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  • Keyword: Neighbourhood effects x
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Nina Schuster and Anne Volkmann

Zusammenfassung

Um Lebenschancen räumlich differenziert zu erfassen, stellt unser Beitrag in Anknüpfung an die Quartierseffekteforschung und den „capability approach“ einen Ansatz vor, der Lebenschancen als räumlich strukturierte Möglichkeiten und Wahlfreiheiten bei der Erfüllung von Bedürfnissen konzipiert. Individuelle Ressourcen entscheiden darüber, welche Möglichkeitsräume der Bedürfnisbefriedigung erschlossen werden können. Dies ist abhängig von der Lebenslage und verändert sich im Lebensverlauf, womit sich auch die Rolle des Quartiers für die Lebenschancen ändert. Anstatt von „benachteiligenden Quartieren“ zu sprechen, fokussieren wir auf benachteiligende Lebenslagen im Quartier.

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Nils Hans, Heike Hanhörster, Jan Polívka and Sabine Beißwenger

Zusammenfassung

Die neue Migrationsvielfalt und zunehmende Diversifizierung unserer Gesellschaft verändert urbane Räume. In den von Migration besonders geprägten Ankunftsräumen konzentrieren sich auch in erhöhtem Ausmaß von Armut betroffene Haushalte mit und ohne Migrationshintergrund. Dieser Quartierstypus, häufig als „Migrantenviertel" oder „ethnische Kolonie" bezeichnet, steht schon seit langer Zeit im Fokus geographischer und soziologischer Stadtforschung. Eng verknüpft mit diesen Quartieren ist die Diskussion potenziell benachteiligender Kontexteffekte. Ausgangspunkt des hier vorliegenden Beitrags ist die Beobachtung, dass Forschungen zu Kontexteffekten zumeist stark defizitorientiert sind. Es werden noch unzureichend jene Faktoren und Mechanismen in den Blick gerückt, welche die Zugänge von Migranten zu gesellschaftlichen Ressourcen beeinflussen. Der Beitrag sichtet empirische und theoretische Forschungsbeiträge und stellt dabei drei aktuelle Dynamiken, die die Ressourcenzugänge der in Ankunftsräumen Lebenden beeinflussen, in den Mittelpunkt. Dies sind die zunehmend multilokalen Bezüge Zugewanderter, die besondere Konzentration von migrantischen Gelegenheitsstrukturen in bestimmten Teilräumen unserer Städte sowie Governance-Prozesse in Reaktion auf zunehmende Diversität und sich stetig verändernde Bedarfe. Der Artikel möchte dazu beitragen, die bislang stark an Quartiersgrenzen ausgerichtete Integrationsforschung weiter zu öffnen und plädiert für eine gezieltere Betrachtung der Alltagspraktiken Zugewanderter. Die Charakteristika und Dynamiken von Ankunftsräumen illustrieren die zunehmende Durchlässigkeit räumlicher und sozialer Strukturen und damit auch die Bedeutung, Integration über den Quartierskontext hinaus zu denken.