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Integration auf Zeit für ein Leben in Transition: Gesellschaftlicher und politischer Umgang mit den Herausforderungen einer segmentierten städtischen Migrationsgesellschaft in Muscat (Oman)

Zusammenfassung

Der Beitrag beleuchtet das Themenfeld „Internationale Migration und Integration“ aus einer nicht alltäglichen Perspektive, um den Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen zu erweitern: Betrachtet wird das heterogene Zusammensein in der städtischen Gesellschaft von Muscat, der Hauptstadt des Sultanats Oman, die sich seit dem Modernisierungsprozess nach 1970 zu einer segmentierten Migrationsgesellschaft entwickelte. Das Besondere an dieser jungen dynamischen Zuwanderungsgesellschaft ist, dass eine (dauerhafte) Integration weder von omanischer Seite noch von Seiten der ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorgesehen ist. Daher wird „Integration auf Zeit“ als eine alternative Form des gesellschaftlichen Miteinanders aus den verschiedenen Blickwinkeln der Beteiligten diskutiert. Zunächst werden einige konzeptionelle Überlegungen zur Analyse von Integration angestellt, um anschließend die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zu thematisieren, welche die Arbeitssituation der Ausländer in Oman reglementieren: das Sponsorship-System und die Omanisierungspolitik. Darauf aufbauend werden die Integrationsmöglichkeiten und -erwartungen der Migranten anhand der räumlichen Praxis am Beispiel der beiden zentralen Aspekte Wohnstandortwahl und Mobilitätsmöglichkeiten diskutiert. Die sozioökonomische Position sowie die Anerkennung aufgrund des Berufs- und Bildungsstatus zeigen sich dabei als die wesentlichen Kriterien.

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