Begleitung durch Planung und damit einhergehende Veränderung von Planungsalltag und disziplinärem Selbstverständnis. Zweitens vollzieht sich ein neuer „turn to action“. Im Mittelpunkt theoretischer Überlegungen stehen handlungsbezogene Rollenverständnisse, raumbezogene Praktiken und transformative Handlungen. Planer sollen zudem in ihrem Alltag gestalten, motivieren und aktiver Teil der Transformationsprozesse sein. Als drittes stehen Menschen mit ihren Handlungsspielräumen, Mikropraktiken bis hin zu Träumen im Mittelpunkt. Planer werden dabei explizit eingeschlossen über Anleihen aus der Psychologie und Psychoanalyse sowie über reflexive Ansätze, die kontinuierlich das eigene Handeln hinterfragen. Damit verschiebt sich der Fokus von institutionellen Regeln oder Governance-Strukturen in öffentlichem Planungshandeln auf die inneren Motivationen aller raumgestaltenden Akteure. Zunehmend eingeschlossen werden Praktiken außerhalb öffentlicher Planungsverwaltungen (z. B. in der Zivilgesellschaft).

Die gleichzeitige Hinwendung zu einer handlungsbezogenen und individualisierten Perspektive ist konfliktreich und legt innere und äußere Spannungen dar, mit denen Planer in ihrem Alltag arbeiten müssen. Sie ist damit Ausdruck davon, dass sich Planung als selbstbewusste wissenschaftliche Disziplin zunehmend ausdifferenziert und auch ergebnisoffene und mitunter sehr selbstkritische Ansätze ausdiskutieren kann. Die Beiträge des vorliegenden Schwerpunkthefts sind nur eine kleine Auswahl aus einem großen Feld laufender Diskussionen über die Positionierung von Planung in einer digitalen, vernetzten und widersprüchlichen Welt. Die Debatte um Rollenverständnisse und Selbstbilder zeigt, dass Planungswissenschaftler und Planungspraktiker weiterhin aktiv gestalten möchten. Dieses Heft fasst dementsprechend keine Debatte zusammen, sondern liefert Impulse zur kritischen Weiterentwicklung von Planung.

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