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Evolution and Transition

Kurzfassung

Am Beispiel des politisch-planerischen Diskurses zu ehemaligen Planungen für ein großflächiges Einkaufszentrum in der Mainzer Innenstadt wird der potenzielle Mehrwert diskurs- und gouvernementalitätstheoretischer Zugänge zu raumbezogenen Fragestellungen erörtert. Insbesondere werden die diskursiven Mechanismen der Einschreibung einer unternehmerischen und depolitisierten Konzeption urbaner Räume in scheinbar neutrale und objektive Techniken raumbezogener Wirkungsanalysen herausgearbeitet. Die damit verbundene Sichtweise auf städtische Räume als Wettbewerbseinheiten, die durch raumwirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten determiniert sind, wird jedoch gleichzeitig durch Gegendiskurse aufgebrochen, die das Bewahren ortsspezifisch gewachsener baulicher Strukturen zum Maßstab von Stadtentwicklungspolitik machen. Die Fallstudie verdeutlicht damit, wie mithilfe diskursanalytischer Zugänge die raumbezogenen Wissensordnungen freigelegt werden können, die die politischplanerische Steuerung gegenwärtiger Stadtentwicklungsprozesse anleiten.

Kurzfassung

Ziel des Beitrags ist die Untersuchung und Bewertung der Erreichbarkeit der Bevölkerung durch ambulante Pflegedienste in Unterfranken unter Einbeziehung der räumlich differenzierten Bevölkerungsstruktur für das Jahr 2017 sowie der voraussichtlichen demographischen Entwicklung bis 2025. Die Erreichbarkeiten werden sowohl rasterbasiert als auch vektorbasiert in einer GIS-Software modelliert. Darüber hinaus werden demographische Entwicklungen in der Altersgruppe „80 Jahre und älter“ eingebunden. Die Ergebnisse der rasterbasierten Fahrzeitenmodellierung zeigen flächenhaft relativ gute Erreichbarkeiten, mit Ausnahme weniger peripherer Gebiete. Mittels vektorbasierter Fahrzeitenmodellierung werden Einzugsgebiete, welche auf Personalkosten und Anfahrtspauschalen nach SGB V und SGB XI als Berechnungsgrundlagen basieren, für ambulante Pflegedienste berechnet. Es zeigt sich, dass in Teilen Unterfrankens keine ausreichende Kostendeckung gegeben ist. Hinsichtlich der skizzierten Bevölkerungsentwicklung sowie unzureichender Fahrtkostendeckung im Bereich der Mittelgebirge und abseits der Verdichtungsräume wird eine Flexibilisierung der Anfahrtsvergütung sowie eine Aufstockung des Pflegepersonals empfohlen.

Kurzfassung

Die Wiener Stadtregion+ zählt zu den dynamischsten Wachstumsregionen Europas. Das Management des Bevölkerungswachstums stellt Stadt und Umland vor umfangreiche planungspolitische Herausforderungen, die eine gemeinsame und abgestimmte Vorgehensweise erforderlich machen. Die diesbezüglichen stadtregionalen Kooperationsstrukturen sind gegenwärtig inhaltlich und institutionell jedoch nur schwach ausgeprägt. Ziel des Beitrags ist es, vor diesem Hintergrund auf analytische und instrumenteller Ebene Vorschläge zur Weiterentwicklung von informell-kooperativen Raumentwicklungsprozessen in Stadtregionen auszuarbeiten. Die theoretische Einbettung erfolgt über das Konzept der strategischen Planung in Kombination mit dem Ansatz der soft spaces. Anhand des „Verflechtungs-Kooperations-Paradoxons“ werden dabei auf analytischer Ebene die sehr unterschiedlichen Strukturen funktionaler Verflechtungen und interkommunaler Kooperationen in der Stadtregion+ aufgezeigt. Auf instrumenteller Ebene wird das Planungsprinzip der „flexiblen Regionalisierungen“ vorgestellt, das die Idee räumlicher und zeitlicher Flexibilität in der strategischen Planung aufgreift und weiterdenkt. Ein wesentlicher Bestandteil davon ist die Identifizierung von „Fokusräumen“ als spezifische Teilbereiche innerhalb einer Stadtregion. Dabei handelt es sich um ‚weiche Planungsräume‘, in denen interkommunal, kooperativ und umsetzungsorientiert an gemeinsamen Planungs- und Entwicklungsherausforderungen gearbeitet wird. Die gewählte Methodik sowie die daraus resultierenden Ergebnisse werden kritisch reflektiert und diskutiert, bevor abschließend wienspezifische und allgemeine Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.