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Andreas Bohner, Cecilie Brigitte Foldal and Robert Jandl

Zusammenfassung

Die Speicherung des Kohlenstoffs (C) in Grünlandökosystemen ist in Österreich unzureichend untersucht. An drei unterschiedlichen Dauergrünland-Standorten in der Steiermark wurden für sechs repräsentative Vegetationstypen die C-Gehalte in den verschiedenen Kompartimenten des Ökosystems ermittelt, um den gesamten C-Vorrat abschätzen zu können. Die C-Speicherung wird maßgeblich vom Vegetationstyp, von den Bodeneigenschaften (insbesondere Bodentemperatur, Wasser- und Nährstoffgehalt, amorphe Eisen- und Aluminium-Oxide) und von der Bewirtschaftungsintensität (Düngung, Nutzungshäufigkeit) determiniert. Der gesamte C-Vorrat beträgt in montanen und subalpinen Grünlandökosystemen 6-10 kg C m−2. Durch Düngung kann der C-Vorrat erhöht und durch Überbeweidung oder Mahd ohne Düngung verringert werden. Die C-Speicherung im Grünlandökosystem ist bei mittlerer Bewirtschaftungsintensität am höchsten. Grünlandböden speichern deutlich mehr C als die Grünlandvegetation. Der C-Vorrat beträgt in montanen Dauergrünlandböden (0-50 cm) 5-10 kg C m−2 und in skelettreichen Almböden (0-30 cm) 5-7 kg C m−2. In montanen Grünlandböden werden beträchtliche C-Mengen (>40 %) im Unterboden (10-50 cm) gespeichert. In Almböden ist die C-Speicherung stärker auf den Oberboden konzentriert. Für die C-Speicherung im Unterboden haben amorphe Fe- und Al-Oxide eine große Bedeutung. Die Wurzelmasse bestimmt maßgeblich die C-Konzentration im Oberboden. Wurzel- und Stoppelmasse sind vor allem in Magerwiesen und Almweiden bedeutende C-Speicher und relevante Humusbildner. Bewirtschaftungsbedingte C-Vorratsänderungen treten vor allem im Oberboden auf.

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Andreas Bohner, Philipp Gehmacher, Gernot Bodner and Peter Strauss

Zusammenfassung

Die Bodenverdichtung ist ein aktuelles Problem der intensiven Grünlandwirtschaft. Daher wurden in einem repräsentativen österreichischen Grünlandgebiet an 22 unterschiedlichen Standorten die Lagerungsdichte (LD), der Eindringwiderstand (EW) und das Porenvolumen von typischen Dauergrünlandböden (Braunerde, Pseudogley, Gley) bis zu einer Bodentiefe von 30 cm bestimmt, um die bodenverdichtende Wirkung einer intensiven Grünlandbewirtschaftung beurteilen zu können. Außerdem wurde geprüft, ob zwischen den bodenphysikalischen Parametern und dem Auftreten von Bodenverdichtungszeigern im Pflanzenbestand ein Zusammenhang existiert. Der Verdichtungszustand von Dauergrünlandböden hängt von den Bodeneigenschaften (Humusgehalt, Bodenart), der Bewirtschaftungsform und der Nutzungsintensität ab. Die Verdichtungsempfindlichkeit sinkt mit steigendem Humus- und Tongehalt im Boden. Bei hoher Nutzungsintensität sind die Dauergrünlandböden mäßig überverdichtet. Die stärkste Bodenverdichtung entsteht infolge intensiver Beweidung mit Rindern. Durch Viehtritt wird der Boden insbesondere bis in 15 cm Tiefe verdichtet. Häufiges Befahren mit Grünlandmaschinen bewirkt eine Verdichtung zumindest bis 25 cm Bodentiefe. Die Mähweiden nehmen hinsichtlich Bodenverdichtung eine Mittelstellung zwischen Wiesen und Weiden ein. Die Gefahr einer ertragsmindernden Schadverdichtung steigt in Lehmböden beträchtlich, wenn innerhalb der oberen Bodenschicht (0-20 cm) eine Verdichtungszone mit einer LD über 1,40 g/cm3 oder einem EW größer als 2,00 MPa auftritt. Die Bodenverdichtung wird im Dauergrünland durch Zeigerpflanzen zuverlässig indiziert. Ranunculus repens ist ein besonders sensitiver Bioindikator für Bodenverdichtung.

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Monika Sobotik, Tobias Graf, Margarita Himmelbauer, Gernot Bodner, Andreas Bohner and Willibald Loiskandl

Zusammenfassung

Im Rahmen der Tagung „Wurzel und Rhizosphäre: Ökophysiologie, Humushaushalt und Bodenmanagement” im September 2015 wurden Wurzelfreilegungen von Hopfen und Mais in Wolnzach (Bayern) durchgeführt. Das Hauptziel der Untersuchungen war, die Möglichkeiten und den Wert von Wurzelfreilegungen im Feld zu demonstrieren. Für die Hopfenfreilegungen konnten die sichtbaren oberirdischen Unterschiede auch durch die Bewurzelungsweise erklärt werden. Der Einfluss der Bewässerung auf das Wurzelwachstum wurde ebenfalls untersucht. Die schwächer entwickelten Hopfenpflanzen wiesen eine Wurzeltiefe von ca. 130 cm auf, während die Wurzeln der gut entwickelten Pflanzen bis in eine Tiefe von 370 cm verfolgt werden konnten. Weiters wurden Maispflanzen bei konservierender Bodenbearbeitung mit Direktsaat untersucht. Im Gegensatz zu anderen Standorten konnten mehr Sprosswurzeln und lange Seitenwurzeln bis in eine Bodentiefe von 140 cm gefunden werden.