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Markus Hesse, Jan Polívka and Christa Reicher

Abstract

This paper takes a spatially differentiated and temporally variegated perspective on suburban areas. It proposes a conceptual framework for studying the temporal variation and related trajectories of the subject matter, with suburban lifecycles being the key to our analysis. In empirical terms, the paper summarises the findings of research undertaken in 12 selected locales of four major metropolitan regions in Germany. Against the background of assessing the broader socioeconomic development of these regions, detailed local case studies have been conducted in order to reconstruct past and current development trajectories. Our analyses detected particular life cycles (and related segments) in the study areas, based on age and social composition, the physical conditions of the built environment and broader developments in the real-estate market. The different cycles include, in most cases, growth, maturity, transition and resilience, and they are also discussed in terms of their relevance for strategies responding to recent changes.

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Nils Hans, Heike Hanhörster, Jan Polívka and Sabine Beißwenger

Zusammenfassung

Die neue Migrationsvielfalt und zunehmende Diversifizierung unserer Gesellschaft verändert urbane Räume. In den von Migration besonders geprägten Ankunftsräumen konzentrieren sich auch in erhöhtem Ausmaß von Armut betroffene Haushalte mit und ohne Migrationshintergrund. Dieser Quartierstypus, häufig als „Migrantenviertel" oder „ethnische Kolonie" bezeichnet, steht schon seit langer Zeit im Fokus geographischer und soziologischer Stadtforschung. Eng verknüpft mit diesen Quartieren ist die Diskussion potenziell benachteiligender Kontexteffekte. Ausgangspunkt des hier vorliegenden Beitrags ist die Beobachtung, dass Forschungen zu Kontexteffekten zumeist stark defizitorientiert sind. Es werden noch unzureichend jene Faktoren und Mechanismen in den Blick gerückt, welche die Zugänge von Migranten zu gesellschaftlichen Ressourcen beeinflussen. Der Beitrag sichtet empirische und theoretische Forschungsbeiträge und stellt dabei drei aktuelle Dynamiken, die die Ressourcenzugänge der in Ankunftsräumen Lebenden beeinflussen, in den Mittelpunkt. Dies sind die zunehmend multilokalen Bezüge Zugewanderter, die besondere Konzentration von migrantischen Gelegenheitsstrukturen in bestimmten Teilräumen unserer Städte sowie Governance-Prozesse in Reaktion auf zunehmende Diversität und sich stetig verändernde Bedarfe. Der Artikel möchte dazu beitragen, die bislang stark an Quartiersgrenzen ausgerichtete Integrationsforschung weiter zu öffnen und plädiert für eine gezieltere Betrachtung der Alltagspraktiken Zugewanderter. Die Charakteristika und Dynamiken von Ankunftsräumen illustrieren die zunehmende Durchlässigkeit räumlicher und sozialer Strukturen und damit auch die Bedeutung, Integration über den Quartierskontext hinaus zu denken.