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  • Author: Claus-Christian Wiegandt x
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Zuzug, Fortzug, Umzug – die Stadtregion Bonn in Bewegung

Kurzfassung

Im Rahmen des demographischen Wandels wird neben einer Alterung der Gesellschaft und der Zunahme von Personen mit Migrationshintergrund derzeit eine Abnahme der Bevölkerungszahlen als ein bedeutender Trend diskutiert. Neben schrumpfenden Regionen, die derzeit die raumordnungspolitische Debatte bestimmen, gibt es aber auch heute noch strukturstarke Regionen, die sich durch ein Bevölkerungswachstum auszeichnen. Hierzu zählt auch die Region Bonn. Prognosen zeigen, dass ihr Bevölkerungswachstum auch zukünftig im Gegensatz zu zahlreichen anderen nordrhein-westfälischen Städten und Regionen anhalten wird.

In dem Beitrag werden die Ergebnisse einer Studie über Wanderungsströme und Wanderungsmotive in dieser wachsenden Region vorgestellt. Ein Ziel ist darzulegen, inwieweit sich gesellschaftliche Veränderungen im Rahmen des demographischen Wandels auf Wanderungsentscheidungen auswirken.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Wanderungsentscheidungen der älteren Generation zunehmend durch einen vorausschauenden Blick auf das eigene Alter geprägt sind und die Alterung der Gesellschaft bereits jetzt Auswirkungen auf Wohnstandortentscheidungen und den Wohnungsmarkt hat. Weiterhin führen neue Haushaltsformen, die als Folge der Pluralisierung der Lebensstile entstehen, zu geänderten Wohnanforderungen. Ebenso spiegeln sich veränderte Mobilitätsansprüche in den Auswahlkriterien für den Wohnstandort wider. Schließlich wird bei der Eigentumsbildung auch der Aspekt reflektiert, in einer wachsenden Region zu leben.

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Akteurslogiken bei kommunalen Integrationspolitiken für Geflüchtete in nordrhein-westfälischen Groß- und Kleinstädten

Kurzfassung

Mit dem deutlichen Anstieg der Zuwanderung Geflüchteter seit Mitte der 2010er-Jahre stehen die Städte und Gemeinden mit ihrer kommunalen Ausländer- und Migrationspolitik vor neuen Herausforderungen der gesellschaftlichen Integration. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfolgt im Zusammenspiel verschiedener, zum Teil neuer lokaler Akteure aus dem öffentlichen (z. B. kommunale Verwaltung, Wohlfahrtsorganisationen), privatwirtschaftlichen (z. B. Arbeitgeber) und zivilgesellschaftlichen Bereich (z. B. ehrenamtliche Initiativen). In diesem Beitrag werden die verschiedenen Logiken zentraler, am Integrationsprozess beteiligter Akteure beleuchtet, um aufzuzeigen, wer unter welchen Voraussetzungen die Integrationsbedingungen vor Ort in welcher Weise gestaltet und steuert. Die Untersuchung wurde in zwei unterschiedlichen lokalen Kontexten, der Stadt Köln und dem Kreis Heinsberg, mit dem Ziel durchgeführt, Unterschiede und Gemeinsamkeiten lokaler Governance aufzuzeigen. Die Ergebnisse beruhen auf 29 Experteninterviews mit Vertretern der Stadt- und Kreisverwaltungen, der Stadtgesellschaften und der Landesebene, die im Rahmen beruflicher oder ehrenamtlicher Tätigkeit am Integrationsprozess Geflüchteter beteiligt sind. Im Ergebnis zeigen sich bei einigen Maßnahmen der Integrationspolitik verschiedene Handlungslogiken. Dies trifft erstens für das Verhältnis zwischen staatlichen Akteuren der Bundes- und Landesebene und kommunalen Akteuren zu. Dies trifft zweitens aber auch auf das Verhältnis zwischen kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zu. Dabei spielen die räumlichen und situativen Kontexte eine differenzierende Rolle.

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Schöne Städte durch große Pläne? – Baukultur und integrierte Stadtentwicklungsplanung

Zusammenfassung

In den letzten Jahren wird das Thema Baukultur auf allen Ebenen der Stadtentwicklungspolitik in Deutschland zunehmend diskutiert. Dabei stehen insbesondere die Defizite in der baulichen Gestaltung der deutschen Städte im Vordergrund. Gleichzeitig findet ein Diskurs über veränderte Rahmenbedingungen und Eigenschaften der Stadtentwicklungsplanung statt. In diesem Beitrag werden die aktuellen Stadtentwicklungspläne der 20 größten Städte in Deutschland vorgestellt und im Hinblick auf ihre Aussagen zu stadtgestalterischen Zielen untersucht. Anhand der beiden Fallbeispiele Köln und München wird der unterschiedliche Umgang mit dem Thema Baukultur in der Stadtentwicklungsplanung verdeutlicht.

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Rezensionen
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Determinanten des Online-Einkaufs – eine empirische Studie in sechs nordrhein-westfälischen Stadtregionen

Zusammenfassung

Einzelhandel findet heute nicht nur in den Stadt- und Stadtteilzentren bzw. in den Einkaufszentren am Rande der Städte statt, sondern zunehmend auch im Internet. Der Beitrag untersucht, welche Determinanten ausschlaggebend sind, im stationären Einzelhandel bzw. im Online-Handel einzukaufen. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von rund 2.900 Personen in den sechs nordrhein-westfälischen Stadtregionen Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Münster und Köln. In Abhängigkeit der Entfernung zur jeweiligen Innenstadt wurde in insgesamt 26 Untersuchungsgebieten befragt. In allen sechs Stadtregionen zeigt sich, dass nicht die räumlichen, sondern ausgewählte demographische und sozioökonomische Faktoren das Einkaufsverhalten bestimmen. Das Geschlecht, das Alter und die Lebensstile spielen beim Online-Einkauf eine wesentliche Rolle, das Einkommen ist keine beeinflussende Größe.

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