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Mutterschaft und die Veränderung der Einstellungen zu Geschlechterungleichheiten

Abstract

Der Beitrag untersucht, wie die Einstellungen zu Geschlechterungleichheiten durch den Übergang in die Mutterschaft beeinflusst werden und ob dabei bildungsspezifische Unterschiede auftreten. Längsschnittanalysen mit Daten des Schweizer Haushalt-Panels zeigen, dass mit der Geburt des ersten Kindes die Wahrnehmung von Frauenbenachteiligungen und die Zustimmung zu Frauenfördermassnahmen steigen. Diese Erhöhung ist allerdings nur von vorübergehender Dauer. Kein klares Muster zeichnet sich bei den bildungsspezifischen Analysen ab.

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Retour vers le futur : la reféodalisation du capitalisme moderne

Abstract

Dans de nombreuses sociétés modernes, une transformation sociale est en cours, établissant des privilèges «néo-féodaux» pour les classes fortunées, tandis que les couches inférieures sont confrontées à l’exclusion et au retour du travail forcé. Se référant à un concept analytique développé jadis par Jürgen Habermas, cette transformation est conçue comme une «reféodalisation» du capitalisme moderne. La «reféodalisation» est un mode paradoxal de transformation sociale qui fait apparaître des modèles sociaux pré-modernes comme résultats de la modernisation.

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Risk of Malpractice Claims and Changes in Professional Autonomy: A Qualitative Study of Obstetrician-Gynaecologists in Switzerland

Abstract

Based on interviews, this article explores how obstetrician-gynaecologists in Switzerland deal with and respond to the risk of malpractice claims. It describes the factors associated with the interviewees’ perceived increasing risk of litigation, as well as three attitudes towards the use of consent forms as a means of managing such a risk. This article suggests that the perceived risk of claims is closely linked to the physicians’ perception of how external regulation shapes their professional autonomy.

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Sozialkapital als affektive Struktur sozialer Systeme

Abstract

«Sozialkapital» ist in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen, wobei man es allerdings meist formal als Netzwerkstruktur oder inhaltlich als Normenbestand definiert hat, um es letztlich zum modischen «umbrella term» für grundsätzlich bekannte soziologische Tatsachen zu machen. Demgegenüber wird hier vorgeschlagen, unter Rückgriff auf T. Parsons, N. Luhmann und H. Staubmann «soziales Kapital» über die affektive Dimension des Sozialen zu bestimmen.

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Die Bildungsexpansion in der Schweiz – eine Reanalyse unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Bildungschancen

Zusammenfassung

Unter Verwendung der Daten der Schweizer Volkszählungen von 1970 bis 2000 wird der Frage nachgegangen, wie sich die Geschlechterdisparitäten beim Erwerb der Studienzulassung (Maturität) wie auch weiterer Abschlüsse in der Schweiz in und mit der Bildungsexpansion verändert haben. Es kann aus einer handlungstheoretischen Perspektive dargelegt werden, wie sich im betrachteten Zeitverlauf geschlechtsspezifische Ungleichheiten von Bildungschancen verringern. Die höheren Chancen des Erwerbs der Studienberechtigung gleichen sich für die 18- bis 21-jährigen Frauen ebenso an, wie sich auch deren Wahrscheinlichkeit der Aufnahme einer (dualen) Berufsausbildung erhöht hat. Gleichzeitig erlaubt die Differenzierung der untersuchten Abschlüsse im Vergleich zu vorangegangenen Untersuchungen präzisere Aussagen zur Entwicklung weiterer herkunftsbedingter Ungleichheiten.

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Eheliche Auflösung und Neugründung von Paargemeinschaften: Analyse von Geschlechtereffekten beim Einkommen

Zusammenfassung

Dieser Beitrag untersucht die Veränderung des Einkommens von Frauen und Männern infolge einer Trennung oder der Gründung einer neuen Lebensgemeinschaft. Neben individuellen Ressourcen interessieren insbesondere die geschlechtsspezifischen Einflüsse auf das Einkommen. Den theoretischen Angelpunkt der Analyse bilden lebensverlaufsbezogene, mikroökonomische und geschlechterrollentheoretische Überlegungen. Die Datengrundlage für die empirische Analyse stellt der harmonisierte Cross-National Equivalent File (CNEF) für die Schweiz und Deutschland dar (Zeitraum 1999-2007). Die Befunde deuten darauf hin, dass infolge der Auflösung und Bildung von Paargemeinschaften unterschiedliche Geschlechtereffekte im Einkommen resultieren. Aufgrund von Mehrebenenanalysen kann gezeigt werden, dass je nach Veränderung des institutionellen Charakters einer Paargemeinschaft und unter Kontrolle von sozioökonomischen und kontextbezogenen Einflüssen gegenläufige Gendereffekte im Einkommen hervorgehen.

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Erwerbstätige mit privaten Pflegeaufgaben am Beispiel zweier schweizerischer Unternehmen

Zusammenfassung

In Zukunft werden mehr Personen mit privaten Pflege- und Betreuungsaufgaben im Erwerbsprozess stehen. Über diese Gruppe ist in der Schweiz bislang wenig bekannt. Was das Vereinbarkeitsphänomen und das Zusammenwirken der einschlägigen Indikatoren betrifft, besteht ein erheblicher Erkenntnisund Forschungsbedarf. In diesem Beitrag werden verschiedene Faktoren für die Pflegeübernahme und den Pflegeumfang mittels zweier Erhebungen in einer öffentlichen Verwaltung und einem privaten Unternehmen multivariat untersucht. Für die Pflegeübernahme erweisen sich das Alter, das Geschlecht und die Lohnhöhe als relevant, während der Pflegeumfang mit Charakteristika, die die Pflegesituation betreffen, korreliert. Gleichzeitig verdeutlichen die Divergenzen zwischen den Unternehmen den Effekt struktureller Variablen, die eine differenzierte Betrachtung vereinbarkeitsfördernder Massnahmen erlauben.

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The Gender Wage Gap in Switzerland over Time

Abstracts

This article analyzes the gender wage gap in Switzerland, using data from the Swiss Household Panel. The results show that women in Switzerland earn still less than men with the same endowments. One of the main reasons for this gap is occupational segregation: women and men working in femaledominated occupations have lower wages than those in integrated and male-dominated occupations. In order to have equally distributed job categories, 40% of the male or female employees would need to change jobs. But the “preferences” for jobs between genders seem to have been frozen for decades. The gender wage gap is particularly large within part-time employees working below 50%. Younger cohorts, however, seem less exposed to gender wage differentials.

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«Ich habe versucht, mich zu beweisen». Der Umgang mit Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen in der Berufseinstiegsphase. Das Beispiel von AkademikerInnen mit Migrationshintergrund in Österreich

Zusammenfassung

Der Beitrag thematisiert den Berufsalltag österreichischer AkademikerInnen mit Migrationshintergrund. Anhand von 21 problemzentrierten Interviews wurde der Frage nachgegangen, welche Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen AkademikerInnen mit Migrationshintergrund nach dem Ende ihres Universitätsstudiums auf dem Arbeitsmarkt machen und wie sie mit diesen umgehen. Für die Auswertungen der Interviews haben wir eine Themenanalyse mit einem Codierverfahren kombiniert. Empirisch zeigt sich in unserer Studie, dass AkademikerInnen mit Migrationshintergrund häufig Fähigkeiten aufgrund ihres Migrationshintergrundes abgesprochen werden und Konflikte entlang religiöser, ethnischer oder stereotyper Zuschreibungen entstehen. Die Bewältigungsstrategien der Betroffenen changieren zwischen Prävention von Diskriminierung - durch betonte Leistungsbereitschaft und Distanzierung von prekären Situationen - und Reaktion auf Diskriminierung - wie aktive Gegenwehr und Formen der Resignation.

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