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Zusammenfassung

Im Mittelpunkt des Beitrags steht eine Diskussion über eine Weiterentwicklung des 1995 landesplanerisch begründeten, aber in der Praxis nie realisierten Konzepts der „Metropolregion Rhein-Ruhr“. Auf der Grundlage eines Messkonzepts zur Erfassung metropolitaner Funktionen werden die potenziellen Metropolregionen Köln-Bonn und Düsseldorf sowie deren Zusammenfassung zu einer Metropolregion Rheinland in einen direkten Vergleich zu den großen deutschen Metropolregionen gestellt. Darüber hinaus werden inter- und intraregionale Verflechtungsbeziehungen des Metropolraums über den Indikator Pendlerströme analysiert. Aus diesen empirischen Ergebnissen werden abschließend begünstigende und erschwerende Faktoren für die alternativen Regionsbildungen herausgearbeitet und die Abgrenzungsvarianten gegenübergestellt.

Kurzfassung

Jedes Jahr verlieren die großen deutschen Städte durch die Suburbanisierung Einwohner an ihr Umland. Die Untersuchung von sieben Großstädten ergibt zwischen 1981 und 2000 einen jährlichen negativen Wanderungssaldo von etwa 0,5% an der Gesamtbevölkerung. Somit sind in 20 Jahren ca. 10 % der Stadtbevölkerung in das Umland abgewandert. Die Suburbanisierung ist ein wesentlicher Grund für das Verhältnis der einwohnerbezogenen Baufertigstellungen, wobei die Kernstadt gegenüber dem Umland mit einem Verhältnis von 1:1,7 deutlich weniger Wohnungen auf den Markt bringt. Im Prozess der Suburbanisierung spielt der Gebäudetyp des so genannten Ein- und Zweifamilienhauses eine besondere Rolle. Die Untersuchung macht in allen Städten die höhere Attraktivität des Umlandes und das knappere Angebot an Baugrundstücken in den Kernstädten für die Errichtung von Ein- und Zweifamilienhäusern deutlich: So liegen die einwohnerbezogenen Baufertigstellungen vier bis fünf Mal höher als im Zentrum.

Kurzfassung

Funktional abgegrenzte Raume wie Arbeitsmarktregionen werden u. a. für regionalökonomische Analysen benötigt. In Abhängigkeit der Definition von Wirtschaftsräumen können Regionen als „wohlhabend“ oder „arm“ erscheinen. Aber auch weitere statistische Gründe sprechen für die Verwendung von Arbeitsmarktregionen. Die für Deutschland vorliegenden Abgrenzungen von Funktionalräumen basieren noch auf Datenmaterial aus den 1980er und 90er Jahren. Insofern ist eine Neuabgrenzung geboten. Die Autoren setzen dazu eine Faktorenanalyse mit schiefwinkliger Rotation ein und erhalten 150 Arbeitsmarktregionen, die sich aus einem oder mehreren Kreisen zusammensetzen. Diese Arbeitsmärkte erfüllen das Kriterium der zumutbaren Pendelzeit (max. 45 bis 60 Minuten in Abhängigkeit der Attraktivität des Zentrums) und weisen eine Größe von mehr als 50 000 Einwohnern auf.

Zusammenfassung

Die vorliegende Studie präsentiert einen Methodenvorschlag für gemeinde- und kreisscharfe Abgrenzungen von Arbeitsmarktregionen auf der Basis von Pendlerverflechtungen. Die Abgrenzung nutzt als Verfahren eine Weiterentwicklung der graphentheoretischen Methode, deren Güte mit dem Modularitätsmaß Q aus der Netzwerkforschung gemessen wird. Die Studie basiert auf Gemeindedaten für Deutschland für die Jahre 1993 bis 2008. Als Ergebnis der Analysen werden gemeinde- und kreisscharfe Abgrenzungen mit 50 Arbeitsmarktregionen vorgestellt. Dieses Abgrenzungsergebnis liefert recht größenheterogene Regionen, besitzt aber über den betrachteten Zeitraum eine hohe zeitliche Stabilität. Es wird dargelegt, dass auch eine kreisscharfe Abgrenzungsvariante ein sehr gutes Ergebnis für die Erfassung von Pendlerverflechtungen und einen hohen Selbstversorgungsgrad der Regionen liefert. Der Vergleich mit bisherigen Abgrenzungen funktionaler Räume in Deutschland anhand verschiedener Merkmale bestätigt die Güte der gefundenen Abgrenzung.

Kurzfassung

Wohnungsmärkte sind heterogen und lassen sich daher durch Verwaltungseinheiten nicht adäquat abbilden. Vielmehr müssen sie durch funktionale Verflechtungen regional erfasst werden. In diesem Artikel wird einAlgorithmus vorgestellt, der Kreise und kreisfreie Städte zu Wohnungsmarktregionen verschmilzt. Dabei wird im so genannten AMOEBA-Verfahren eine Clusteranalyse mit Wanderungsdaten durchgeführt. Aus theoretischer Sicht lässt sich eine hohe räumliche Deckungsgleichheit vonWohnungs-mit Arbeitsmärkten erwarten. Diese Überlagerung wird anhand einiger in Fallbeispielen neu abgegrenzter Wohnungsmarktregionen mit drei bereits deutschlandweit vorliegenden Arbeitsmarktabgrenzungen überprüft und insgesamt weitestgehend bestätigt.

Kurzfassung

Der vorliegende Beitrag behandelt die Chancen und Risiken planerischer Koordination sowie theoretische Ansätze zur Erklärung der Interdependenzen zwischen Kommunen und Unternehmen. Er bildet den Ausgangspunkt für weitere Forschungen in einem Handlungsfeld, welches im Bereich der Wirtschaftsförderung und unter dem Begriffpublic-private-partnership in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Beide Akteursgruppen werden in einen systemtheoretischen Zusammenhang gestellt. Darauf aufbauend wird versucht, mit Hilfe der Regulationstheorie Erklärungsansätze für das dynamische Verhältnis zwischen Unternehmen und den Gebietskörperschaften herauszuarbeiten. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse sind mit den Methoden der Spieltheorie quantifizierbar.

Zusammenfassung

Im Zuge der Problematisierung des demographischen Wandels befasst sich die Mobilitätsforschung seit einigen Jahren verstärkt mit der Mobilität älterer Menschen. Dabei ist die Forschung überwiegend durch den Blick der Planungspraxis geprägt, mit der Folge, dass die Mobilität älterer Menschen gewöhnlich als technisches oder organisatorisches Problem aufgefasst wird. Versteht man Mobilität hingegen als ein soziales Phänomen, ist man unmittelbar mit der Frage konfrontiert, wie Mobilität und Lebenswirklichkeit miteinander verflochten sind. Dieser Beitrag nähert sich der Alltagsmobilität älterer Menschen aus einer akteurszentrierten Perspektive. Ziel ist es zunächst, ein Verständnis darüber zu vermitteln, wie ältere Menschen auf dem Land ihre Mobilität sehen und in ihren Alltag einbetten. Ausgehend von den Ergebnissen einer qualitativen Studie, verdeutlicht der Beitrag die handlungsleitenden Momente ihres Unterwegsseins, skizziert den Stellenwert von Emotionen und den funktionellen Aspekt der Gesunderhaltung. Vor allem jedoch wird die Bedeutung sozialer Kontakte veranschaulicht: Auch wenn sich alltägliche Erfordernisse, wie der Einkauf oder Arztbesuch, als wesentliche Anlässe von Mobilität erweisen, vorrangig sind es Ereignisse der Zusammenkunft, die das Leben älterer Menschen auf dem Land prägen. Die Erkenntnisse münden in Schlussfolgerangen für die Planungspraxis.