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  • Author: Dr. Kathrin Konrad x
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Abstract

In this paper, we examine the role of mobility-related attitudes in the travel mode use of young people, the extent to which young adults and teenagers behave consistently in relation to their attitudes, and the conditions on which the consistency of attitudes and behaviour depends. We thus continue the current discussion about the loss of importance of the car for young people in which various socio-demographic trends, but also changed attitudes, are used as explanatory factors, especially on a hypothetical level. Our contribution closes a research gap in that so far neither the relationship between attitudes and behaviour among young people has been empirically investigated nor has this relationship been empirically placed in a context of spatial, economic and socio-demographic conditions. We address this by means of differentiated correlation analyses and the calculation of correlation differences on the basis of a nationwide German survey of young people from 2013. This enables us to demonstrate that young people basically behave consistently in line with their attitudes. However, there are significant differences which confirm that certain spatial, economic and socio-demographic conditions are essential for the implementation of attitudes into corresponding travel mode use.

Zusammenfassung

Dieser Beitrag beantwortet die Frage, wie sich in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Geschlechterverhältnisses die Pkw-Nutzung von Männern und Frauen entwickelt hat. Außerdem wird beantwortet, wie sich statistische Unterschiede hinsichtlich der Pkw-Nutzung von Frauen und Männern erklären lassen. Anhand der deutschen Mobilitätserhebungen KONTIV und MiD wird für den Zeitraum 1976 bis 2008 ein langfristiger Trend der geschlechtsspezifischen Pkw-Nutzung nachgezeichnet und in den weiteren Kontext gesellschaftlicher Veränderungen eingeordnet. Die Analysen ermöglichen auch eine Annäherung an die Frage, inwiefern geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich der Pkw-Nutzung Resultat sozialer Rollen (z. B. Erwerbstätigkeit), Restriktionen (geringere Pkw-Verfügbarkeit der Frauen), rational-ökonomischer Haushaltsentscheidungen über eine knappe Ressource Pkw oder unterschiedlicher Normen und Präferenzen sind. Differenzierte Analysen zeigen, wie sich die Pkw-Nutzung von Männern und Frauen mit verschiedenen restriktiven Rahmenbedingungen der Mobilität (Teil-/Vollmotorisierung des Haushalts, Gemeindegrößenklassen) und verschiedenen soziodemographischen Merkmalen (z. B. Haushaltskontext, Erwerbstätigkeit) entwickelt hat. Im Wesentlichen konvergiert die Pkw-Nutzung zwischen Männern und Frauen durch ein „Aufholen“ der Frauen. In Haushalten, in denen der Pkw eine knappe Ressource darstellt, ist aber auch eine Umverteilung des Pkw zwischen Männernund Frauen zu beobachten. Zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterscheidet sich dieser Trend allerdings: Beispielsweise nimmt die Pkw-Nutzung der Frauen in Klein- und Mittelstädten deutlich stärker zu als in Großstädten. Die Ergebnisse deuten außerdem auf geschlechtsspezifische Normen oder Präferenzen hin, denn selbst bei gleichen Rahmenbedingungen wie Vollzeiterwerbstätigkeit und uneingeschränkter Pkw-Verfügbarkeit fahren die Frauen seltener Auto als Männer.