Welches Potenzial bietet die Dorferneuerungsförderung in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zur Innenentwicklung von Dörfern?

  • 1 Thünen-Institut für Ländliche Räume, Bundesallee 50, 38116, Braunschweig, Deutschland
Heike Peter
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  • Thünen-Institut für Ländliche Räume, Bundesallee 50, 38116, Braunschweig, Deutschland
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, Birgit Fengler and Andrea Moser

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels steht die Innenentwicklung von Dörfern vor neuen Herausforderungen. Der Beitrag geht der Frage nach, welches Potenzial die Dorferneuerungsförderung in den Bundesländern Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zur Innenentwicklung der Dörfer bietet und wie sich die landesspezifischen Ausgestaltungen der Maßnahmen auswirken. Zur Beantwortung dieser Forschungsfrage werden die Förderdokumente analysiert, die Förderdaten der Jahre 2007 bis 2009 ausgewertet sowie die Ergebnisse einer vertiefenden Untersuchung ausgewählter Dörfer (Dorfstudie) einbezogen. In den landesspezifisch differierenden Ansätzen zeigt sich deutlich, dass die betrachteten Bundesländer die Innenentwicklung in der Dorferneuerungsförderung unterschiedlich stark verfolgen. Zwar ist die strategische Ausrichtung in den zuständigen Ministerien auf Landesebene bereits fortgeschritten und auch bei den lokalen Akteuren hat sich eine Sensibilisierung für die Brisanz des Themas vollzogen. Jedoch liegt der Schwerpunkt der Dorferneuerungsförderung nach wie vor auf der baulichen Entwicklung der Dörfer. Die Unterstützung der sozialen und funktionalen Entwicklung erfolgt zwar auch, müsste aber im Hinblick auf eine nachhaltige Innenentwicklung intensiviert werden.

1 Einleitung

Die Förderung der Dorferneuerung und -entwicklung mit öffentlichen Mitteln von EU, Bund und Land sowie Kommunen hat als politisches Instrument eine lange Tradition. Bis zur Verabschiedung des Städtebauförderungsgesetzes im Jahr 1971 wurde die Dorferneuerung als durchgreifende Erneuerung im Sinne des raschen Wiederaufbaus nach dem Krieg und konsequenten funktionalen Städtebaus (Flächensanierung) begriffen. Im Laufe der 1970er und frühen 1980er Jahre wandelten sich die Leitbilder hin zu einer bestandsorientierten, erhaltenden Dorferneuerung. Mit den Leitbildern haben sich auch die Förderschwerpunkte, Planungsansätze und Methoden, z. B. in Bezug auf die Beteiligung der Bevölkerung und den Prozesscharakter der Förderung, verändert. Seit Mitte der 1990er Jahre steht die Dorferneuerungspolitik durch die demographisch bedingten Leerstände und zunehmend sanierungsbedürftigen Altbaubestände vor neuen Herausforderungen (Kötter 2009; Damm 2011: 21). Wohnungspolitisch bringen vor allem die leerfallenden Dorfkerne die größten Probleme mit sich (Eduard Pestel Institut für Systemforschung 2006). Die Dorfmitte ist als Ort mit hoher baukultureller und geschichtlicher Identität von einer Aushöhlung, ähnlich einem ‚Donut-Effekt‘, gefährdet. Sie muss, beispielsweise nach Schröteler-von Brandt (2009: 10) geschützt werden. Die Ortskernentwicklung, also die Innenentwicklung der Dörfer, hat an Aktualität und Brisanz gewonnen.

Die Stärkung der Innenentwicklung wird zurzeit auch im Rahmen der angestrebten Novellierung des Baugesetzbuches (BauGB) diskutiert (CDU/CSU/FDP 2009). Besondere Aufmerksamkeit liegt bei der Vermeidung des weiteren Flächenverbrauchs, womit ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (Bundesregierung 2002) geleistet werden soll. Im Fortschrittsbericht zur Entwicklung ländlicher Räume erklärt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Handlungsbedarf in der strategischen Ausrichtung der Instrumente der Landentwicklung auf die Innenentwicklung (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 2011: 21). Weiterhin wird die Neuausrichtung der Dorferneuerung und -entwicklung im Rahmen der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2021 diskutiert.

Die Dorferneuerung bietet Anknüpfungspunkte zur Ortskernentwicklung. Dabei ist nach Kötter (2009: 14) für eine nachhaltige Dorfentwicklung die regionale Einbettung in LEADER 1-Prozesse oder Prozesse zur integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) besonders hilfreich. Auch nach Meinung von Schmied (2009: 21) sollte die Innenentwicklung auf regionaler Ebene geplant werden, um z. B. die Konkurrenz bei Baugebietsausweisungen zu verhindern.

Eine systematische Analyse des Anteils der Dorferneuerungsförderung zu Innenentwicklung liegt bislang nicht vor. Lediglich für einzelne Länder findet sich in der Literatur eine Auseinandersetzung mit dieser Thematik, so beispielsweise in Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen. Diese Lücke schließt der vorliegende Beitrag und liefert in den folgenden Ausführungen eine vergleichende Untersuchung der Ausgestaltung der Dorferneuerung und -entwicklung in fünf Bundesländern (Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein). Ein solcher Vergleich ermöglicht somit länderübergreifende Schlussfolgerungen und Empfehlungen. Die Untersuchung verfolgt eine doppelte Zielsetzung. Zum einen geht es um die länderübergreifende Analyse der Ansätze zur Innenentwicklung in der Dorferneuerungsförderung. Zum anderen sollen Defizite und weitere Bedarfe in der Ausgestaltung aufgezeigt sowie nötige Anpassungserfordernisse identifiziert werden.

Vor diesem Hintergrund wird in den folgenden Ausführungen der Frage nachgegangen, welches Potenzial die Dorferneuerungsförderung in den Bundesländern Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zur Innenentwicklung von Dörfern bietet. Alle untersuchten Länder haben die Dorferneuerung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und der ELER 2-Verordnung vorgesehen, jedoch sind die länderspezifischen Ausgestaltungen der Maßnahmen sehr individuell. Diese individuelle Ausgestaltung der Maßnahmen macht einen Vergleich besonders lohnend, da die Bandbreite der Auswirkungen der unterschiedlichen Förderansätze herausgearbeitet werden kann.

Die Auswahl der Bundesländer ist in der Tatsache begründet, dass der vorliegende Beitrag auf den empirischen Ergebnissen im Rahmen der „7-Länder-Evaluierung“ 3 sowie auf einer Halbzeitbewertung der Dorferneuerung und -entwicklung in den obengenannten Ländern basiert (Fengler/Pollermann 2010; Fengler/Raue 2010; Moser/Schnaut 2010; Peter/Pollermann 2010; Peter/Schnaut 2010).

Gegenstand des Beitrags sind damit nicht die städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen wie sie gemäß des Baugesetzbuches (§§ 136 ff. BauGB) durchgeführt werden. Vielmehr werden Ansätze der Innenentwicklung im Rahmen der Dorferneuerung und -entwicklung beleuchtet, wie sie als Maßnahme der auf der ELER-Verordnung basierenden Förderprogramme angeboten wird. Gemäß ELER-Verordnung gilt die Dorferneuerung und -entwicklung (ELER-Code 322) als Maßnahme zur Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum (ELER-Verordnung Artikel 52 Absatz b) ii)). Im GAK-Rahmenplan ist die Dorferneuerung und -entwicklung ländlich geprägter Orte als Fördergegenstand der integrierten Entwicklung aufgeführt. Sie dient der Erhaltung und Gestaltung des dörflichen Charakters einschließlich der Sicherung und Weiterentwicklung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der dörflichen Bevölkerung sowie der dazu erforderlichen Dorfentwicklungsplanungen und -konzepte (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 2010: Absatz 2.4.1).

In Kap. 2 werden zunächst eine Problembeschreibung sowie Begriffsklärungen vorgenommen. Anschließend wird die methodische Vorgehensweise erläutert. Die Ergebnisdarstellung (Kap. 4) erfolgt entlang der einzelnen Untersuchungsansätze.

2 Problembeschreibung und Begriffsklärungen

2.1 Problembeschreibung

Entsprechend dem bundesweiten Trend sind auch für die Bundesländer der „7-Länder-Evaluierung“ die Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahre 2025 negativ. Alle Bundesländer weisen in der Bilanz negative Bevölkerungsentwicklungen auf, allerdings ist die Entwicklung regional sehr unterschiedlich. Gleichzeitig vollzieht sich eine Änderung im Aufbau der Altersstruktur hin zu deutlich mehr älteren Einwohnern. Dabei haben diejenigen ländlichen Regionen, für die wachsende oder gleichbleibende Bevölkerungszahlen prognostiziert werden, teilweise eine starke Zunahme bei den älteren Einwohnern zu verzeichnen (Beetz 2009: 117; Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2010). Die Ergebnisse der Raumordnungsprognose 2025/2050 gehen für das gesamte Bundesgebiet davon aus, dass die Bevölkerung bis 2025 zwar leicht abnimmt, die Zahl der privaten Haushalte – bedingt durch den Prozess der Haushaltsverkleinerung – dagegen noch um etwa 5 % zunimmt (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2009a: 37) (vgl. Abb. 1).

Abb. 1
Abb. 1

Dynamik der Bevölkerung und der privaten Haushalte der untersuchten Bundesländer in der Zukunft (Prognosezeitraum bis 2025). (Quelle: Eigene Darstellung nach Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2009b)

Citation: Raumforschung und Raumordnung Spatial Research and Planning 71, 1; 10.1007/s13147-012-0207-6

Die Folgen des demographischen Wandels für die Entwicklung der Ortskerne sind hinreichend intensiv beschrieben. Die Beschreibung dieser Folgen basiert vielfach auf empirischen Untersuchungen im Rahmen von Einzelfallstudien (ausgewählte Dörfer) (Gürtler 2004; Kötter/Tilger 2008; Schröteler-von Brandt 2009; Kötter 2010). Mit sinkender Einwohnerzahl können die Probleme hinsichtlich Versorgung und Infrastruktur steigen. Für die Ortskerne bedeuten die Veränderungen einen zunehmenden Leerstand, vor allem in abgelegenen Orten, den Verlust an kulturhistorischer Bausubstanz, eine fehlende Auslastung der vorhandenen Infrastruktur sowie einen Investitionsstau (vgl. z. B. Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung 2011; Voß/Güldenberg/Jürgens et al. 2011), da bei älteren Hauseigentümern wenig Interesse an der Modernisierung ihrer Häuser besteht. In der Summe wirken sich diese Entwicklungen negativ auf die Attraktivität und Wohnqualität des Ortes aus (Greiner 2012: 27). Zudem konkurriert der Ortskern in seiner Funktion als Wohn- und Lebensraum mit den Ortsrandlagen und Neubaugebieten (Henkel 2010: 115). So kann aus Sicht der Eigenheimbauer – oft junge Familien mit Kindern – der Hausbau am Ortsrand oder im Neubaugebiet reizvoll sein (Voß/Güldenberg/Jürgens et al. 2011: 235), da beim Neubau im Vergleich zur Altbausanierung die Investitionskosten meist genauer zu kalkulieren sind, etwaige Denkmalauflagen fehlen, der Grünanteil angemessen und die Beschattung durch Nachbargebäude geringer ist. In den von den oben beschriebenen Entwicklungen betroffenen Dörfern kann es zu einem fortschreitenden Funktionsverlust und möglicherweise zur Verödung kommen. Zusätzlich verschärft die zunehmend angespannte Finanzlage der Kommunen die Situation.

Obgleich diese Trends und ihre Folgen verstärkt im Fokus der Diskussionen stehen, liegen immer noch Hemmnisse vor, um darauf zu reagieren. So ist ein fehlendes Problembewusstsein in der Bevölkerung, bei Bürgermeistern, Hauseigentümern und Architekten zu erkennen. Hinzu kommt insbesondere die politische Abhängigkeit der Dörfer von Kommunen, da sie vielfach nur noch Ortsteile sind. Das Interesse der Gemeinden an der Ausweisung von Neubaugebieten ist nach wie vor groß, nicht zuletzt deshalb, weil das kommunale Finanzsystem einwohnerabhängig ist (Lieber/Preuß 2010: 60).

2.2 Begriffsklärungen

Zur Erklärung des Begriffs der Innenentwicklung wird die Definition von Schmied (2009: 18) herangezogen. Hiernach bedeutet Innenentwicklung „die Verbesserung der Qualität des inneren Bestandes bei gleichzeitiger Beschränkung der Ausdehnung der dörflichen Siedlungsentwicklung an den Außenrändern“. Dabei gilt als zentrale Zielsetzung die bauliche, funktionale sowie soziale Entwicklung des Dorfes und der Gemeinde. In der Fachdiskussion fungiert die Innenentwicklung als raumstrukturelles Leitbild und ist als Maßnahme zur Konzentration und als eine Reaktion auf den demographischen Wandel zu verstehen (Küpper 2010: 170). Mögliche Handlungsoptionen sind die Schließung freier Bauflächen und Baulücken, die Aktivierung leerfallender Bestände, die Nutzung vorhandener Bausubstanz, Abriss und anschließende Neugestaltung der freiwerdenden Fläche sowie die Konzentration von Versorgungseinrichtungen im Ortskern (vgl. Kötter 2009; Schröteler-von Brandt 2009).

Nach Schmied (2009: 18) sind bei der Innenentwicklung individuelle Strategien erforderlich, bei denen die Interessen der Nachfrager und die Anpassung an moderne Bedürfnisse zu berücksichtigen sind. Erforderlich ist dabei auch ein Bewusstseinswandel bei den in der Dorfentwicklung beteiligten Akteuren. Der Begriff der Innenentwicklung im Zusammenhang mit der Evaluierung der EU-geförderten Dorferneuerung und -entwicklung findet erstmalig in den Halbzeitbewertungen der Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum (EPLR) 2007 bis 2013 Eingang. Neben den Berichten der „7-Länder-Evaluierung“ wird beispielsweise auch in der Halbzeitbewertung des bayerischen Entwicklungsprogramms 2007 bis 2013 diese Thematik aufgegriffen, indem empfohlen wird, die Förderschwerpunkte der Dorferneuerung und -entwicklung stärker auf die Innenentwicklung auszurichten (Forschungsgruppe Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf 2010: 402).

Der Begriff der Dorferneuerung gilt als Sammelbegriff, unter dem unterschiedliche Inhalte, Verfahren und Instrumente subsummiert werden. Die Begriffe Dorferneuerung und Dorfentwicklung werden in der Literatur vielfach synonym verwendet (vgl. Kötter 1989). In diesem Beitrag ist mit dem Begriff „Dorferneuerung und -entwicklung“ das Förderinstrument gemeint, wie es in den untersuchten Bundesländern als Maßnahme der auf der ELER-Verordnung basierenden Förderprogramme angeboten wird.

Nach Meinung von Damm und Diller (2011: 83) konzentriert sich die Dorferneuerungsförderung derzeit auf die Inwertsetzung der Ortskerne: Abrissmaßnahmen seien zwar grundsätzlich förderfähig, diese würden jedoch ausschließlich punktuell und aus städtebaulich-funktionalen Aspekten vorgenommen und seien meistens an eine geplante Nachnutzung gekoppelt. Wohnungsmarktbedingte Abrissmaßnahmen im größeren Maßstab wie in den Stadtumbauprogrammen seien hier derzeit nicht vorgesehen. Das öffentliche Interesse reiche nicht aus, um Fördermittel für Abrissmaßnahmen einzusetzen. Außerdem seien die Volumina der Dorferneuerung nicht ausreichend groß, um das Problem der derzeitigen und der zu erwartenden Wohnungsleerstände lösen zu können (Damm/Diller 2011: 84). Mehrere Bundesländer haben ihre Förderprogramme inzwischen überarbeitet. Beispielsweise haben Bayern und Baden-Württemberg im Bereich Innenentwicklung und Flächenmanagement bereits starke Schwerpunkte auf die Weiterentwicklung des Instrumentariums der Dorferneuerung und -entwicklung gelegt (vgl. Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten 2006; Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg 2012). Auch das Saarland und Thüringen richten die Förderung verstärkt auf Leerstandserfassungen, Umnutzungskonzepte und -maßnahmen aus (Henkel 2010: 118). So fördert Sachsen beispielsweise bei privaten baulichen Maßnahmen zur Umnutzung, Wiedernutzung oder zur Erhaltung ländlicher Bausubstanz insbesondere junge Familien (Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft 2011).

Aus dem oben beschriebenen Kontext leitet sich folgende Forschungsfrage ab: Welches Potenzial bietet die Dorferneuerungsförderung in den Bundesländern Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zur Innenentwicklung von Dörfern? Zu Beantwortung der Frage sind zunächst folgende Aspekte zu klären:

  • Welche Möglichkeiten bietet der rechtliche Förderrahmen auf EU- und Bundesebene?
  • Welche Bedeutung hat das Thema Innenentwicklung in den Bundesländern?
  • Wie sieht die landesspezifische Ausgestaltung der Fördermaßnahme Dorferneuerung und -entwicklung aus?
  • Welche Fördergegenstände werden angeboten?
  • Welche Rolle spielen Dorferneuerungspläne und -konzepte?
  • Wird die Fördermaßnahme den aktuellen Entwicklungen in den Ortskernen angepasst?
  • Welche Verbindungen bestehen zwischen der lokalen Ebene und der regionalen Ebene?
  • Wie erfolgt die Umsetzung der Maßnahme in der Praxis?
  • Was zeigt der Ländervergleich?

3 Methodische Vorgehensweise und Datengrundlage

Die Untersuchung des Potenzials der Dorferneuerung und -entwicklung für die Innenentwicklung folgt den dargestellten Aspekten der Forschungsfrage. Für eine erste Einordnung wird anhand einer handlungsorientierten Checkliste, die die dargestellten Aspekte aufgreift, überprüft, inwieweit in den untersuchten Bundesländern Handlungsoptionen vorhanden sind, die zu einer verbesserten Innenentwicklung beitragen können. Solche Handlungsoptionen sind in Tab. 1 als Merkmale aufgelistet. Sind entsprechende Handlungsansätze vorhanden, entspricht dies einer positiven Bewertung, das heißt, es erfolgt ein Beitrag zur Innenentwicklung. Inwieweit daraus tatsächliche Zustandsveränderungen resultieren, wird durch vertiefende Dorfstudien erfasst (siehe unten).

Tab. 1

Untersuchungsgegenstände, Merkmale und methodische Herangehensweise zur Beantwortung der Forschungsfrage

UntersuchungsgegenstandMerkmalUntersuchungsmethoden
Analyse von FörderdokumentenProjektdatenDorfstudie
Förderrahmen auf EU- und BundesebeneVorhandensein von Anknüpfungspunkten zur Innenentwicklung auf EU- und BundesebeneX
Förderrahmen auf Ebene des LandesInnenentwicklung als formuliertes ZielX
Fördergegenstände mit Bezug zur InnenentwicklungXXX
Möglichkeit der Ausweisung von Neubaugebieten in Gemeinden, in denen Dorferneuerungsprojekte gefördert werdenX
FördervolumenSchwerpunktmäßig umgesetzte FördergegenständeXX
Art der ProjekteProjekte mit Bezug zu Gebäudeleerstand, Abriss, Umnutzung u. Ä.XX
Bedeutung der Dorferneuerungspläne/-konzepteDorferneuerungsplan/-konzept als FördervoraussetzungX
Räumliche Abgrenzung der Dorferneuerungspläne/-konzepteXX
Thematischer Bezug zur InnenentwicklungXX
Möglichkeit der Sensibilisierung der Bürger vor Ort durch BeteiligungsprozesseXX
Einstellungen und Meinungen der lokalen AkteureBewusstsein, Handlungsansätze bzw. Ideen der lokalen Akteure zur Innenentwicklung vor dem Hintergrund des demographischen WandelsX
Verbindung zu regionalen ProzessenTatsächlich vorgefundene Verbindungen/Kontakte zu regionalen Entwicklungsprozessen (z. B. LEADER)XXX

Der Untersuchungsansatz basiert auf einer Dokumentenanalyse, auf der Auswertung der Förderdaten sowie auf empirischen Untersuchungen in Rahmen von als Einzelfallstudien konzipierten Dorfstudien (vgl. Tab. 1). Die Dokumentenanalyse wird für alle der untersuchten Bundesländer durchgeführt. Dahingegen erfolgt die Auswertung der Projektdaten sowie die Durchführung der Dorfstudie lediglich für vier Bundesländer (Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen). Für Schleswig-Holstein entfallen diese beiden Untersuchungsschritte: Die Auswertung der Förderdaten für den Zeitraum von 2007 bis 2009 ist für dieses Bundesland nicht zielführend, denn im Jahr 2009 hat in Schleswig-Holstein ein Systemwechsel der Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung stattgefunden. Die Jahre 2007 bis 2009 waren durch die Fortführung und den Abschluss des Förderansatzes aus der vorhergehenden Förderperiode gekennzeichnet, in der die Förderung auf sogenannten Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalysen bzw. auf Dorferneuerungsplänen basierte. Seit dem Jahr 2010 verläuft in Schleswig-Holstein die Umsetzung der Schwerpunkt-3-Maßnahmen der integrierten ländlichen Entwicklung und damit auch die Dorferneuerung und -entwicklung komplett über LEADER bzw. Lokale Aktionsgruppen (AktivRegionen) (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein 2010). Damit steht die Region im Mittelpunkt, eine auf einzelne Dörfer konzentrierte Förderung findet nicht statt. Der Zeitpunkt der Durchführung der Dorfstudien, vergleichbar den anderen Untersuchungsländern, im Jahr 2009 war für Schleswig-Holstein unpassend. Trotz dieser Besonderheiten rückt auch in Schleswig-Holstein das Thema Innenentwicklung zunehmend in den Fokus der strategischen Überlegungen.

Im Rahmen der Dokumentenanalyse wird untersucht, welche Bezüge die Förderdokumente der Dorferneuerung und -entwicklung zum Thema Innenentwicklung aufweisen. Gesichtet wurde hierzu auf Ebene der EU das Regelwerk zum ELER. Beim Einsatz von Bundesmitteln kommen darüber hinaus die Vorgaben der GAK und die dazugehörige Nationale Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland für die Entwicklung ländlicher Räume (NRR) zum Tragen. Auf Landesebene wurden die Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum 2007 bis 2013, die Richtlinien zur integrierten ländlichen Entwicklung (ILE-Richtlinien) sowie sonstige Landesrichtlinien untersucht.

Die Förderdaten (ELER und GAK) der Dorferneuerung und -entwicklung werden von den zuständigen Landesverwaltungsstellen jährlich zu Evaluationszwecken übermittelt. Die Form und der Detaillierungsgrad dieser Projektlisten unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Jedoch enthalten die Förderdaten in allen Bundesländern auf Einzelprojektebene Informationen zum Gesamtinvestitionsvolumen, zur Höhe der Förderung, aufgeteilt nach EU-, Bundes- und Landesmitteln, zum Bewilligungszeitraum, zu den Richtlinienziffern, zur Rechtsform des Zuwendungsempfängers sowie eine Beschreibung des Projektes und seine räumliche Lage. Die Analyse der Förderdaten für den Zeitraum 2007 bis 2009 gibt mittels Häufigkeitsanalysen unter anderem Auskunft über die Gesamtinvestitionsvolumina für die Dorferneuerung und -entwicklung, die Investitionen nach Förderbereichen und die Verbindung zu regionalen Entwicklungsansätzen.

Mit dem Ziel, die tatsächlichen Wirkungsmöglichkeiten und die Wirkungstiefe der Förderung der Dorferneuerung und -entwicklung zu ermitteln, wurden in den Bundesländern Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen als vertiefende Einzelfallstudien sogenannte Dorfstudien durchgeführt. Die empirischen Arbeiten verliefen in drei gleichwertigen Erhebungsschritten: Analyse der Förderdaten, Ortsbegehungen sowie leitfadengestützte Interviews mit im Dorferneuerungsprozess beteiligten Personen.

Zentrale Fragestellungen der Dorfstudie sind:

  • Hat sich das Erscheinungsbild durch die Dorferneuerung verbessert?
  • Wie hat sich der Ortskern entwickelt?
  • Hat sich das soziale Leben im Dorf verändert?
  • Inwieweit wird die Dorferneuerung dem demographischen Wandel gerecht?
  • Inwieweit hat sich die Lebensqualität (insgesamt) verbessert?

Die Dorfstudien sind als Vorher-Nachher-Vergleich angelegt. Die Erstuntersuchung der Dörfer erfolgte 2009, eine Nachfolgeuntersuchung ist für 2013 geplant. Ausgehend von den genannten Fragestellungen wurde ein Interviewleitfaden konzipiert. Gesprächspartner waren Ortsvorsteher, Bürgermeister, Planer und/oder andere Schlüsselpersonen im Ort.

Die Auswahl der Einzelfallstudien erfolgte in Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern aus einer Grundgesamtheit von Dörfern, die zu Beginn der aktuellen EU-Förderperiode 2007 bis 2013 in die Förderung aufgenommen wurden. In Nordrhein-Westfalen, wo die Umsetzung von Dorferneuerungsmaßnahmen auch ohne vorherige Konzepterstellung möglich ist, basiert die Stichprobenauswahl nach dem Zufallsprinzip aus der Gesamtheit der Dörfer, die sich für den Landesentscheid 2009 „Unser Dorf hat Zukunft“ qualifiziert haben. Weiterhin wurden Dörfer berücksichtigt, die an den Dorfwerkstätten des Zentrums für ländliche Entwicklung (ZeLE) 4 teilgenommen haben.

In allen Bundesländern wurde die Grundgesamtheit in die beiden Gruppen „innerhalb“ und „außerhalb von LEADER-Regionen“ geteilt, um anschließend aus beiden Gruppen die gleiche Anzahl von Dörfern zu ziehen.

Insgesamt wurden zwischen acht und elf Dörfer je Bundesland ausgewählt. Damit werden insgesamt 37 Einzelfallstudien umgesetzt. Die abschließende Auswahl der Dörfer bzw. Gemeinden ist in Abb. 2 dargestellt.

Abb. 2
Abb. 2

Räumliche Lage der Einzelfallstudien. (Quelle: Eigene Darstellung nach Verwaltungsgrenzen, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, 2006)

Citation: Raumforschung und Raumordnung Spatial Research and Planning 71, 1; 10.1007/s13147-012-0207-6

4 Ergebnisse

Die Darstellung der Ergebnisse zu den zuvor aufgestellten Untersuchungsgegenständen und Merkmalen erfolgt entlang der Untersuchungsmethoden. Dabei werden an einzelnen Stellen auch Ausblicke auf Ergebnisse aus den anderen Untersuchungsschritten beschrieben.

4.1 Dokumentenanalyse

4.1.1 Förderrahmen auf der Ebene der EU und des Bundes

Der Rechtsrahmen für die Förderung der Dorferneuerung und -entwicklung ist in allen Untersuchungsländern durch EU, Bund, Land und Kommune vorgegeben. Die ELER-Verordnung enthält über das allgemeine Ziel der Verbesserung der Lebensqualität hinaus keine maßnahmenspezifischen inhaltlichen Vorgaben. Aussagen zu den potenziellen Fördergegenständen der Dorferneuerung und -entwicklung finden sich in der Nationalen Rahmenregelung (NRR), die in allen Untersuchungsländern neben den landeseigenen Richtlinien einen bedeutenden Rahmen für das Förderspektrum setzt. In Nordrhein-Westfalen erfolgt die Förderung ausschließlich auf Grundlage der Nationalen Rahmenregelung. Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben darüber hinaus landesspezifische Fördermöglichkeiten geschaffen. Im Zeitraum von 2007 bis 2009 wurde in Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein der größere Teil der Maßnahmen im Rahmen der GAK rein national finanziert. In Hessen handelt es sich um eine sogenannte Artikel-89-Maßnähme. 5

Gemäß der Nationalen Rahmenregelung gehören zu den Fördergegenständen der Dorferneuerung und -entwicklung (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz 2010: 166):

  • Vorarbeiten (Untersuchungen, Erhebungen)
  • Erstellung von Dorfentwicklungsplanungen und -konzepten
  • Betreuung der Zuwendungsempfänger (ausgenommen die Betreuung durch Stellen der öffentlichen Verwaltung)
  • investive Maßnahmen
  • nach festgelegten Vorgaben unter anderem auch der Landankauf von bebauten Grundstücken durch Gemeinden und Gemeindeverbände, wobei in den Länderprogrammen nähere Ausführungen zur Förderung des Flächenerwerbs erfolgen

Als Zwischenfazit lässt sich im Hinblick auf die Zielsetzung der Innenentwicklung feststellen, dass das Förderspektrum auf EU- und Bundesebene mit der Möglichkeit zur Förderung von investiven Maßnahmen, dem Landankauf, der Erstellung von Dorferneuerungskonzepten Anknüpfungspunkte und Handlungsoptionen im baulichen Bereich bietet. Inwieweit der soziale oder funktionale Aspekt aufgegriffen wird, bleibt an der Stelle noch offen. Den Bundesländern bleibt genügend Gestaltungsspielraum zur landesspezifischen und individuellen Ausgestaltung der Maßnahme.

4.1.2 Ausgestaltung der Landesrichtlinien

Landesspezifische Bedeutung der Innenentwicklung In den untersuchten Bundesländern ist die Bedeutung der Innenentwicklung im Rahmen der Dorferneuerungsförderung unterschiedlich stark ausgeprägt. Niedersachsen und Hessen stellen mit ihrer Maßnahmengestaltung die Innenentwicklung in den Mittelpunkt, indem sie die Förderung von Dorferneuerungsprojekten auf den Ortskern begrenzt haben (Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung 2007; Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung 2010). Auch Nordrhein-Westfalen zielt auf den Erhalt lebendiger Ortskerne. In Schleswig-Holstein war bislang das Thema Innenentwicklung in der Dorferneuerung und -entwicklung infolge des stark regional geprägten Ansatzes von untergeordneter Bedeutung. Mecklenburg-Vorpommern legt aufgrund der dispersen Siedlungsstruktur weniger den Fokus auf die Innenentwicklung, sondern mehr auf die Infrastruktur und Daseinsvorsorge insgesamt und hat die Gemeinde als Ganzes im Blick.

Maßnahmenausgestaltung Die Analyse der Länderprogramme mit den dazugehörigen ILE-Richtlinien zeigt, dass sich die Ausgestaltung der Dorferneuerungsmaßnahmen zwischen den Bundesländern unterscheidet. Bei den investiven Maßnahmen werden in allen Ländern vielfach dieselben Fördergegenstände angeboten, nämlich die Förderung von gestalterischen Arbeiten an Gebäuden, die Verkehrsraumgestaltung, Begrünungsmaßnahmen, der Bau von Dorfgemeinschaftshäusern sowie die Förderung der Umnutzung von ehemals landwirtschaftlichen Gebäuden. Eine Erhaltung der ortstypischen Bebauung im Ortskern und damit deren Gestaltung bedeutet einen Beitrag zur Innenentwicklung.

Eine weitere Option für die Kommunen zur Flächengestaltung im Ortskern und damit zur Innenentwicklung bietet der Landankauf. Beim Landankauf oder Flächenerwerb unterscheiden sich die landesspezifischen Ansätze deutlich. Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein übernehmen ohne weitere Zusätze die Bestimmungen der Nationalen Rahmenregelung in der jeweils geltenden Fassung, bezuschussen also den Landankauf von bebauten Grundstücken durch Gemeinden und Gemeindeverbände. Niedersachsen bezuschusst zusätzlich den Erwerb von unbebauten Grundstücken sowie im Dorferneuerungsplan oder im Regionalen Entwicklungskonzept (REK) begründete Abbruchmaßnahmen. 6 In den Jahren 2007 bis 2009 wurden jedoch weder in Nordrhein-Westfalen noch in Niedersachsen Projekte zum Landankauf durch die Gemeinde umgesetzt. Mecklenburg-Vorpommern schließt den Landankauf explizit aus. Ebenso sind in Hessen der Grundstückszwischenerwerb und die Bodenordnung von der Förderung ausgenommen.

Strukturelle Herausforderungen wie Leerstand ziehen eine Weiterentwicklung der Förderinstrumente nach sich (vgl. Kötter 2010). Eine erste Anpassung an diese Veränderung ist die Förderung von Abriss, Rückbau oder Beseitigung abgängiger Bausubstanz als Fördergegenstand der Dorferneuerung und -entwicklung, wie sie in Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen 2010 eingeführt wurde. In Mecklenburg-Vorpommern besteht die Möglichkeit des geförderten Rückbaus unter der Voraussetzung der Nachnutzung bereits seit 2007 (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern 2008), allerdings wurde in den Jahren 2007 bis 2010 kein entsprechendes Projekt gefördert. In Schleswig-Holstein unterbleiben in der ILE-Richtlinie spezielle Landesvorgaben, vielmehr werden ohne weitere Zusätze die Bestimmungen der Nationalen Rahmenregelung in der jeweils geltenden Fassung übernommen.

Es kann festgehalten werden, dass die Untersuchungsländer hinsichtlich der Maßnahmenausgestaltung unterschiedlich starke Impulse setzen, um die Ortskernentwicklung voranzutreiben. Es bleibt die Frage offen, ob diese Ansätze reichen, um den massiven Leerstandsproblemen in einigen Regionen zu begegnen.

Dorferneuerungspläne/-konzepte In den Untersuchungsländern gelten unterschiedliche Regelungen hinsichtlich der Erstellung und Relevanz von Dorferneuerungsplänen bzw. -konzepten. In Niedersachsen und Hessen erfolgt die Dorferneuerungsförderung ausschließlich in anerkannten Förderschwerpunkten mit Plan- bzw. Konzepterstellung, bei der die Dorfbevölkerung aktiv mit einzubeziehen ist. Dabei ist in beiden Ländern das Fördergebiet auf das Kerngebiet des Dorfes begrenzt. Die Festlegung des Fördergebiets folgt dabei den örtlichen Gegebenheiten. So kann bei sehr kleinen Orten ohne erkennbaren Ortskern das gesamte Ortsgebiet oder in Niedersachsen sogar die gesamte Gemarkung einbezogen sein, bei größeren Orten ist das Fördergebiet auf den Ortskern begrenzt. In Hessen ist darüber hinaus eine konkurrierende Baugebietsausweisung ausgeschlossen und im Vorfeld der Anerkennung als Förderschwerpunkt ist eine Gebäude- und Infrastrukturanalyse, in der unter anderem der Leerstand im Ortskern erfasst werden muss, zu erstellen.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern basiert die Förderung grundsätzlich auf Dorferneuerungsplänen (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern 2008). Das Gros dieser Pläne wurde ab 2002 von nahezu allen ländlichen Gemeinden erstellt. In der Regel umfassen die Pläne das gesamte Gemeindegebiet und haben einen stark baulichen Charakter, vornehmlich mit Tief- und Hochbaumaßnahmen. Allgemeine Gestaltungsgrundsätze sind ein fester Bestandteil. Um Projekte, wie beispielsweise Abriss oder Umnutzung, in der aktuellen Förderperiode umsetzen zu können, bedarf es formal der Anpassung der Pläne. An dieser Stelle öffnet sich in Mecklenburg-Vorpommern das Spannungsfeld zwischen der „1:1-Umsetzung der Konzepte“ (wie bewilligt) hin zu flexiblen Anpassungen an neue örtliche Herausforderungen.

In Nordrhein-Westfalen kann die Umsetzung von Dorferneuerungsmaßnahmen unter Beachtung der Grundvorausaussetzungen (Zugehörigkeit zum ländlichen Raum wie in den Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum abgegrenzt, Ortschaft bis zu 10.000 Einwohner) in allen Dörfern erfolgen (Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen 2009). Hier ist die Dorferneuerungsförderung auch ohne vorherige Konzept- oder Planerstellung möglich. Im Falle der Erstellung eines Dorferneuerungsplans sind in Nordrhein-Westfalen die Vorgaben für die Beteiligungsprozesse sehr allgemein gehalten. Dadurch können sich die ortsspezifischen Gegebenheiten und die Kreativität für die Entwicklung von Projektideen und Lösungsansätzen frei entfalten. Den Bewilligungsbehörden obliegt die Aufgabe, darauf zu achten, dass tatsächlich eine ausreichende Beteiligung der Bevölkerung stattfindet. Gegebenenfalls nehmen sie eine beratende Funktion ein. Mit der Modifizierung der ILE-Richtlinie zum Jahr 2010 etabliert Nordrhein-Westfalen das Instrument des Dorfinnenentwicklungskonzeptes. Im Rahmen dieser freiwilligen Konzepterstellung – das Konzept konzentriert sich auf die Ortsmitte – können beispielsweise Erhebungen zu Baulücken, Gebäudeleerstand und absehbarem Gebäudeleerstand im Dorf durchgeführt werden. Kriterien zur räumlichen Abgrenzung der Ortsmitte sind in der Richtlinie nicht aufgeführt (Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen 2010).

In Schleswig-Holstein ist die Förderung von Maßnahmen der Dorferneuerung und entwicklung im gesamten ländlichen Raum möglich. 7 Analog den GAK-Fördergrundsätzen ist die Erstellung von Dorferneuerungskonzepten grundsätzlich förderfähig, aber nicht zwingend erforderlich. Dem integrierten Ansatz in Schleswig-Holstein entsprechend, liegt die Entscheidung über die Förderung eines Dorferneuerungskonzeptes seit dem Jahr 2010 bei den „AktivRegionen“. In den Jahren 2007 bis 2009 erfolgte die Ausfinanzierung von Projekten aus Dorfentwicklungsplanungen, die aus ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalysen (LSE) abgeleitet wurden (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein 2010).

Dorferneuerungspläne und -konzepte können durch die Analyse der Haushaltsstruktur, der Gebäudesituation und dem Leerstand vor Ort Transparenz über die aktuelle Situation sowie mögliche Leerstandsentwicklungen in der Zukunft schaffen (vgl. Kötter 2010: 12). Darüber hinaus bietet die Phase der Konzepterstellung eine gute Möglichkeit, die Bürger vor Ort und die kommunale Verwaltung zu sensibilisieren, sie zu beraten und das Augenmerk auf den Ortskern zu legen. Aus der Beteiligung der Bürger erwächst dann im besten Fall auch eine Aktivierung der Bevölkerung, was einen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zu einer von den Einwohnern getragenen Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Dorfes bedeuten kann, wie sie für eine nachhaltige Innenentwicklung entscheidend ist. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die Konzepterstellung auf Dorf- bzw. Ortsteilebene ausreichend ist und inwiefern die Verbindung zur gesamten Gemeinde gesucht werden sollte.

Einbettung in LEADER und ILE-Prozesse In den untersuchten Bundesländern gestaltet sich die Einbettung der Dorferneuerung und -entwicklung in LEADER und ILE-Prozesse sehr unterschiedlich. In Hessen läuft die Dorferneuerungsförderung außerhalb von LEADER und HELER. 8 Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben hingegen, mit dem Ziel, die integrierten Ansätze zu stärken, in ihren ILE-Richtlinien die sogenannte Bonusregelung aufgenommen, nach der für Projekte, die der Umsetzung eines ILE- oder LEADER-Konzeptes dienen, die Fördersätze um bis zu 20 Prozentpunkte erhöht werden. Entsprechend wird bei der Bewilligung einer Maßnahme formell geprüft, ob hier ein anerkanntes LEADER/ILE-Konzept zugrunde liegt. Das kann zum Teil nach dem reinen Lageprinzip erfolgen, das heißt, das Projekt liegt in einem Gebiet mit einem integrierten Entwicklungsplan. Über die inhaltliche Nähe zu der dort verankerten Strategie sagt dies nichts aus. Daneben können Dorferneuerungsprojekte (abgesehen von Hessen) auch aus dem LEADER-Budget (Schwerpunkt 4) finanziert werden. In Schleswig-Holstein ist seit dem Jahr 2010 die Umsetzung von Projekten zur Dorferneuerung und -entwicklung ausschließlich im integrierten Ansatz über LEADER möglich. In der praktischen Umsetzung bedeutet das, dass die Entscheidungen über die Förderung von Einzelprojekten in der Region getroffen werden (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein 2010).

Es kann festgestellt werden, dass in den untersuchten Bundesländern die Bedingungen für eine Verbindung der Dorferneuerung und -entwicklung zu integrierten Prozessen formal gegeben sind. Schleswig-Holstein integriert mit dem Systemwechsel im Jahr 2009 die Dorferneuerungsförderung sogar in Gänze in den LEADER-Ansatz. Inwieweit daraus tatsächlich inhaltliche und projektbezogene Verbindungen der beiden Ebenen entstehen, ist weiter zu untersuchen.

4.2 Analyse der Förderdaten

In Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern gehört die Förderung der Dorferneuerung und -entwicklung im Rahmen des ELER sowie der GAK zu den finanzstarken Maßnahmen der Entwicklungsprogramme. Im Zeitraum 2007 bis 2009 belief sich der Anteil der öffentlichen Mittel für Dorferneuerung und -entwicklung am Gesamtbudget der ELER-Programme zwischen 2,2 % (Hessen) und 8,6 % (Niedersachsen) (vgl. Abb. 3).

Abb. 3
Abb. 3

Förderfähige Gesamtkosten im Zeitraum 2007 bis 2009 für abgeschlossene Projekte (öffentlich und privat) der Dorferneuerung und -entwicklung (ELER sowie rein national finanziert). (Quelle: Eigene Darstellung nach Förderdaten 2007 bis 2009)

Citation: Raumforschung und Raumordnung Spatial Research and Planning 71, 1; 10.1007/s13147-012-0207-6

In Nordrhein-Westfalen wurde im Zeitraum von 2007 bis 2009 die Hälfte der förderfähigen Kosten von Dorferneuerungsprojekten im Rahmen von ILE-Konzepten (ILEK) und 21 % der förderfähigen Gesamtkosten im Rahmen von LEADER (nicht LEADER-Budget) umgesetzt. Über die tatsächliche Verbindung zwischen den Einzelprojekten und den regionalen Entwicklungsprozessen lassen sich allerdings hieraus keine Aussagen ableiten.

Projekttypen In den untersuchten Bundesländern überwiegen die investiven Maßnahmen und hier wiederum die gestalterischen Arbeiten an Gebäuden sowie die der Verkehrsraumgestaltung, also Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes sowie des Erscheinungsbildes des Dorfes. Die bauliche Entwicklung der Dörfer wird unterstützt und die Wohnfunktion der Ortskerne bleibt erhalten. Im Zeitraum 2007 bis 2009 entfielen in Relation zu den gesamten geförderten Dorferneuerungsprojekten auf diese Projekttypen in Hessen 76 %, Niedersachsen 80 %, Mecklenburg-Vorpommern 85 % und in Nordrhein-Westfalen sogar 94 %.

Eine weitere investive Maßnahme, die eine Verminderung von Leerstand vermuten lässt, ist die Umnutzung (Nutzung vorhandener Bausubstanz vor dem Neubau). 2007 bis 2009 war die Umsetzung von Umnutzungsprojekten in allen Untersuchungsländern gleichermaßen gering: In Niedersachsen 9 waren es 22 Projekte, in Mecklenburg-Vorpommern 26 und in Nordrhein-Westfalen 30, davon 16 Projekte tatsächlich im Ortskern. Nordrhein-Westfalen bietet die Umnutzungsförderung ausschließlich im Rahmen der Nationalen Rahmenregelung an, was den Einsatz von zusätzlichen öffentlichen Mitteln in Form von GAK-Mitteln ermöglicht, aber gleichzeitig einen stark landwirtschaftlichen Bezug mit sich bringt. 10

Obgleich in Nordrhein-Westfalen die Förderung von Dorferneuerungsprojekten nicht (wie in Hessen und Niedersachsen) grundsätzlich auf den Ortskern begrenzt ist, zeigt sich eine deutliche Konzentration von Projekten in den Ortsmitten. Zwei Drittel aller geförderten Projekte und der förderfähigen Gesamtkosten wurden in den Ortsmitten umgesetzt.

Als weitere Handlungsoption zur Innenentwicklung gilt die Konzentration von Daseinsfunktionen im Ortskern. Die Anzahl von entsprechenden Dorferneuerungsprojekten war im Zeitraum von 2007 bis 2009 allerdings gering. In Hessen befassten sich beispielsweise drei Projekte mit der Gestaltung von Treffpunkten für alle Generationen, eines davon war die Sanierung und Umgestaltung eines Kindergartens zu einem Mehrgenerationenhaus. Weitere drei Projekte hingen mit der Errichtung von Dienstleistungszentren im Ortskern zusammen. 14 Projekte hatten einen barrierefreien bzw. behindertengerechten Zugang zu öffentlichen Einrichtungen wie Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrhaus oder Kirche zum Inhalt.

Dorferneuerungspläne/-konzepte In den Jahren 2007 bis 2009 wurden in Hessen 291 und in Niedersachsen 151 Dorfentwicklungspläne erarbeitet. In Nordrhein-Westfalen sind im gleichen Zeitraum insgesamt acht Dorfentwicklungspläne gefördert worden, einer davon im Fallstudiendorf Attendorn-Helden (Landkreis Olpe), sowie zwei Konzepte mit LEADER-Mitteln. In Mecklenburg-Vorpommern spielt die Förderung von Dorfentwicklungskonzepten keine Rolle mehr, da bereits nahezu alle ländlichen Gemeinden über einen Dorferneuerungsplan verfügen. Dementsprechend wurden im Zeitraum 2007 bis 2009 lediglich drei Konzepte gefördert.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der finanzielle Schwerpunkt der Förderung in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen eindeutig bei den investiven Maßnahmen liegt, und zwar bei gestalterischen Arbeiten an Gebäuden sowie Maßnahmen zur Verkehrsraumgestaltung. Diese baulichen Maßnahmen tragen zur Verbesserung des Wohnumfeldes sowie des Erscheinungsbildes des Dorfes bei. Ordnet man diese Förderinhalte den beiden alternativen Handlungsansätzen Anpassen bzw. Gegensteuern zu (Gürtler 2004; Kötter/Tilger 2008; Küpper 2010), lässt sich erkennen, dass die Dorferneuerungsförderung hauptsächlich auf Maßnahmen des Gegensteuerns gerichtet ist. Allerdings können sich hinter den Gestaltungsmaßnahmen durchaus auch Maßnahmen zur Anpassung an den demographischen Wandel verbergen, wie beispielsweise alten- und pflegegerechte Wohnformen oder wie im niedersächsischen Fallstudiendorf Haverlah-Steinlah (Landkreis Wolfenbüttel) der alten- und behindertengerechte Neubau eines Reisebusplatzes, mit dem die Mobilität der älteren Dorfbewohner unterstützt wird. Insgesamt kann die Nachhaltigkeit der Innenentwicklung durch eine zu starke Fokussierung auf bauliche Aspekte ohne eine funktional bzw. sozial orientierte Herangehensweise gefährdet sein.

4.3 Dorfstudien

Bewusstsein, Handlungsansätze und Ideen der lokalen Akteure zur Innenentwicklung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Im Rahmen der Dorfstudien sind Dörfer untersucht worden, die von Bevölkerungsrückgang und Alterung betroffen sind. Bei den Vor-Ort-Gesprächen in Mecklenburg-Vorpommern verdeutlichten beispielsweise die Bürgermeister in Leizen (Landkreis Müritz), Neuendorf A (Landkreis Ostvorpommern) oder Züsedom (Landkreis Uecker-Randow), dass der Bevölkerungsrückgang und die veränderte Altersstruktur im Ort durchaus spürbar sind und Handlungsbedarf besteht. Konkrete Projekte konnten jedoch nicht identifiziert werden.

Eine Besonderheit liegt in Mecklenburg-Vorpommern darin, dass vielfach die Gebäude leer stehen, die nach der Wende zu Spekulationszwecken von Außenstehenden erworben wurden, ohne jegliches Interesse an einer Nutzung gehabt zu haben. In den Gesprächen vor Ort äußerten die Bürgermeister, dass sie in einzelnen Fällen gern die Restauration von ortsbildprägenden Gebäuden durchführen würden, aber die Eigentumsverhältnisse dem entgegenstehen. Auch Abriss ist aus Denkmalschutzgründen nicht immer möglich.

Den formalen Anforderungen entsprechend (vgl. Kap. 4.1.2) weisen die Dorferneuerungspläne der untersuchten Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern einen sehr stark städtebaulichen Charakter auf, sodass diese Pläne zum Umgang mit dem Bevölkerungsrückgang, der veränderten Altersstruktur oder dem Leerstand keine Hilfestellung bieten. Entsprechende Ansätze und thematische Bezüge zur Innenentwicklung fehlen hier völlig.

Auch in Nordrhein-Westfalen benannten die Akteure vor Ort Probleme im Ortskern, die sich aus der Veränderung der Bevölkerungsstruktur und dem Bevölkerungsrückgang ergeben. Beispielsweise verwiesen die Befragten in Marsberg-Meerhof auf den drohenden Leerstand von Gebäuden sowie auf die unsichere Zukunft der Grundschule. Außerdem fehlt ihrer Meinung nach ein Jugendraum im Dorf und auch der Erhalt des Dorfladens im Ortskern mit Bäcker und Post sollte angestrebt werden.

Im Rahmen der hessischen Dorfstudie wurden die Gebäude- und Infrastrukturanalysen der Fallstudiendörfer untersucht. Neben den Daten zur Bevölkerungsentwicklung wird auch der aktuelle und der drohende Leerstand im Ortskern erfasst. In einigen Fällen beinhalten die Analysen eine genaue Kartierung der Gebäude nach Alter und Anzahl der Bewohner. Damit liefern sie eine fundierte Datengrundlage für die zukünftigen Entwicklungserfordernisse und bilden so die Ausgangslage für die Handlungsfelder und Leitbilder der Entwicklung in den Dorfentwicklungskonzepten. Allerdings wurden die zeitlichen und personellen Anforderungen bei der Erstellung als sehr hoch eingestuft. Außerdem war die Qualität der Analysen trotz konkreter Vorgaben sehr unterschiedlich.

Das Thema des demographischen Wandels und seiner Konsequenzen für die Ortskernentwicklung fand auch in den Dorferneuerungsplanungen von Niedersachsen Einzug. Es mangelt bisher aber auch hier an Ansätzen für die Umsetzung von konkreten Projekten, wie z. B. der Umgang mit dem zukünftigen Leerstand im Dorf.

Möglichkeit der Sensibilisierung der Bürger vor Ort durch Beteiligungsprozesse Besonders in Niedersachsen und Hessen bewirken die Beteiligungsprozesse der Dorferneuerung und -entwicklung in den Dörfern eine Auseinandersetzung mit der baulichen Gestaltung von Wohnhäusern und sonstigen öffentlichen und privaten Gebäuden sowie der Gestaltung von Freiräumen und -flächen im Ortskern. Zur Wahrnehmung der baulichen Situation wurden in allen Dörfern der niedersächsischen Dorfstudie im Rahmen der Konzepterstellung Ortsbegehungen mit interessierten Bürgern vorgenommen. Ein Dorf führte Exkursionen in andere Dörfer durch, um die dortigen Gestaltungsarbeiten kennenzulernen. Die hessische Dorfstudie legt dar, dass die Erstellung der Gebäude- und Infrastrukturanalysen, die im Rahmen der Konzepterstellung zu liefern sind, unweigerlich zu einer Auseinandersetzung mit der örtlichen Bevölkerungsentwicklung führt.

In Nordrhein-Westfalen wurden in der Dorfstudie die Unterschiede in der Ausgestaltung der Dorferneuerungsprozesse und der aktiven Mitarbeit in den einzelnen Falldörfern offensichtlich. Entscheidend sind bei der Umsetzung von Projekten vor Ort die Kommunikation und der persönliche Kontakt zwischen den einzelnen beteiligten Stellen. Einzelne Akteure, wie Bürgermeister und Vereinsvorsitzende, nehmen eine tragende Rolle in den Umsetzungsprozessen ein. Je nach Interessen der Akteure vor Ort finden sich entsprechende Projekte in den Dörfern. So konnten sich beispielsweise in der Gemeinde Dahlem (Landkreis Euskirchen) sowie in der Gemeinde Hamminkeln-Dingden (Landkreis Wesel) Projekte zum Dorfumbau oder zur Erstellung eines Leitfadens für die Dorfgestaltung (Architekturwerkstatt Dingden) etablieren, die sich positiv auf den Ortskern auswirken können.

In Mecklenburg-Vorpommern verfügen bereits nahezu alle ländlichen Gemeinden über einen rechtskräftigen Dorferneuerungsplan. Neue Dorferneuerungspläne werden aus diesem Grund kaum erstellt, dementsprechend mangelt es auch an der Möglichkeit der Bürgerbeteiligung. Eine Möglichkeit der Integration von neuen Dimensionen der Dorfentwicklung, wie beispielsweise der Umgang mit Leerstand oder der Sensibilisierung der lokalen Akteure zum Umgang mit dem Bevölkerungsrückgang, stellt die Durchführung von Dorferneuerungsmaßnahmen im Zuge von Flurneuordnungsverfahren (ELER-Code 125) dar. Hier werden für öffentliche Dorferneuerungsmaßnahmen rechtsverbindliche Maßnahmenpläne zeitnah und unter Bürgerbeteiligung erstellt.

Tatsächlich vorgefundene Verbindungen/Kontakte zu regionalen Entwicklungsprozessen (z. B. LEADER) Die Dorfstudien haben in allen Ländern gezeigt, dass eine Verbindung zwischen der Dorferneuerung und -entwicklung und LEADER bzw. ILE nur vereinzelt besteht. Für Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern kommt die Halbzeitbewertung zu dem Ergebnis, dass es eine Verzahnung der verschiedenen integrierten Ansätze (funktional/territorial), das heißt der Dorferneuerungsplanung und den regionalen Prozessen, nicht gibt. Auch in Nordrhein-Westfalen ist die Verzahnung der verschiedenen integrierten Ansätze sehr unterschiedlich ausgeprägt. In Hamminkeln-Dingden (Landkreis Wesel) beispielsweise besteht eine enge Verbindung zu LEADER. Denn hier wurde die Architekturwerkstatt als LEADER-Projekt durchgeführt. Hingegen kannten in anderen Fallstudiendörfern, die in einer LEADER-Region liegen, die Vertreter vor Ort nicht einmal ihre „Lokale Aktionsgruppe“. Es bestand kein Kontakt zu den Verantwortlichen, und er wird auch nicht aktiv gesucht. Im Hinblick auf die ländliche Entwicklung bleiben damit die Chancen der aktiven Auseinandersetzung zwischen lokaler und regionaler Ebene ungenutzt.

Auch in Hessen bekundeten die befragten Akteure der Dorferneuerung, dass sie keinen Kontakt zu den lokalen Aktionsgruppen (Regionalforen) ihrer Region haben und es zeigt sich ein geringer Kenntnisstand über die Entwicklungsarbeit der Regionalforen. In keinem der Dörfer wurde in der Ausgestaltung des Dorfentwicklungskonzeptes und der Projektentwicklung auf die integrierten Entwicklungsprozesse konkret Bezug genommen; sie wurden allenfalls erwähnt.

Es kann festgehalten werden, dass eine Sensibilisierung für die Probleme und eine Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Innenentwicklung in den Dörfern der Einzelfallstudien über die Beteiligungsprozesse der Dorferneuerung und -entwicklung durchaus gelungen ist. Voraussetzung ist dafür unter anderem eine transparente und offene Kommunikation und Kooperation zwischen den beteiligten kommunalen und örtlichen Vertretern. Die Möglichkeiten für die ländliche Entwicklung auf lokaler wie auch regionaler Ebene, wie sie aus der Verknüpfung und Verzahnung der beiden Förderbereiche Dorferneuerung und -entwicklung und regionale Entwicklungsprozesse (LEADER, ILE, ILEK usw.) entstehen könnten, werden bislang in den untersuchten Ländern kaum genutzt.

4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse

Die Erkenntnisse aus den einzelnen Untersuchungsschritten fasst Tab. 2 länderspezifisch und analog der handlungsorientierten Checkliste (vgl. Tab. 1) zusammen. Dargestellt sind die Ergebnisse für Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Tabelle 2 ist zu entnehmen, dass in den dargestellten Bundesländern Handlungsansätze vorhanden sind, die das Potenzial der Dorferneuerung und entwicklung zur Innenentwicklung von Dörfern belegen. Inwieweit daraus tatsächliche Zustandsveränderungen erfolgen, soll zukünftig auch im Rahmen der Fortführung der vertiefenden Dorfstudien in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Jahr 2014 untersucht werden. 11

Tab. 2

Länderspezifische Darstellung der Ergebnisse zu den untersuchten Merkmalen (Betrachtungszeitraum 2007 bis 2009)

MerkmalHessenMecklenburg-VorpommernNiedersachsenNordrhein-Westfalen
Vorhandensein von Anknüpfungspunkten zur Innenentwicklung auf EU- und BundesebeneJaJaJaJa
Innenentwicklung als formuliertes Ziel auf LandesebeneJaNeinJaJa seit 2010 Instrument des Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK)
Fördergegenstände mit Bezug zur InnenentwicklungJaJaJaJa
Möglichkeit der Ausweisung von Neubaugebieten in Gemeinden, in denen Dorferneuerungsprojekte gefördert werdenNeinJaJaJa
Schwerpunktmäßig umgesetzte FördergegenständeInvestive Maßnahmen: gestalterische Arbeiten an Gebäuden sowie Verkehrsraumgestaltung
Projekte mit Bezug zu Gebäudeleerstand, Ab-riss, Umnutzung u. A.Geringe Anzahl von Umnutzungsprojekten keine Projekte zum Rückbau
Abriss erst seit 2010 förderfähigAbriss seit 2007 förderfähigAbriss erst seit 2010 förderfähigAbriss erst seit 2010 förderfähig
Dorferneuerungsplan/-konzept als FördervoraussetzungJaJaJaNein
Räumliche Abgrenzung der Dorf erneuerungspläne/-konzepteOrtsmitteGemeindegebietIn der Regel OrtskernOhne Vorgaben
Thematischer Bezug zur InnenentwicklungJaNeinJaJa
Erarbeitung einer Gebäude- und Infrastrukturanalyse vorgeschriebenStark städtebaulicher CharakterVorgaben auf Ebene der Be- willigungsstellen (auch zum demographischen Wandel)Vorgaben auf Ebene der Bewilligungsstellen (auch zum demographischen Wandel)
Möglichkeit der Sensibilisierung der Bürger vor Ort durch BeteiligungsprozesseJaJaJaJa
Art und Weise der Beteiligung definiertallerdings kaum noch Erstellung von neuen PlänenArt und Weise der Beteiligung definiertVorgaben zur Art der Beteiligung auf Ebene der Bewilligungsstellen
Bewusstsein, Handlungsansätze und Ideen der lokalen Akteure zur Innenentwicklung vor dem Hintergrund des demographischen WandelsJaJaJaJa
Tatsächlich vorgefundene Verbindungen/Kontakte zu regionalen Entwicklungsprozessen (z. B. LEADER)VereinzeltVereinzeltVereinzeltVereinzelt

5 Schlussfolgerungen

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels hat das Thema Innenentwicklung von Dörfern an Aktualität und Brisanz gewonnen. Anhand unterschiedlicher Untersuchungsaspekte arbeitet der vorliegende Beitrag heraus, welches Potenzial die Dorferneuerungsförderung zur Innenentwicklung hat. Im Fokus steht dabei die Förderung im Rahmen des ELER und der GAK in den Bundesländern Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in der Dorferneuerungsförderung gute Ansätze zur Innenentwicklung von Dörfern vorhanden sind. Die Dorferneuerung und -entwicklung setzt wichtige Impulse und bietet durchaus Potenzial zur Innentwicklung. In Schleswig-Holstein gestaltet sich die Situation schwieriger. Durch die komplette Eingliederung der Dorferneuerungsförderung in den LEADER-Ansatz ist die Ortskernentwicklung aus dem Blickfeld geraten. Die Möglichkeit der Einzelprojektförderung könnte hier Abhilfe schaffen.

Der Schwerpunkt der Förderung lag im Zeitraum 2007 bis 2009 bei Projekten, die zu einer Verbesserung des Zustands von Wohngebäuden führten, zur Ortskerngestaltung beitrugen und damit die bauliche Entwicklung des Dorfes unterstützten. So wird dem beschriebenen „Donut-Effekt“ (Schröteler-von Brandt 2009: 10) entgegengewirkt. Denn auch ohne vorgeschriebene Regelung konzentrieren sich die umgesetzten Projekte auf den Ortskern. Voß/Güldenberg/Jürgens et al. (2011: 213) empfehlen, die bisher noch überwiegend auf Gestaltungsmaßnahmen ausgelegte Dorferneuerungsplanung stärker auf die Beseitigung struktureller Probleme wie Leerstände auszurichten. Allerdings müsste auch die Unterstützung der sozialen und funktionalen Entwicklung intensiviert werden. Um beispielsweise die Funktion der Ortskerne für die Nahversorgung zu erhalten, reicht die Dorferneuerung und -entwicklung mit ihrem Förderspektrum nicht aus. Hier gilt es, sie mit anderen politischen Instrumenten zu ergänzen.

Die Dorferneuerungsförderung ist hauptsächlich auf Maßnahmen des Gegensteuerns gerichtet, wobei sich hinter den Gestaltungsmaßnahmen durchaus auch Maßnahmen zur Anpassung an den demographischen Wandel verbergen, wie beispielsweise alten- und pflegegerechte Wohnformen. Nur vereinzelt befassten sich Projekte mit der Umnutzung vorhandener Bausubstanz. Dabei wirkt sich bei der Umnutzung der starke landwirtschaftliche Bezug, der durch die GAK vorgeschrieben ist, hinderlich auf die Inanspruchnahme aus.

Eine besondere Bedeutung haben die Dorferneuerungspläne und -konzepte. Im Zuge ihrer Erstellung kann im Rahmen der Bürgerbeteiligung eine Sensibilisierung der Bevölkerung und Akteure vor Ort dafür erfolgen, welche Schritte für eine den spezifischen Anforderungen entsprechende Innenentwicklung umgesetzt werden sollten. Die Beteiligung der Bevölkerung an den Dorferneuerungsprozessen kann damit eine Plattform für die Auseinandersetzung mit den individuellen Interessen vor Ort und die Entwicklung zukunftsfähiger Strategien darstellen, wie sie für eine nachhaltige Innenentwicklung von Bedeutung ist. Mit Ausnahme der hessischen Dorferneuerungskonzepte konnte allerdings festgestellt werden, dass die Thematik des Bevölkerungsrückganges und der Veränderung der Altersstruktur mit ihren Folgen für die Dörfer und ihre Ortskerne bisher noch wenig thematisiert wird. Beispielsweise sollten gute Ansätze und Ideen einzelner Dörfer, wie die Architekturwerkstatt in Hamminkeln-Dingden (Nordrhein-Westfalen) einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.

Dabei stellt sich grundsätzlich die Frage, welche Aspekte der Innenentwicklung ausschließlich auf dörflicher Ebene behandelt werden können und welche auf übergeordneter Ebene diskutiert werden müssen. Punkte, die der Diskussion auf überörtlicher Ebene bedürfen, sind Ansätze zur abgestimmten Flächennutzungsplanung zwischen Gemeinden, Einrichtungen zur Daseinsvorsorge, Leerstands- und Baulückenkataster sowie Ortsentwicklungs- und Gebäudeumnutzungskonzepte.

Auf übergeordneter Ebene sind weiterhin Steuerungsmöglichkeiten zu bedenken, z. B. Auflagen für die Aufnahme von Dörfern in das Dorferneuerungsprogramm anhand von Entwicklungsaspekten, wie dies in Hessen bereits Förderpraxis ist (Ausschluss von Förderung bei Neuausweisung von Wohngebieten, Erfassung von Leerständen und Infrastruktur). Auch Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen passen ihre Maßnahmenausgestaltung zunehmend den demographisch bedingten Herausforderungen für die Innenentwicklung an. So hat Nordrhein-Westfalen im Jahr 2010 das Instrumentarium des Dorfinnenentwicklungskonzeptes etabliert. Auch Niedersachsen lenkt im Rahmen der Neuausrichtung der Förderung zum Jahr 2012 den Fokus auf die Siedlungsentwicklung im Dorfinnenbereich.

Zur Unterstützung der Diskussion und Bewusstseinsbildung auf verschiedenen Ebenen zwischen Dorf, Gemeinde, Landkreis und Länderverwaltung eignet sich die Intensivierung der Verbindung zu regionalen Prozessen (z. B. LEADER, ILEK) ebenso wie die Ausrichtung der Dorferneuerung und -entwicklung hin zu einem kommunalen Ansatz, wie sie von Mecklenburg-Vorpommern bereits in der Vergangenheit und von Hessen und Niedersachsen zukünftig in Angriff genommen wird. Hessen will zukünftig mit dem Instrument des integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) den Blick stärker auf die gesamte kommunale Ebene richten. Dabei stellt die Förderung der Innenentwicklung einen zentralen Bestandteil dar (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung 2012).

Das Thema Innenentwicklung wird auch weiterhin in der Evaluierung der Dorferneuerung und -entwicklung ein zentraler Ansatzpunkt sein. Daher wird auch in der weiteren Evaluierungstätigkeit bis zur Ex-post-Bewertung ein Augenmerk hierauf gerichtet. Spannend bleibt zu beobachten, wie sich im Zuge der zunehmenden Regionalisierung bzw. Kommunalisierung der Förderung die Verbindung zur lokalen Ebene gestaltet und wer sich für die Ortskerne und ihre Entwicklung verantwortlich zeichnet. Die Förderung der Dorferneuerung und -entwicklung kann nicht allein Lösungen bringen, sondern sie muss vielmehr als flankierende Maßnahme zu den gesamten städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen im Ort gesehen werden.

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  • Peter, H.; Schnaut, G. (2010): ILE und LEADER (ELER-Codes 313, 321, 322 sowie 41, 421 und 431). In: Johann Heinrich von Thünen-Institut; entera – Ingenieurgesellschaft für Planung und Informationstechnologie: Halbzeitbewertung des NRW-Programms Ländlicher Raum 2007–2013. Braunschweig.

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Footnotes

1

LEADER ist ein Förderprogramm der EU zur Entwicklung ländlicher Räume (Liaison entre actions de développement de l’économie rurale).

2

Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates vom 20. September 2005 über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

3

Die Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern. Niedersachsen (einschließlich Bremen), Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg haben die laufende Bewertung ihrer ländlichen Entwicklungsprogramme einschließlich Halbzeit- und Ex-post-Bewertung gemeinsam ausgeschrieben und ein Evaluationsteam ausgewählt. Den Auftrag hat das Thünen-Institut (TI), Braunschweig, dem auch die Autorinnen angehören, gemeinsam mit dem Planungsbüro entera, Hannover, erhalten.

5

Artikel-89-Maßnahmen sind Maßnahmen der ländlichen Entwicklungsprogramme, die gemäß Artikel 89 der ELER-Verordnung eine rein national finanzierte Ergänzung zur programmierten EU-kofinanzierten Maßnahme darstellen.

6

Da allerdings die tatsächliche Umsetzung derartiger Vorhaben in den Jahren 2007 bis 2009 scheiterte, beantragte Niedersachsen im Rahmen des 4. Änderungsantrages im Jahr 2010 die Aufhebung der Einschränkung, dass eine derartige Förderung nur unter Vorlage eines Dorferneuerungsplanes oder eines Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) möglich ist. Damit besteht nunmehr die Möglichkeit, wichtige Einzelvorhaben auch in Orten, die nicht im Dorferneuerungsprogramm aufgenommen sind, durchzuführen.

7

Als ländlicher Raum wird die gesamte Landesfläche angesehen. Ausgenommen sind die Oberzentren Flensburg, Kiel, Lübeck und Neumünster in ihren verwaltungsmäßigen Grenzen. Darüber hinaus sind vom ländlichen Raum Orte mit mehr als 30.000 Einwohnern ausgenommen. Im Bereich des GAK-Fördergrundsatzes ILE ist zusätzlich eine Einwohnerhöchstgrenze von 10.000 Einwohnern vorgeschrieben (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein 2010: 5).

8

In Hessen gibt es neben 20 ausgewählten LEADER-Regionen fünf hessische ELER-Fördergebiete (HELER).

9

Niedersachsen bietet die Förderung der Umnutzung im Rahmen der ELER-Maßnahme Code 311 (Diversifizierung) und Mecklenburg-Vorpommern im ELER-Code 313 (Förderung der touristischen Infrastruktur) an.

10

Gemäß Nationaler Rahmenregelung ist die Umnutzung auf land- und forstwirtschaftliche Bausubstanz begrenzt und es sind ausschließlich land- und forstwirtschaftliche Betriebe als Zuwendungsempfänger zugelassen.

11

Schleswig-Holstein fehlt in der Darstellung, da sich dort der Förderansatz in seinen Grundzügen stark von den anderen Untersuchungsländern unterscheidet.

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