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Abstract

This paper provides a brief overview of recent developments and debates concerned with suburbanisation in continental Europe. While current discourses in urban research and practice still focus on processes of reurbanisation and the gentrification of inner-city areas, suburbia continues to exist and thrive. Depending on the definition applied, suburban areas still attract a large share of in-migration and employment growth in cities of the developed countries. Given that popular meta-narratives on suburbia and suburbanisation are often spurred by, or refer to, North American suburban studies, we take a different perspective here, one based on continental European trajectories of development in and across city-regional areas that are considered to be suburban, and on social processes that are associated with suburbanisation (suburbanisms). Thus, we aim to avoid a biased understanding of suburbia as a spatial category, which is often considered mono-functional, non-sustainable, or in generic decline. Instead, we observe that suburban variety is huge, and the distinction between urban core and fringe seems to be as ambiguous as ever. The paper, which also introduces the theme of this special issue of “Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning”, bundles our findings along four themes: on suburbia as a place of economic development, on the shifting dynamics of housing between core and fringe locales, on the life-cyclic nature of suburbanisation, and on strategies for redevelopment. Finally, we discuss certain topics that may deserve to be addressed by future research, particularly on the European variant of suburbanisation and suburbs.

Zusammenfassung

Unter Raum- und Verkehrswissenschaftlern besteht Einigkeit dahingehend, dass städtische und ländliche Siedlungsgebiete im Zeitverlauf autoabhängiger und damit auch energieintensiver geworden sind. In diesem Beitrag wird „Autoabhängigkeit“ als ein objektives Angewiesensein auf die Verfügbarkeit eines privaten Pkw infolge des Fehlens von Mobilitätsalternativen verstanden. Vorgestellt wird ein methodischer Ansatz für eine standortdifferenzierte Bewertung der Siedlungsstruktur bezüglich ihres Grades der Autoabhängigkeit. Dies basiert auf einem Indikatorenkonzept, welches auf die Verfügbarkeit und Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs sowie auf die Erreichbarkeit mit nicht-motorisierten Verkehrsmitteln abstellt. Der für die Region Stuttgart modellhaft erprobte Ansatz ermöglicht eine wahlweise absolute oder relative Bewertung der Autoabhängigkeit in beliebigen räumlichen Bezugssystemen. Es kann aufgezeigt werden, dass auch in einer durch den öffentlichen Verkehr überdurchschnittlich gut erschlossenen Region wie Stuttgart Siedlungsgebiete existieren, in denen eine hohe strukturelle Autoabhängigkeit angenommen werden muss.

Kurzfassung

Neben der quantitativen Reduktion der Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke gehört die standörtliche Optimierung unvermeidbarer Siedlungserweiterungen zu den Kernaufgaben einer nachhaltigen Raumentwicklung. Eine sich gegen weitere Zersiedelung und zurückgehende Siedlungsdichte richtende Siedlungspolitik bedarf qualifizierter Flächennutzungsdaten, welche politische Entscheidungsträger über die räumliche Ausprägung des Flächenverbrauchs informieren. In diesem Beitrag wird ein Analysekonzept vorgestellt, das erstmals auf eine bundesweite Datenbasis auf Gemeindeebene zurückgreift. Der Einsatz von Gemeindedaten erlaubt gegenüber der traditionell kreisdatenbasierten Raumbeobachtung eine präzisere Abbildung der räumlichen Struktur des Flächenverbrauchs. Untersucht werden unter anderem das Maß räumlicher Konzentration neu in Anspruch genommener Siedlungs- und Verkehrsflächen und die Verteilung des Siedlungs- und Verkehrsflächenzuwachses zwischen den etwa 13 000 detuschen Gemeinden.

Zusammenfassung

In welchem Maße lässt sich das anhaltende Wachstum des Berufspendelverkehrs (Wohnort und Arbeitsort in verschiedenen Gemeinden) mit Veränderungen der Siedlungsstruktur erklären? Zur Beantwortung dieser Frage werden gemeindescharfe Datensätze zur Erwerbstätigkeit und Beschäftigung sowie zu den regionalen Berufsverkehrsverflechtungen über einen Zeitraum von 37 Jahren analysiert (1970–2007). In den betrachteten acht Agglomerationsräumen steigen über den gesamten Betrachtungszeitraum der Anteil des gemeindeübergreifenden Berufspendelns und die Pendeldistanzen. Die räumliche Entwicklung hat trotz Beschäftigungssuburbanisierung in keiner Region zu einer Reduzierung des Pendelns geführt. Dabei ist in allen betrachteten Agglomerationsräumen die Zunahme des Pendelns deutlich stärker, als dies nach den Veränderungen der Strukturindikatoren zu erwarten gewesen wäre.

Zusammenfassung

Die Idee, handelbare Nutzungszertifikate auf den Problembereich der Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr zu übertragen, wird in Wissenschaft und Politik seit über 15 Jahren diskutiert. Dennoch blieb es in Deutschland lange Zeit bei wissenschaftlichen Erörterungen und Vorschlägen sachverständiger Politikberatungsgremien, bis 2009 mit der Koalitionsvereinbarung der Regierungsparteien eine modellhafte Erprobung eines überregionalen Handelssystems für die Flächennutzung angeregt wurde. Der vorliegende Beitrag bietet einen Überblick über die Ergebnisse des mit der fachlichen Vorbereitung dieses Modellversuchs befassten Forschungsprojektes im Auftrag des Umweltbundesamtes, das 2012 startete. Dazu wird zunächst die wissenschaftliche Debatte über die positiven wie negativen Wirkungen handelbarer Flächenzertifikate zusammengefasst. Anschließend skizziert der Beitrag das geplante methodische Design des Modellversuchs, der ein „kontrolliertes Feldexperiment“ und parallel „kommunale Fallstudien“ umfassen soll. Der Aufsatz schließt mit einem kurzen Ausblick auf die zu erwartenden Erkenntnisse aus dem Modellversuch.

Zusammenfassung

In der Stadtforschung und Stadtplanung fungiert die „Dichte“ als eines der wichtigsten Maße für die Beschreibung der baulichen Physis einer Stadt. Im Vergleich zu anderen Maßen – genannt seien beispielhaft die „Nutzungsmischung“, die „Polyzentralität“ oder die „Kompaktheit“ – erscheint die „Dichte“ auf den ersten Blick als objektiv ermittelbar und gut verständlich. Bei näherer Betrachtung handelt es sich jedoch um ein Konzept, das sich einer einfachen empirischen Ermittlung weitgehend entzieht. Bis heute gibt es kein international anerkanntes Dichtemaß und Dichteangaben für verschiedene Länder, Regionen und Städte sind in der Regel nicht oder nur eingeschränkt vergleichbar. In diesem Beitrag werden die analytischen Möglichkeiten neuer Geodatenanwendungen für eine objektive und transparente Ermittlung der baulichen und nutzungsbezogenen Dichte städtischer Siedlungsgebiete aufgezeigt. Eine Fallstudie für das Gebiet der Stadt Köln demonstriert an ausgewählten Themen die Einsatzmöglichkeiten kleinräumiger Dichtedaten.