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Manuel Wolff and Dieter Rink

Zusammenfassung

Die Leerstandsquote ist ein zentraler Indikator der Wohnungsmarktbeobachtung und wird zur Beurteilung von Wohnungsmarktsituationen herangezogen. In Deutschland variieren die Leerstandsquoten der Städte und Gemeinden stark, was unter anderem durch die Merkmale unterschiedlicher Bestände des Wohnungsmarktes bedingt ist, wie z. B. Baualter oder Wohnungsgröße. Für die Abbildung der gesamten dabei auftretenden Variationen wurde bislang kaum eine systematische Analyse von Leerstandsstrukturen erstellt. Vor diesem Hintergrund wird im vorliegenden Beitrag das Ziel verfolgt, die differenzierte Struktur des Leerstandes für deutsche Gemeinden aufzuzeigen. Dafür werden Daten der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ)2011 verwendet, die flächendeckend und kleinräumig Leerstand differenziert nach 50 Ausprägungen erfassten. Diese Ausprägungen werden auf ihren Erklärungsgehalt für die Leerstandsquote geprüft. Darauf aufbauend werden räumliche Leerstandstypen gebildet, die die Leerstandsstruktur in Deutschland auf kommunaler Ebene wiedergeben. Der Beitrag macht deutlich, dass in erster Linie Merkmale des Baualters sowie der Gebäude- und Wohnungsgröße die Leerstandsquote erklären, sich aber deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland etwa in Bezug auf die Eigentumsform zeigen. Die kommunale Typisierung schärft und verräumlicht diese Erkenntnisse und unterstreicht, dass neben Ost-West- sowie Stadt-Land-Unterschieden auch Typen der Leerstandsstruktur existieren, die im gesamten Bundesgebiet vorkommen. Der Beitrag stellt eine Analyse vor, die mithilfe der entwickelten Typologie helfen soll, Leerstand zu differenzieren, zu bewerten und einzuordnen. Daraus lassen sich dann nicht nur Aussagen zum Einsatz von städtebaulichen und wohnungspolitischen Maßnahmen ableiten, auch die Raum- bzw. Wohnungsmarktbeobachtung auf Bundesebene lässt sich weiter qualifizieren.

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Dieter Rink and Manuel Wolff

Zusammenfassung

Der Wohnungsmarkt in Deutschland ist derzeit von gegensätzlichen Tendenzen geprägt: Angespannten Märkten mit zum Teil ausgeprägter Wohnungsknappheit stehen entspannte Märkte mit hohen, zum Teil sogar sehr hohen Wohnungsleerständen gegenüber. Für beide Situationen ist die Leerstandsquote eine maßgebliche Bezugs- und Messgröße, sie fungiert als Indikator für die Bewertung. Jedoch ist die Leerstandsquote bislang kein systematisch untersuchter bzw. elaborierter Indikator, sie wird in den unterschiedlichen wissenschaftlichen und politischen Diskursen unterschiedlich quantifiziert und qualifiziert. Hier setzt der Artikel an, indem er auf der Basis einschlägiger Literatur eine systematische Kategorisierung von Leerständen vorschlägt und eine Heuristik für die differenzierte Bewertung von Wohnungsleerständen aus verschiedenen Perspektiven entwickelt. Diese Heuristik wird anschließend mit den Daten der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) 2011 empirisch veranschaulicht. Anhand dessen kann gezeigt werden, dass zwar der Großteil deutscher Kommunen eine angemessene Leerstandsquote zwischen 3 und 5 % aufweist, jedoch erhebliche regionale und raumstrukturelle Unterschiede auftreten. Aus der Analyse der Leerstandsquoten können insofern keine flächenhaften Generalisierungen bzw. vereinfachende Aussagen für dieWohnungs- bzw. Stadterneuerungspolitik abgeleitet werden. Dies macht deutlich, dass die Leerstandsquote der Qualifizierung bedarf, wenn sie für planerische und politische Entscheidungen genutzt werden soll.

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Jan Glatter, Katharina Hackenberg and Manuel Wolff

Zusammenfassung

Angesichts steigender Studierendenzahlen und zunehmender Wohnungsknappheit gewinnen Diskussionen über das Segment des studentischen Wohnens in Politik, Medien, Wohnungswirtschaft und Wissenschaft erneut an Aufmerksamkeit. Verlässliche und umfassende Informationen über die Märkte und Marktentwicklungen dienen in diesem Zusammenhang als wichtige Voraussetzung für sozialpolitische und wohnungswirtschaftliche Entscheidungen. Dabei wird deutlich, dass in Wissenschaft und Praxis nur geringe Kenntnisse über die aktuelle Entwicklung und Struktur des Segments und seinen Auswirkungen auf die lokalen Wohnungsmärkte vorhanden sind. Der Beitrag setzt an dieser Forschungslücke an. Für das Segment des studentischen Wohnens werden zunächst die Faktoren der steigenden Wohnungsnachfrage Studierender herausgearbeitet und Untersuchungen zum studentischen Wohnen im Hinblick auf ihre wohnungsmarktpolitische Bedeutung vorgestellt. Weiterhin werden die Entwicklung und Struktur der Angebots– und Nachfrageseite in ihrer jeweiligen Besonderheit charakterisiert und Kopplungseffekte mit dem lokalen Wohnungsmarkt abgeleitet. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Diskussion um Wohnungsknappheit werden die Folgen der Marktbedingungen auf Mieter- und Vermietermärkten für Studierende herausgearbeitet sowie marktspezifische Handlungsansätze zur Erhöhung der Markttransparenz dargestellt.