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Zusammenfassung

Klein- und mittelstädtisch geprägte Regionen zählen in Zeiten der ökonomischen und fiskalischen Krise häufig zu den Verlierern der Gesamtentwicklung, zumal dort Innovationen und Impulse aus den Regionen heraus eher gering sind. Da solche Räume in besonderem Maße auf externe Investitionen oder die öffentliche Hand angewiesen sind, machen sich die sozialen, ökonomischen und demographischen Auswirkungen der Krise hier besonders gravierend bemerkbar. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Aufsatz gefragt, welchen Beitrag endogene Potenziale – wie sie in den neusten Programmen der Europäischen Union (EU) zur Territorialen Entwicklung thematisiert werden – zur Stabilisierung dieser Regionen leisten können. Anhand zweier Altindustrieregionen, die abseits der großen Zentren liegen, werden die Inwertsetzung regionaler Potenziale, die damit verbundenen Entwicklungsstrategien sowie die Rolle der involvierten Akteure beleuchtet. Dabei wird an die ältere Diskussion um die Bedeutung von endogenen Faktoren in der Regionalentwicklung aus den 1980er und 1990er Jahren angeknüpft und diese an der heutigen Situation gespiegelt. Allerdings sind die Erwartungen heute weniger auf direkte ökonomische Effekte ausgerichtet. Die Rolle endogener Potenziale wird vielmehr darin gesehen, regionale Entwicklungsprozesse anzustoßen (Katalysatorfunktion), Alleinstellungsmerkmale zu betonen (Identifikationsfunktion) und das Selbstwertgefühl der Regionen zu stärken (symbolische Funktion).

Zusammenfassung

In Deutschland hat die Regionalplanung eine Schlüsselrolle bei der Ausweisung von Gebieten für die Windenergienutzung. Mit Instrumenten wie Vorrang-, Eignungs- und Ausschlussgebieten kann sie Flächen verbindlich festlegen, die für die Nutzung der Windenergie geeignet sind. Dadurch ist sie zwischen die Fronten der Windkraftbefürworter und -gegner geraten. Die einen sehen Windenergie als effiziente, saubere und sichere Energiequelle sowie Alternative zu nichtregenerativen Energieträgern. Für die anderen sind Windenergieanlagen ein Gesundheitsrisiko und Treiber eines unerwünschten Landschaftswandels. Gegenstand dieses Beitrages sind die Potenziale und Grenzen der Regionalplanung im Umgang mit entsprechenden Konflikten. Konkreter Ansatzpunkt ist die Fortschreibung des Regionalplans für die sächsische Planungsregion Oberes Elbtal/Osterzgebirge. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei einem originär zu diesem Zweck eingerichteten Arbeitskreis Windenergie, der Befürworter und Gegner der Windenergie zusammenbringt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Regionalplanung einen Beitrag zur Verfahrenstransparenz leisten, den Grundkonflikt zwischen Befürwortern und Gegnern aber nicht lösen kann.

Abstract

Landscape policy, management and planning can be interpreted as involving a dualism of conservation and transformation goals. Serious conflicts can emerge when conservation and development goals are contradictory. This paper reflects on the goal conflict between the establishment of a world heritage destination with 39 individual elements and the development of wind power facilities in the German Ore Mountains. In order to meet these challenges, the authors created a GIS-based so-called “Multiple-Visual-Link Method”. By calculating viewsheds with a tailor-made GIS application and defining distance zones (short, middle, long), the user is able to estimate the visual relations between the two types of subjects in a bigger area with a favorable cost-benefit relation. The compact algorithmic approach leads to solid results which can be translated into planning recommendations. There is also potential for it to be applied to similar goal conflicts.

Abstract

The terms "resilience" and "vulnerability" have both acquired prominence in recent academic and political debate. Originating in the natural sciences, they have meanwhile established themselves not only in the social sciences, but also—and more recently—in the areas of economic geography, as well as urban and regional development. Nevertheless, as is the case with many of the issues adopted from the natural sciences, the social sciences have had to struggle to fully capture and conceptualise the theoretical meaning of the terms. The present article will explore the added-value and limits of using the notions of resilience and vulnerability in relation to structural change in old industrial regions. It will also draw on empirical information from a qualitative case study of Lusatian Lakeland, a former lignite mining region in Eastern Germany that is currently being turned into a tourist destination. Research focuses on analysing the sectoral and regional cooperation between various actors in the region. The introduction of the terms resilience and vulnerability in this case study raises some interesting questions about the nature and interpretation of regional development processes that are characterised by a high degree of uncertainty and severe structural change. The research results also highlight the conceptual difficulties these terms present, particularly in the context of structural transformation.