Browse

You are looking at 1 - 10 of 1,495 items for :

  • Architecture x
Clear All
Open access

Felicitas Hillmann and Laura Calbet

Zusammenfassung

Ausgehend von der These, dass Stadtentwicklungspolitik ein wesentlicher Bestandteil einer zunehmenden local governance of migration ist, untersucht dieser Beitrag die Schnittstellen zwischen migrationsbezogenen Politiken und migrantischen Handlungspraxen einerseits und Stadtentwicklungsstrategien andererseits. Es wird davon ausgegangen, dass europäische Städte in übergeordnete (supra)nationale Migrationsregime eingegliedert sind, die deren institutionelles Handeln im Umgang mit Migration beeinflussen. Der Vergleich zweier Städte in unterschiedlichen Migrationsregimen ermöglicht es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Verbindung zwischen Migrations- und Stadtentwicklungsfragen, die sich trotz oder aufgrund der Einbindung in unterschiedliche Regime ergeben, herauszuarbeiten. Betrachtet werden Genua in Italien und Manchester in Großbritannien. Der Vergleich zeigt, dass sowohl Städte mit wenig institutionalisierten Migrationspolitiken als auch mit langjährigen migrationsbezogenen Politiken sich insbesondere auf zivilgesellschaftliche Akteure verlassen. Migration-led regeneration findet statt, wird in den Regenerierungsstrategien jedoch nicht explizit thematisiert.

Open access

Hans Joachim Kujath, Peter Dehne and Axel Stein

Kurzfassung

In der Wissensgesellschaft differenziert sich die Raumstruktur in eine Vielzahl von Raumtypen aus; auch der ländliche Raum stellt sich nicht als ein homogenes Gebilde dar. Die „reflexive Moderne“ der Wissensgesellschaft scheint keinen Determinismus in Bezug auf räumliche Entwicklungsunterschiede zu kennen, sondern den Menschen Spielräume für eine Aneignung und Inwertsetzung unterschiedlicher Räume zu öffnen. Diese erweiterten Gestaltungsmöglichkeiten könnten auch in dem bisher als zurückbleibend eingeschätzten ländlichen Raum neue Entwicklungsimpulse auslösen. Zur Überprüfung dieser Annahmen wird in diesem Beitrag aus einem theoretischen Blickwinkel gefragt, wie die kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und technischen Dimensionen der Wissensgesellschaft mit dem Raum interagieren und welche Herausforderungen sowie Strategien sich daraus für den ländlichen Raum ergeben können. Die empirische Überprüfung stützt sich auf Ergebnisse einer Arbeitsgruppe der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) zur Wissensgesellschaft in ländlich-peripheren Regionen sowie ergänzend auf weitere quantitative und qualitative Studien zum Thema. Aus diesen Untersuchungen geht hervor, dass sich in vielen, wenn auch nicht in allen Regionen neuartige wissensgesellschaftlich geprägte Lebenskulturen in Abgrenzung zu städtischen Lebensmodellen entfalten. Sie belegen eine neue Attraktivität des ländlichen Raumes, die sich auch in wissensbasierten Projekten der Kultur, Bildung, Daseinsvorsorge und des unternehmerischen Engagements niederschlägt. Beispiele finden sich besonders in wirtschaftlich wettbewerbsfähigen Regionen, aber auch in den peripheren Regionen, die unter Bevölkerungsverlusten leiden. Es bleibt weiteren Untersuchungen vorbehalten zu eruieren, wie diese Ansätze von öffentlichen Akteuren strategisch genutzt werden können, um den wissensgesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Sie können helfen, in erfolgreichen Regionen gesammelte Erfahrungen für eine politische und planerische Unterstützung peripherer Städte und Regionen im ländlichen Raum zu nutzen.

Open access

Dieter Rink and Marie Görbing

Kurzfassung

Zwischennutzungen spielen seit 15 bis 20 Jahren eine wichtige Rolle in Forschung und Planung. Zwischennutzungen wurden früher negiert oder als Randerscheinung abgetan, heute wird ihnen eine zentrale Rolle im Umgang mit den Folgen von Schrumpfung zugesprochen. Im Beitrag wird anhand eines kontrastierenden Vergleichs der Frage nachgegangen, wie Zwischennutzungen in unterschiedlichen urbanen Kontexten funktionieren. Dabei wird eine durchgängig schrumpfende Mittelstadt (Dessau-Roßlau) mit einer Großstadt (Leipzig) verglichen, die in den vergangenen drei Jahrzehnten unterschiedliche Phasen durchlaufen hat (Schrumpfung, Reurbanisierung und Wachstum). Ergebnis des Vergleichs ist, dass urbane Kontexte, das heißt die jeweiligen Stadtentwicklungsphasen, entscheidende Rahmenbedingungen für Zwischennutzungen sind. Es bedarf einer kritischen Masse an Nachfragern von Zwischennutzungen und einer proaktiven Haltung von Stadtpolitik und Stadtverwaltung gegenüber Zwischennutzungen. Diese Voraussetzungen sind vor allem in Großstädten und Metropolen und insbesondere im Kontext von Reurbanisierung gegeben. Reurbanisierung bzw. moderates Wachstum nach Schrumpfung kann als optimaler urbaner Kontext für Zwischennutzungen gesehen werden. Aus dieser Perspektive erscheint die überwiegende Thematisierung von Zwischennutzungen als „Instrument der Schrumpfung“ als zu einseitig oder irreführend. Die Wirkungen von Zwischennutzungen fallen in einem mittelstädtischen Kontext wie in Dessau eher gering oder sogar nur marginal aus. Schrumpfenden Mittelstädten und erst recht Kleinstädten sollten daher keine übertriebenen Hoffnungen im Hinblick auf die Wirkungen des Instruments Zwischennutzung gemacht werden.

Open access

Madeleine Wagner and Anna Growe

Abstract

The objective of this paper is to understand how work processes and the quality of physical places support creative knowledge generation. The creation of knowledge is linked to both social space and physical place, and is influenced by steady socio-spatial dynamics. In workplaces, the space-time dynamics of knowledge creation coincide with the physical characteristics of place. On the basis of qualitative interviews with Design thinking workshop facilitators, as well as participants, the influence of three types of creative support (psychosocial, inspirational and functional) is linked to the elements of place, people and process in this specific innovation method. This paper discusses in which ways place, people and process contribute to creating a creativity-enhancing workspace and inspiring atmosphere in temporary spatial proximity. Eventisation of the innovation process, and interaction in temporary spatial proximity, are important prerequisites for keeping knowledge creation exciting.

Open access

Francesca Adam, Stefanie Föbker, Daniela Imani, Carmella Pfaffenbach, Günther Weiss and Claus-Christian Wiegandt

Kurzfassung

Mit dem deutlichen Anstieg der Zuwanderung Geflüchteter seit Mitte der 2010er-Jahre stehen die Städte und Gemeinden mit ihrer kommunalen Ausländer- und Migrationspolitik vor neuen Herausforderungen der gesellschaftlichen Integration. Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfolgt im Zusammenspiel verschiedener, zum Teil neuer lokaler Akteure aus dem öffentlichen (z. B. kommunale Verwaltung, Wohlfahrtsorganisationen), privatwirtschaftlichen (z. B. Arbeitgeber) und zivilgesellschaftlichen Bereich (z. B. ehrenamtliche Initiativen). In diesem Beitrag werden die verschiedenen Logiken zentraler, am Integrationsprozess beteiligter Akteure beleuchtet, um aufzuzeigen, wer unter welchen Voraussetzungen die Integrationsbedingungen vor Ort in welcher Weise gestaltet und steuert. Die Untersuchung wurde in zwei unterschiedlichen lokalen Kontexten, der Stadt Köln und dem Kreis Heinsberg, mit dem Ziel durchgeführt, Unterschiede und Gemeinsamkeiten lokaler Governance aufzuzeigen. Die Ergebnisse beruhen auf 29 Experteninterviews mit Vertretern der Stadt- und Kreisverwaltungen, der Stadtgesellschaften und der Landesebene, die im Rahmen beruflicher oder ehrenamtlicher Tätigkeit am Integrationsprozess Geflüchteter beteiligt sind. Im Ergebnis zeigen sich bei einigen Maßnahmen der Integrationspolitik verschiedene Handlungslogiken. Dies trifft erstens für das Verhältnis zwischen staatlichen Akteuren der Bundes- und Landesebene und kommunalen Akteuren zu. Dies trifft zweitens aber auch auf das Verhältnis zwischen kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zu. Dabei spielen die räumlichen und situativen Kontexte eine differenzierende Rolle.

Open access

Ewelina Biczyńska

Abstract

Medellín, a city in Colombia, is known for its resurrection from the status of the most dangerous city in the world to that of the most innovative one (awarded in 2013). The paper discusses the achievements of Medellín as a Smart City, which include, among others, the popularisation of Internet usage, optimisation of the urban transportation system with a reduction in traffic accidents, development of a mass transportation system with a cable car for a famous city in the developing world, improved security, together with an efficient crime reporting system and environmental risk monitoring. The potential risks involved in the implementation of ICT in city management are also discussed, related mostly to social exclusion and the actual distribution of the benefit coming from the Smart City. When compared with European cities, the additional barriers that the Colombian city needs to overcome are very high social inequalities, endemic crime, and topographic difficulties. This Latin American perspective can make clearer the difference between the Smart City in cities of the Global North vs Global South.

Open access

Roberto Falanga

Abstract

Citizen participation in policymaking has become a worldwide key reference for the design and implementation of urban regeneration. Despite the growing rate of participatory processes, little evidence or scientific debate has been fostered on their measurement and, broadly speaking, evaluation. While challenges in providing robust evaluations are related to the difficulties in providing common definitions of citizen participation in policymaking, the limited sharing of theories and evidence compromises a more comprehensive understanding of the socio-political phenomenon. The article contributes to this topic by discussing the conceptualisation and operationalisation of the participation index for the Bip/ Zip programme. Since 2011, the programme has tackled socio-spatial inequalities in 67 priority areas of Lisbon by funding local partnerships composed of local associations, NGOs, and parish governments committed to engaging local communities in the development of their activities. The participation index will be formulated from the convergence of data collected through quantitative and qualitative methods on the constitution of partnerships, the implementation of initiatives, and the provision of public funding. The discussion provides critical reflection upon opportunities and challenges of the ongoing process from the academic and policy sides, which can positively stimulate future research on the topic.

Open access

Astrid Wood

Abstract

Building upon the debates around travelling policy and precipitous imitation of bus rapid transit worldwide, this paper commits to disentangling the nexus of global intermediaries – that is, the advocacy organizations, engineering consultancies and international banks furthering the economy of policy translation. These associations promote their particular policy package by providing training manuals, funding for study tours and a never-ending stream of architects, engineers and planners with topical expertise and skills. This paper unravels the multiple and overlapping roles intermediaries play first by introducing the policy to relevant policymakers, providing technical expertise and financing, and later serving as critic of the translation process, drafting formative reports and measuring the merits as compared to the model. The economy of policy translation is to maintain these entanglements, to complicate the transfer of knowledge and to ensure that localities remain dependent on the nexus of global intermediaries. As such, these global intermediaries create and sustain a process whereby learning is deliberate and methodical but never-ending and unhurried. Such analysis contributes to policy mobilities discussions by identifying a wider process of peripatetic policymaking and politics, and in so doing, explains how and why certain best practices are elevated and esteemed while others are discounted.

Open access

Toms Skadins, Janis Krumins and Maris Berzins

Abstract

Statistical, morphological and functional approaches have long been used to delineate spatial boundaries of urban agglomerations. This research uses data from the Central Statistical Bureau and the State Revenue Service. The results indicate that morphological and functional approaches are essential when defining the agglomeration, however the outcomes are different. The most relevant consistency was observed in the territorial units adjoining the city of Riga due to the fact that they have a common labour market with Riga and share a strong functional linkage. However, the spatial extent based on the morphological approach confirms and highlights the effects of urban sprawl.