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Regionalisierung der Städte

Eine Analyse von Stadt-Umland-Diskursen räumlicher Forschung und Planung

Manfred Kühn

Kurzfassung

In aktuellen Regionalisierungsdiskursen werden Stadt und Umland nicht mehr als Gegensatz von Zentrum und Peripherie, sondern als räumliche Einheit interpretiert. Neue Stadtbilder und Raumkonstrukte — wie Regionalstadt, Zwischenstadt, Netzstadt oder Randstad — definieren den städtischen Raum im vergrößerten Maßstab der Stadtregion. Die vorliegende Diskursanalyse zeichnet den Wandel von Wahrnehmungs-, Ordnungs- und Deutungsmustern der Raumforschung und Raumplanung im Bezug auf die suburbane Siedlungsentwicklung in West- und Ostdeutschland seit 1990 nach. Dabei werden unterschiedliche normative Positionen („Zersiedlung” versus „neue Gestalt”) sowie west- und ostdeutsche Entwicklungspfade herausgearbeitet. Abschließend wird die Gleichsetzung von Stadt und Stadtregion in den Regionalisierungsdiskursen kritisch reflektiert.

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Wissenschaftsstädte — Wissenschaftsparks

Wissensbasierte Siedlungsstrukturen in deutschen Stadtregionen

Manfred Kühn

Kurzfassung

Ausgehend vom Indikator der FuE-Dichte und seiner räumlichen Verteilung in Deutschland entwickelt der Beitrag eine Typologie wissensbasierter Siedlungsformen. Dabei werden Universitäts-Campi, Technologieparks, Wissenschaftsparks, Wissenschaftsstädte und wissensbasierte Stadtlandschaften unterschieden. Deren Ansiedlungswirkungen werden in Bezug auf stadtregionale Trends der Sub-, Des- und Reurbanisierung beschrieben. Abschließend wird reflektiert, welchen Einfluss siedlungsstrukturelle Faktoren auf die Herausbildung von Wissensmilieus haben und inwieweit diese durch planerische Kategorien wie räumliche Nähe, Nutzungsmischung und Dichte steuerbar sind.

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Manfred Kühn

Kurzfassung

Strategische Planung ist in der planungswissenschaftlichen Debatte in Deutschland ein wieder häufiger verwendeter Begriff, der jedoch vieldeutig interpretiert und widersprüchlich bewertet wird. Für manche stellt strategische Planung einen neuen Hoffnungsträger dar, der als „dritter Weg“ zwischen großen Plänen und kleinen Schritten eine Renaissance erlebt. Skeptiker betrachten strategische Planung dagegen eher als leeres Schlagwort, das für viele Formen der Planung relativ beliebig verwendet wird. Ziel des Beitrags ist es, ein Modell strategischer Stadt- und Regionalplanung zu entwickeln und auf dieser Grundlage Ansätze und Probleme der Anwendung empirisch zu analysieren. In Kapitel 1 wird strategische Planung zunächst in die theoretische Diskussion eingeordnet und von den Grundmodellen der „Integrierten Entwicklungsplanung“ und des „Inkrementalismus“ abgegrenzt. In Kapitel 2 wird ein Modell der strategischen Stadt- und Regionalplanung konstruiert, dessen Elemente und Zusammenhänge aus den normativen Ansprüchen der Literatur abgeleitet sind. Anhand dieses Modells werden im dritten Kapitel Rahmenbedingungen, Ansätze und Probleme der Anwendung beschrieben. Dabei wird besonders auf die Aufgabe eines Managements des Strukturwandels von schrumpfenden Städten und Regionen eingegangen. Abschließend erfolgt in Kapitel 4 eine kritische Diskussion des Modells.

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Manfred Kühn and Matthias Bernt

Zusammenfassung

Der Beitrag untersucht die Stadtentwicklungsstrategien von Bremen und Leipzig im Hinblick auf ihren Umgang mit Migration. Die Leitfragen des Beitrages sind folgende: Auf welche Zielgruppen der Migration setzen die Stadtentwicklungspolitiken, um Wachstumsziele zu erreichen? Inwieweit erfolgt ein Perspektivenwechsel auf Migration vom Problem zum Potenzial der Stadtentwicklung? Unsere empirischen Ergebnisse zeigen, dass beide Städte in erster Linie auf die Zuwanderung von jungen und hochqualifizierten Arbeitskräften zielen. Beide Städte setzen außerdem auf die Zuwanderung von Studierenden und versuchen, diese nach ihrem Hochschulabschluss zu halten. Diese Orientierung ist allerdings nur schwer in die Praxis umzusetzen, denn in beiden Städten ist die Anzahl an Arbeitsmöglichkeiten für hochqualifizierte Kräfte begrenzt. Hinzu kommt der Stellenwert der Zuwanderung aus dem Ausland, die - obwohl sie das größte Wachstumssegment in den Zuwanderungsbilanzen ist - von beiden Städten zunächst weniger wahrgenommen wurde und erst in den letzten Jahren stärker an strategischer Bedeutung gewinnt. Sie wird in den Stadtentwicklungskonzepten beider Städte gleichzeitig als Potenzial und als Problem wahrgenommen. Der Beitrag diskutiert die Steuerungsdilemmata von Städten im Umgang mit Migration. Hierzu zählen wir vor allem die mangelnden Steuerungskapazitäten der Städte in Bezug auf die Gestaltung der Zuwanderungsgruppen, ein ,duales Regime' zwischen Wachstums- und Integrationspolitiken sowie häufig selektiv nur auf Teilgruppen der tatsächlichen Zuwanderung zielende Leitvorstellungen.

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Manfred Kühn and Ulrike Milstrey

Zusammenfassung

Interkommunale Kooperationen gelten in Forschung und Politik vielfach als ein wichtiger Handlungsansatz in schrumpfenden und peripheren Regionen, um die Daseinsvorsorge zu sichern und die Rolle von Städten als Mittel- und Oberzentren zu stärken. Der Beitrag untersucht, wie sich Mittelstädte in peripheren Regionen im Spannungsfeld von Re-Zentralisierung und Peripherisierung positionieren und wie interkommunale Kooperationen, Konkurrenzen und Hierarchien dabei zusammenwirken. Dafür wird der Forschungsansatz der Regional Governance verwendet. In zwei Fallstudien werden diese Fragen vertiefend empirisch untersucht: das Städtedreieck Altmark (Sachsen-Anhalt) und die Standortinitiative SüdWestpfalz (Rheinland-Pfalz). In der Altmark bildet die Hansestadt Stendal mit zwei Nachbarstädten ein polyzentrisches Städtenetz, in der Südwestpfalz wird die Stadt-Umland-Kooperation zwischen der Stadt Pirmasens und dem Landkreis Südwestpfalz untersucht. Aus den Ergebnissen wird deutlich, dass sich in peripherisierten Regionen sowohl der Kooperations- als auch der Konkurrenzdruck für kommunale Akteure erhöhen und interkommunale Kooperationen nur unter spezifischen Bedingungen funktionieren. Daraus werden Schlussfolgerungen für die Raumordnungs-, Landes- und Stadtpolitik gezogen.

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Thomas Bürk, Manfred Kühn and Hanna Sommer

Abstract

The vulnerability of cities is often discussed in terms of physical hazards and disasters such as earthquakes, floods or terrorist attacks. In contrast, this paper opens up a social-constructivist perspective, describing the vulnerability of cities as a result of discursive based communications. The article looks at the extent to which collective identities in cities are vulnerable to stigmatisation in the media and the ways in which local actors find to cope with this. Key terms of stigma and identity research are presented and the transferability of stigma and identity concepts of social groups to cities is discussed. Taking the examples of Sangerhausen and Pirmasens, which have for several decades been affected by peripheralisation, the article describes stigma processes in the national media, how this is addressed in the city and what coping strategies the actors have developed. Finally the key findings are summarised and conclusions with regard to the vulnerability of collective identities are interpreted.