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  • Author: Meike Albers x
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Sonja Deppisch and Meike Albers

Zusammenfassung

Mit der Erarbeitung einer makroregionalen Anpassungsstrategie für den Ostseeraum hat die Europäische Union eine neue strategische Ebene in die Diskussion zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels eingebracht. Basierend auf empirischen Sondierungen in drei Stadtregionen im Ostseeraum – Stockholm (Schweden), Rostock (Deutschland) und Riga (Lettland) – wird diskutiert, welchen Beitrag und Mehrwert transnationale Kooperationen bei der Anpassung an den Klimawandel leisten können und welche Aufgaben auf der lokalen und regionalen bzw. auf der transnationalen Ebene erfüllt werden können. Im Rahmen der empirischen Betrachtungen wurden Dokumente ausgewertet, semistrukturierte Interviews mit Experten und eine teilnehmende Beobachtung innerhalb eines Szenarioprozesses durchgeführt. Die exemplarisch dargestellten Anpassungsprozesse deuten darauf hin, dass eine transnationale Kooperation die lokalen und regionalen Aktivitäten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels sinnvoll ergänzen kann. Ein gezielter Erfahrungsaustausch zwischen Stadtregionen mit ähnlichen Problemlagen, aber auch Sensibilisierungsprozesse im Hinblick auf das Thema Anpassung können einen Mehrwert für die Beteiligten darstellen, insbesondere dann, wenn diese Kooperation Ebenen überspannend konstruiert und der Austauschprozess strukturiert auf das Ziel eines gemeinsamen Lern- und Innovationsprozesses ausgerichtet wird. Allerdings scheint der Mehrwert transnationaler Kooperation insbesondere hinsichtlich einer Einflussnahme auf lokale Aktivitäten und vor dem Hintergrund institutioneller Rahmenbedingungen begrenzt.

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Maria Hagemeier-Klose, Meike Albers, Michael Richter and Sonja Deppisch

Zusammenfassung

Der Klimawandel und seine Auswirkungen stellen die Raumplanung vor neue Herausforderungen, die trotz der damit verbundenen Komplexität und Unsicherheit eine nachhaltige zukunftsfähige Entwicklung gewährleisten soll. Diese Herausforderungen waren Gegenstand eines Szenario-Planungs-Prozesses für den Stadt-Umland-Raum Rostock, in dessen Rahmen Strategien und Ziele für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels erarbeitet wurden. Der Prozess bezog dabei intensiv zentrale lokale und regionale Akteure ein. Aufbauend auf einer Analyse von relevanten Einflussfaktoren der zukünftigen Flächenentwicklung aus den Bereichen soziale/gesellschaftliche Aspekte, ökologische Aspekte, ökonomische und politische Aspekte sowie von möglichen Klimaänderungen wurden Szenarien erstellt. Diese verknüpfen unterschiedlich starke Auswirkungen des Klimawandels mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und ökologischen Entwicklungen zu Szenarien der zukünftigen Flächenentwicklung des Stadt-Umland-Raums. Diese Szenarien ermöglichen der Stadt- und Regionalplanung die Berücksichtigung einer Bandbreite von alternativen Zukünften sowie eine Beurteilung der Wechselbeziehungen sowohl zwischen den relevanten Einflussfaktoren untereinander als auch zwischen den Faktoren und den Klimawandelauswirkungen. Der Szenario-Planungs-Prozess im Stadt-Umland-Raum Rostock hat gezeigt, dass die Szenariotechnik der Planung die Möglichkeit geben kann, mit zentralen Herausforderungen des Klimawandels wie Komplexität und Unsicherheit umzugehen und dies auch in die Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Akteuren zu integrieren. Dies wurde als eine innovative und sinnvolle Methode bewertet, die in der bisherigen Planungspraxis häufig noch nicht in dieser integrierenden Form umgesetzt wird. Die Szenarien dienen als Grundlage für die Erarbeitung konkreter Anpassungsstrategien und -maßnahmen. Der angestoßene Dialog unter den teilnehmenden Akteuren kann zudem die spätere Umsetzung von konkreten Maßnahmen erleichtern.