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  • Author: Jörn Birkmann x
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Kurzfassung

Nachhaltigkeitsindikatoren werden als wichtige Instrumente für die Operationalisierung nachhaltiger Raumentwicklung angesehen.1 Zahlreiche Ansätze sind allerdings auf eine deskriptive Berichtsfunktion beschränkt. Indem viele Konzepte bei der Benennung wünschenswerter Indikatoren verbleiben, findet eine Integration der Indikatoren in Planungs- und Entscheidungsprozesse der Landes- und Regionalplanung vielfach nicht statt. In diesem Beitrag werden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren im Rahmen eines Monitoring- und Controllingsystems am Beispiel des Teilbereichs Gewerbeflächen aufgezeigt. Während andere Arbeiten zum Thema regionale Nachhaltigkeitsindikatoren primär das Ziel regionaler Vergleiche und Ranglisten2 zum Gegenstand haben, zielt der vorliegende Ansatz auf die Nutzung der Indikatoren als Werkzeug im Planungsprozess. Dabei wird der Monitoring- und Controllingansatz nicht nur wissenschaftlich-konzeptionell vorgestellt, sondern auch sein planungspraktischer Nutzen durch Anwendungsergebnisse am Fallbeispiel der Region Ostthüringen untermauert.

Footnotes

1

Die Ausführungen basieren auf Ergebnissen der Dissertation des Autors, die im Juli 2003 an der Universität Dortmund abgeschlossen wurde. Sie erscheint unter dem Titel „Monitoring und Controlling einer nachhaltigen Raumentwicklung im Dortmunder Vertrieb für Bau- und Planungsliteratur.

2

Vgl. Birkmann, Jörn; Koitka, Heike; Kreibich, Volker; Lienenkamp, Roger (1999): Indikatoren für eine nachhaltige Raumentwicklung, Dortmunder Beiträge zur Raumplanung, Dortmund; Hübler, Karl-Hermann; Kaether, Johann; Selwig, Lars; Weiland, Ulrike (2000): Weiterentwicklung und Präzisierung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung in der Regionalplanung und regionalen Entwicklungskonzepten, Berlin; Brückner, Christof; Finke, Lothar, Birkmann, Jörn et al. (2001): Nachhaltigkeitsindikatoren — Wegweiser für die räumliche Entwicklung in Nordrhein-Westfalen, ILS-Schrift Nr. 175, Dortmund

Kurzfassung

Der Klimawandel und die Zunahme von Extremwetterereignissen (Hochwasser, Stürme etc.) sind Anzeichen des globalen Umweltwandels, der neue Herausforderungen an die Raumplanung stellt. Der Beitrag prüft, wie Raumplanung – insbesondere die Regionalplanung – bisher Naturgefahren und Vulnerabilität betrachtet. Dabei wird am Beispiel des vorbeugenden Hochwasserschutzes verdeutlicht, dass bisher fast ausschließlich der Aspekt der Naturgefahr fokussiert wird, z. B. das 100-jährliche Hochwasser (HQ 100). Dies erweist sich als problematisch, da sich angesichts des Klimawandels die bisher bekannten Häufigkeiten und Intensitäten z. B. von Hochwasser erheblich verändern. Folglich besteht die Notwendigkeit, die Frage der Vulnerabilität von Gesellschaft und Raumnutzungen stärker aufzugreifen. Hierzu werden wesentliche Grundlagen und Begriffe thematisiert. Es wird verdeutlicht, wie das Konzept der Vulnerabilität für zentrale Dimensionen (u. a. soziale, Umwelt- und ökonomische Dimension) konkretisiert und für die Raumplanung fassbar gemacht werden kann.

Kurzfassung

Der Klimawandel stellt neue Herausforderungen an die räumliche Planung, Pläne, Programme und Raumentwicklungsaktivitäten. Wie aber lassen sich die Folgen des Klimawandels und die notwendigen Anpassungsstrategien abschätzen und bereits heute in Programme und Pläne integrieren? Ein Schlagwort bzw. Konzept in der heutigen Diskussion ist „Climate Proofing“, welches die Zielsetzung verfolgt, Pläne und Programme an den Anforderungen auszurichten, die sich aus dem Klimawandel ergeben.Was aber bedeutet Climate Proofing genau? Neben einer Analyse der bisherigen Konzepte unter dem Stichwort Anpassung und Climate Proofing wird der Beitrag auch einen konzeptionellen Rahmen präsentieren, der aufzeigt, wie man zielgerichtet Climate Proofing entwickeln sollte. Dabei werden auch wesentliche Unterschiede zu bisherigen Verträglichkeitsprüfungen (z. B. UVP/SUP) erläutert. Insgesamt wird der Frage nachgegangen, welche inhaltlichen und konzeptionellen Eckpunkte und Konturen ein „Climate Proofing“ für die Anpassung der Raumentwicklung an den Klimawandel aufweisen sollte.

OPEN ACCESS

Kurzfassung

Das seit 1998 im neuen Raumordnungsgesetz an zentraler Stelle verankerte Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung hat bisher nur eine unzureichende Umsetzung erfahren, insbesondere in den Kommunen, die in der Agenda 21 als wesentliche Umsetzungsakteure benannt würden. Als wichtiger Ansatz zur Operationalisierung und laufenden Kontrolle einer auf Nachhaltigkeit zielenden Entwicklung werden Indikatoren angesehen, die derzeit auf allen räumlichen Ebenen diskutiert werden. Der vorliegende Beitrag entwickelt Bausteine für ein lokales Nachhaltigkeits-indikatorensystem. Anhand der Implementierung des Indikatorensystems an einem Fallbeispiel werden die Probleme und Defizite derzeitiger Informations- und Datensysteme auf kommunaler Ebene skizziert.

Abstract

Climate change, resilience building and vulnerability reduction are emerging issues in spatial development and spatial planning in Germany, the European Union and globally. This paper introduces different concepts of and views on adaptation, vulnerability and resilience and outlines their implications for spatial planning in the context of a changing climate. On the basis of a conceptual discussion of key terms, the authors underscore the importance of assessing vulnerability as baseline information for the promotion of resilience and the enhancing of adaptation. The challenges of identifying and assessing vulnerability are illustrated through a case study of local flood vulnerability in Cologne with a specific focus on the vulnerability of different population groups as well as critical infrastructures. The respective key elements and phases of such assessments are identified. New challenges with regard to systemic risks are addressed and recommendations for improved linkages between spatial planning and civil protection formulated. The final part of the paper evaluates the upcoming challenges for adaptive planning in the context of climate change adaptation, for example regarding scenario development and its application.

Kurzfassung

Die Konkretisierung und Implementierung der Leitvorstellung nachhaltiger Raumentwicklung (§ 1 ROG) auf der Ebene der Länder und Regionen verlangt adäquate Informations- und Evaluationsinstrumente, die die zentralen Aspekte nachhaltiger Raumentwicklung erfassen und Fortschritte überprüfbar machen. In diesem Kontext wird Indikatoren eine wesentliche Bedeutung beigemessen. Obwohl die Raumordnung seit mehr als 25 Jahren mit Indikatoren arbeitet, befindet sich die Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren noch im Anfangsstadium. Zahlreiche aktuelle Projekte verfolgen das Ziel einer umfassenden Messung nachhaltiger Entwicklung. Im Unterschied dazu zielt das hier dargestellte Forschungsvorhaben auf die Konkretisierung nachhaltiger Raumentwicklung für die Regionalplanung in NRW.

Kurzfassung

Der ARL-Arbeitskreis „Klimawandel und Raumplanung“ führte eine schriftliche Umfrage unter den Regionalplanungsstellen in Deutschland zum bisherigen Stand der Beschäftigung mit dem Thema Klimawandel durch. Gefragt wurde nach derVerfügbarkeit und dem Verbesserungsbedarf von Grundlageninformationen, den Möglichkeiten und Erfahrungen räumlicher Planung im Bereich Klimaschutz, den bisherigen Ansätzen sowie erwarteten Herausforderungen zur Anpassung an den Klimawandel und den erwarteten Auswirkungen auf den Planungsalltag. Die Umfrage zeigte auf, dass der Klimawandel von den befragten Regionalplanern bislang v.a. mit den Aspekten des Klimaschutzes in Zusammenhang gebracht wird, während zur Anpassung an den Klimawandei noch kaum Erfahrungen vorliegen und die Rolle der räumlichen Planung zum Umgang mit Klimawandelfolgen bislang kaum definiert ist.