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  • Keyword: Regionalentwicklung x
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Gebietsschutz in Europa – Herausforderungen für wissenschaftliche Kooperation. Erfahrungen der Forschergruppe NeReGro

Zusammenfassung

Der Beitrag thematisiert die Entwicklung und Erfahrungen einer internationalen Forschergruppe, die sich schwerpunktmäßig mit Fragestellungen des Gebietsschutzes in Europa befasst. Unter dem Akronym „NeReGro" (für „Neue Regionalentwicklung in Großschutzgebieten") pflegen vier geographische Arbeitsgruppen an Hochschulen in der Schweiz, Österreich und Deutschland erfolgreich eine lose, informelle Form der Kooperation, die inzwischen annähernd 20 Jahre umspannt. Zentraler Gegenstand ihrer Zusammenarbeit sind die unübersehbaren Veränderungen, die der Gebietsschutz in Europa seit geraumer Zeit erfährt. Diese Entwicklung spiegelt sich besonders anschaulich in den sogenannten Großschutzgebieten wider, von denen viele neben den klassischen Aufgaben des Naturschutzes heute zahlreiche weitere Funktionen wahrnehmen. Ein nicht geringer Teil der raumwissenschaftlichen Forschung zu Großschutzgebieten erweckt den Eindruck relativ isolierter Arbeiten, die wenig Bezug zueinander haben bzw. von geringer gegenseitiger Kenntnis(nahme) zeugen. Die Entwicklung von NeReGro lässt anschaulich die Vorteile erkennen, die sich aus einer systematischen Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung der Gebietsschutzforschung insgesamt gewinnen lassen. Diese betreffen die Entwicklung eines international vergleichenden Forschungsansatzes, die Berücksichtigung der gesellschaftlichen Implikationen des Gebietsschutzes sowie die Ergänzung der lokal-regionalen um eine globale Forschungsperspektive. Neben dem Mehrwert von Kooperation, wie er sich in der Arbeit von NeReGro zeigt, sind auch die Grenzen der Zusammenarbeit zu erkennen, wie sie für die Gebietsschutzforschung in Europa generell kennzeichend sind. Hieraus erwächst der Bedarf an der konsequenten Weiterentwicklung geeigneter Formen der Forschungskooperation auf europäischer Ebene, um den wachsenden Herausforderungen, die Planung und Management des Gebietsschutzes mit sich bringen, zukünftig angemessen begegnen zu können.

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Die Hochschullandschaft im demographischen Wandel – Entwicklungstrends und Handlungsalternativen

Zusammenfassung

Welche Auswirkungen hat der zu erwartende demographische Wandel auf die Hochschulen? Unsere Untersuchung zeigt, dass die Hochschulen wahrscheinlich nicht nur nach Standort, sondern auch nach Größe und Status sehr unterschiedlich vom demographischen Wandel betroffen sein werden. Ein Rückgang der Studierendenzahlen könnte insbesondere die Existenz von kleinen Fachhochschulstandorten in Regionen mit deutlichem Bevölkerungsrückgang in Frage stellen. Allerdings ist die Koppelung zwischen der Anzahl der Studierenden und der Bevölkerungsentwicklung in der jeweiligen Region aufgrund der räumlichen Mobilität der Studierenden nicht sehr eng. Damit kommt dem Wettbewerb zwischen den Hochschulen eine wesentliche Bedeutung zu.

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Förderung von Regionalen Netzwerken: Messbare Effekte für die Regionalentwicklung?

Zusammenfassung

Der vor über zwei Jahrzehnten eingeleitete Paradigmenwechsel der Förderpolitik für ländliche Regionen hin zu einer kooperativen, akteursorientierten Regionalentwicklung wird heute kaum noch angezweifelt. Gleichwohl gibt es nur wenige Erkenntnisse über die Wirksamkeit dieser Förderansätze für die Regionalentwicklung. In diesem Beitrag wird das Ergebnis einer bundesweiten regionalstatistischen Auswertung zum Zusammenhang des Einsatzes von Programmen der kooperativen Regionalentwicklung auf der einen und gängigen regionalen Entwicklungsindikatoren auf der anderen Seite vorgelegt. Die Besonderheit gegenüber anderen Analysen liegt dabei in der gleichzeitigen Betrachtung einer Reihe von Förderprogrammen auch unterschiedlicher Ressorts über einen längeren Zeitraum hinweg. Das Ergebnis zeigt, dass nachhaltige Wirkungen für die Regionalentwicklung praktisch nicht messbar sind. Dieser bedenkenswerte Befund sollte Anstöße für die Weiterentwicklung dieser Förderinstrumente ländlicher Entwicklung geben.

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Clusterförderung mit der „Gemeinschaftsaufgabe“
Eine Evaluierung von Konzept und Implementierung in Ostdeutschland

Zusammenfassung

Nahezu weltweit werden auf mehreren administrativen Ebenen Cluster- und Netzwerkorganisationen zur Stärkung wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit von Regionen gefördert. Im Rahmen des Programms „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gab es im Jahr 2012 allein in Ostdeutschland 52 Organisationen. Angesichts dieser Vielzahl und des Tatbestandes, dass viele bereits ein zweites, maximal mögliches Mal gefördert werden, werden Förderprogramm und Implementierung – vor dem Hintergrund einer wissenschaftlichen Kritik an Clusterkonzept, -förderung und fehlender öffentlich zugänglicher Evaluierungen – in dieser Studie evaluiert. Erkenntnisse sind die mangelnde thematische und geographische Koordination, fehlende Evaluierung der Förderung und mangelnde Dienstleistungsorientierung beim Organisationsmanagement.

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Die Landschaft der Regionalentwicklung: Wie flexibel ist der Landschaftsbegriff?

Kurzfassung

Die Kulturlandschaftsdiskussion der letzten Jahre ist u.a. eine Diskussion über eine Bedeutungsverschiebung des Landschaftsbegriffes weg vom überkommenen Idealbild idyllischer Kulturlandschaften hin zu zeitgemäßen und pragmatischeren Definitionen. Der Beitrag stellt dem sogenannten „engen“ einem „erweiterten“ Landschaftsbegriff gegenüber und untersucht, auf welche Weise sich die Begriffe in Regionalparkkonzepten wiederfinden. Als Ergebnis werden Möglichkeiten und Grenzen einer „Erweiterung“ des Landschaftsbegriffes dargestellt.

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Welche Nationalparke braucht Deutschland?

Zusammenfassung

Nationalparke stellen die weltweit älteste und bekannteste Flächenschutzkategorie dar. Sie haben eine bipolare Aufgabenstellung. Im Vordergrund steht der für die Fachplanung Naturschutz relativ junge Prozessschutz. Für das eine lange Kulturlandschaftsgeschichte und vergleichsweise hohe Besiedlungsdichte aufweisende Mitteleuropa ist er wegen der Landnutzungskonkurrenzen und raumfunktionalen Konflikte schwierig umzusetzen. Daneben dienen Nationalparke dem Naturtourismus. Wie sonst soll die „Wildnis“-Idee den Menschen nahegebracht werden? Nationalparke stellen für periphere, strukturschwache ländliche Räume potenzielle Motoren einer endogenen Regionalentwicklung dar. Diese basiert vor allem auf dem wirtschaftlich komplex vernetzten Naherholungs- und Fremdenverkehr – in Zukunft mehr noch als heute. Denn der demographische Wandel wird dort zu erheblichen Bevölkerungsverlusten führen. Chancen eröffnen sich gerade in dünn besiedelten Regionen. Dort sollten Raumplanungsinstitutionen proaktiv mit dieser Thematik umgehen und somit helfen, langfristig regionale Identitäten neu zu schaffen. Um die derzeit bestehenden Lücken bei Moorlandschaften, Fließgewässern und Auen, Buchen- und Mischwaldgesellschaften sowie auf offener See hin zu einer repräsentativen Abdeckung der mitteleuropäischen Naturräume zu schließen, wird die Zahl von maximal 20 Nationalparke in Deutschland als Richtwert erachtet. Insbesondere größere zusammenhängende Waldgebiete und ehemalige Truppenübungsplätze stellen Potenzialräume für künftige Nationalparke dar. Sowohl aus naturschutzfachlicher Sicht als auch aus Perspektive des Besuchermanagements sollten bestehende und künftige Nationalparke unbedingt größer als 10.000 ha sein.

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Ökonomische Effekte erneuerbarer Energien auf regionaler Ebene

Zusammenfassung

Für die Akzeptanz von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien in der Bevölkerung und damit als Entscheidungsdimension der Kommunalpolitik sind neben den ökologischen Effekten einer CO2-Reduktion vor allem die ökonomischen Vorteile von Relevanz. Hierbei rücken die potenziellen regionalen Wertschöpfungseffekte in den Blickpunkt des Interesses. Je größer der Wertschöpfungseffekt einer erneuerbaren Energie ist, umso nachhaltiger ist ihr Beitrag zur Regionalentwicklung, wodurch sich insbesondere auch in strukturschwachen ländlichen Räumen völlig neue Perspektiven ergeben. Ziel dieses Aufsatzes ist die Quantifizierung dieser Wertschöpfungseffekte durch die Stromerzeugung aus Wind, Wasser, Sonne und Biogas für vier Modellregionen in Deutschland: Trier, Hannover, Friesland und Nordschwarzwald. Hierfür wird ein Verfahren entwickelt, das nicht nur Rückschlüsse auf die direkten Wertschöpfungseffekte zulässt, sondern auch indirekte und einkommensinduzierte Reaktionen einschließt. Dabei werden auch die regionalen Besonderheiten berücksichtigt, die vor allem in unterschiedlichen Energieerträgen und Anlagengrößen, aber auch in der differierenden Bedeutung der Importe liegen. Der Untersuchungsfokus liegt dabei auf der Betriebsphase der Energieanlagen. Es wird deutlich, dass die Effekte zwischen den einzelnen Energiearten, aber auch zwischen den einzelnen Regionen stark differieren.

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Die „Wissensregion“ als Chance der Neukonzeption eines zukunftsfähigen Leitbilds der Regionalentwicklung

Kurzfassung

Eine wachsende Zahl von Regionen nutzt derzeit im deutschsprachigen Raum das Label der „Wissensregion“, um eigene Stärken und Ziele begrifflich zu fassen. Doch scheinen, abgesehen vom Marketingwert der Bezeichnung, noch kaum konkrete Vorstellungen zu herrschen, welche besonderen Inhalte damit sinnvollerweise zu verbinden sind. Dieser Beitrag fordert dazu auf, die „Wissensregion“ ausdrücklich als Chance der erneuten Reflexion über Ziele und Ansätze der Regionalentwicklung zu begreifen. Bislang unzureichend integrierte Aufgabenfelder sollten hier explizit Berücksichtigung finden. Es wird das heuristische Konzept des „Hexagon-Modells der Wissensregion“ vorgeschlagen, das jene revidierten Zielsetzungen der Regionalentwicklung in eine praxistaugliche Struktur zu fassen versucht.

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One fits all?
Resilience as a Multipurpose Concept in Regional and Environmental Development

Abstract

Resilience ranks high on the environmentally oriented research agenda on sustainable urban and regional development. The annual “Global Forum on Urban Resilience and Adaptation” has become a meeting point for academia and practice. The United Nations 2030 Agenda for Sustainable Development uses the term in two of their 17 Sustainable Development Goals, i.e., in Goal No. 9 on infrastructure as a basis for economic development and No. 11 on cities and human settlements. Moreover, resilience has become a prominent topic in the New Urban Agenda. Against this background, the article provides an overview of recent discussion on resilience. It scrutinizes how the concept has been used by different researchers from diverse disciplines with special reference to urban, regional and environmental studies. A systematic literature review on resilience was carried out in order to shed light on recent developments of thought and practice. All in all, 650 articles were reviewed. Following an introduction into the topic and description of the applied methodological approach, different facets of the debate on resilience are presented, and conclusions are drawn. It can be seen that the discussion of resilience needs more specificity, transdisciplinary approaches, and regional contextualization, especially in urban and regional development studies in the countries of the global south.

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Regional Governance-Stile in Europa. Eine vergleichende Analyse von Steuerungsstilen ausgewählter LEADER-Netzwerke in Extremadura (Spanien), Warmińsko-Mazurskie (Polen) und Western Isles (Schottland)

Zusammenfassung

In dem vorliegenden Beitrag wird der Versuch unternommen, unterschiedliche Regional Governance-Stile auf europäischer Maßstabsebene herauszuarbeiten. Dies soll es ermöglichen, von der nahezu unendlichen Zahl verschiedener kontextueller Interpretationen von Governance zu abstrahieren und damit eine weiterführende Perspektive für Analyse und Vergleich von Regional Governance-Phänomenen zu entwickeln. Diesem Vorhaben liegen Ergebnisse einer vergleichenden Fallstudienuntersuchung zugrunde, die im Rahmen eines von der DFG geförderten Forschungsprojektes in den Jahren 2008 bis 2011 in ausgewählten peripheren ländlichen Räumen der EU durchgeführt wurde. Es handelt sich dabei um die Regionen Extremadura (Spanien), Warminsko-Mazurskie (Polen) und Western Isles (Schottland). Konkreter Gegenstand der Untersuchung waren dabei in allen drei Regionen die Entstehung, Handlungsorientierungen, Akteurskonstellationen und Legitimationsgrundlagen ausgewählter LE ADER-Akteursnetzwerke.

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