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  • "compliance management" x
  • Corporate Social Responsibility (CSR), Compliance Management, Business Ethics x
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Zeitschrift für Marktwirtschaft und Ethik

Abstract

Based on actual advancements of historical research on Smith and Luther, the thesis of protestantism concerning the roots of competitive capitalism is being confirmed, but modified by aspects of paradigmatic revolution to individualistic anthropology. The present paper analyses the Lutheran theology of justification as a special kind of contingency doctrine and shows historical developments from Luther to Thomasius, Smith and Kant. As to the history of paradigma effects of individualism, European origins of competition ethics of responsibility can be shown, which do not refer to market performance or imperformance, but to accountability in sense of risk identification and risk control. Unfair competitive actions, therefore, are to be legally interdicted as unethical competition behaviour when market risks are transferred to market partners or to third persons without good reasons of risk control. Some further conclusions can be made to ethical rules of banking and companies’ law as well as to the general law of commerce.

Abstract

Erhards Konzeption einer sozialen Marktwirtschaft durch marktwirtschaftlichen Wettbewerb ist auch heute noch wegweisend. Doch wurde die Idee des Sozialen im Programm der Sozialen Marktwirtschaft mit der Zeit verfälscht. Zudem beruht Erhards Konzept auf einer wettbewerbstheoretischen Grundlage – dem neoklassischen Modell der vollständigen Konkurrenz –, die seinen wohlstandsfördernden Intentionen zuwiderläuft. Erhards Position stimmte mit derjenigen der Freiburger Schule (Walter Eucken, Franz Böhm) nur teilweise überein, unterscheidet sich aber ebenso in wesentlichen Punkten vom Denken der Österreichischen Schule der National-ökonomie (Ludwig von Mises, Friedrich August Hayek) und deren dynamisch-evolutionärem Verständnis von Wettbewerb. Gerade für eine im Sinne Erhards wettbewerbsorientierte Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft erscheint das Österreichische Verständnis von Wettbewerb als das realitätsnähere und adäquatere.

Abstract

Ein Leitfaden wird als Modell vorgestellt, mit dessen Hilfe Führungsethik von Führungstheorie unterschieden und eine an den Wertegrundlagen Sozialer Marktwirtschaft orientierte Führungsethik identifiziert werden kann. Theoretische Konzepte lassen sich mit dieser Makro-Mikro-Perspektive daraufhin überprüfen, ob sie einen Verantwortungsdualismus von Effizienz- und Humanziel in der Führungskultur schlüssig bestimmen. Mithilfe von vorgeschlagenen Prinzipien und Perspektiven kann so in vier Schritten eine Führungsethik in der normativen Linie Sozialer Marktwirtschaft von davon abweichenden Modellen unterschieden werden.

Zusammenfassung

Der Beitrag analysiert zunächst die Bedeutung des Ordo-Gedankens nach dem deutschen Nationalökonom Walter Eucken, dem Begründer des Ordoliberalismus der Freiburger Schule. Danach werden, im Anschluss an die Denkschrift des Freiburger Bonhoeffer-Kreises, die Rolle und die normative Dimension des christlichen Glaubens für das Denken Euckens sowie für seine ordnungsökonomischen und ordnungspolitischen Auffassungen untersucht. Dabei wird auch auf die Konvergenz zwischen Euckens Ordoliberalismus und der christlichen Sozialethik eingegangen.