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  • Author: Frank Othengrafen x
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Meike Levin-Keitel, Frank Othengrafen and Lukas Behrend

Zusammenfassung

Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die alltägliche Praxis von Stadtplanerinnen und Stadtplanern zu reflektieren, um sich vertiefend mit Stadtplanung als Disziplin auseinanderzusetzen und herauszufinden, welche Implikationen damit für das berufliche Selbstverständnis von Planerinnen und Planern verbunden sind. Auf der Basis einer schriftlichen Befragung unter Planerinnen und Planern in den öffentlichen Verwaltungen deutscher Mittelstädte kann festgestellt werden, dass Stadtplanung zwar über spezifische inhaltliche Schwerpunkte und das dazugehörige Fachwissen verfügt, es Stadtplanung aber nicht gelingt, ihre gesellschaftliche Bedeutung glaubhaft zu vermitteln und die Identität der Planung herauszubilden. Stadtplanerinnen und Stadtplaner sorgen zwar für einen möglichst reibungslosen Ablauf der Verfahren und die Rechtssicherheit der Projekte, die Formalisierung der Bauleitplanung trägt aber gleichzeitig dazu bei, dass konzeptionelle Ansätze für eine verantwortungsbewusste Stadtentwicklung nur selten zu finden sind. Dies schlägt sich auch in den Selbst- und Rollenverständnissen von Planerinnen und Planern nieder, die sich eher als Projekt- und Prozessmanager und weniger als Innovatoren bzw. Impulsgeber sehen. Darüber hinaus ist der Berufsalltag durch interdisziplinäre Arbeitsweisen und Fachkenntnisse bestimmt, was ein weiteres unverwechselbares Merkmal von Stadtplanung darstellt. Die ausgeprägte Interdisziplinarität ist gleichzeitig aber auch die größte Schwäche von Stadtplanung, da die Vielzahl an Ansätzen, Wissensformen und Methoden dazu führt, dass es keinen eindeutig identifizierbaren Kern gibt. Eine Verständigung darüber scheint aber umso wichtiger, um den Planerinnen und Planern für ihr Handeln eine neue Orientierung zu geben, um (auch) zukünftig eine proaktive und strategische Koordination und Steuerung der Raumentwicklung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gewährleisten.

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Susanne Bieker and Frank Othengrafen

Kurzfassung

Der demographische Wandel stellt Regionen vor große Herausforderungen und (Verteilungs-) Konflikte, für deren Lösung sie zunehmend auf die kooperative Zusammenarbeit mit anderen Gebietskörperschaften sowie mit Akteuren aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft angewiesen sind. Das erweiterte Akteursspektrum führt dabei zu einer verstärkt auf Kooperation ausgerichteten regionalen Steuerung auf netzwerkartiger Basis (Regional Governance). Regional Governance hat — vor dem Hintergrund des demographischen Wandels — zum Ziel, Prozesse der Selbstorganisation zu initiieren, d.h. die selbstständige regionale Handlungsfähigkeit herzustellen und eine bessere Selbstorganisation der Region und ihrer Teilräume zu gewährleisten. Für die Herstellung der regionalen Handlungsfähigkeit zeigt der folgende Beitrag am Beispiel der Region Braunschweig die Entwicklung einer „Organising Capacity” auf.

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Jörg Knieling, Frank Othengrafen and Tobias Preising

Zusammenfassung

Unternehmen und Wirtschaftsverbände beeinflussen zunehmend das öffentliche Aufgabenfeld der Raumentwicklung durch eigene Pläne und Positionierungsstrategien, die aktive Teilnahme an der politischen Entscheidungsfindung oder die Festlegung von Normen und Wertvorstellungen. Das Engagement privatwirtschaftlicher Akteure bei der Gestaltung des öffentlichen Raums ist dabei keinesfalls neu, allerdings scheinen sich strategische Entscheidungen von Unternehmen mittlerweile nicht nur auf den eigenen Unternehmensbereich zu beziehen, sondern einen größeren Wirkungsbereich – bezogen auf den Gegenstand (themenübergreifend) und den räumlichen Zuschnitt (gesamtstädtisch oder stadtregional) – zu umfassen. Der Beitrag hinterfragt anhand ausgewählter stadtregionaler Entwicklungsprozesse, welche Interessen überregional agierende Unternehmen in Bezug auf den lokalen oder regionalen Standort verfolgen: Orientieren sich privatwirtschaftlich beeinflusste Entwicklungsprozesse eher an betriebswirtschaftlichen Motiven oder übernehmen Unternehmen uneigennützig Verantwortung für den lokalen oder regionalen Standort, indem sie eigene Ressourcen für das Gemeinwohl einsetzen? Kann in diesem Zusammenhang – in Anlehnung an „Corporate Social Responsibility“ – von einer „Corporate Spatial Responsibility“ gesprochen werden? Anhand einer Analysematrix werden die verschiedenen privatwirtschaftlichen Beeinflussungsstrategien systematisiert und in Bezug auf die Qualitäten einer zunehmend privatwirtschaftlich initiierten räumlichen Entwicklungspolitik kritisch reflektiert. Dabei zeigt sich, dass die Agenda von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden im Hinblick auf Prozesse der Stadt- und Regionalentwicklung nicht so umfassend ausgerichtet ist wie die der öffentlichen Hand. Das gesellschaftliche und raumbezogene Engagement von Unternehmen erfolgt vorrangig dann, wenn es den Unternehmenszielen nicht entgegensteht und zur Steigerung des Betriebsergebnisses oder zur Imageförderung des Unternehmens beiträgt.

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Nachfrageorientiertes Nutzungszyklusmanagement

Flächensparen und Infrastrukturkosten senken durch Modernisierung von Wohnquartieren

Kilian Bizer, Christoph Ewen, Jörg Knieling, Frank Othengrafen and Immanuel Stieß