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Abstract

This paper explores different functions of co-presence for collaborative knowledge creation in the context of seed accelerator programs. Seed accelerators offer programs of three to six months to enhance the growth of early-stage start-ups through various means of training and organizational development. In this paper, seed accelerator programs are analysed as orchestrated sequences of different types of physical co-presence. By drawing on qualitative case study data, the paper identifies eight different ways in which physical co-presence is used during seed accelerator programs. Through these eight types of co-presence, the analysis reveals that physical co-presence unfolds unique social dynamics that are utilized in a carefully designed combination of presence and absence. It is shown that physical co-presence is a means to enact relational distance and to bridge this distance for the benefit of the entrepreneurial process. Therefore, this paper adds a new perspective on how co-presence is used to facilitate the generation of value through collaborative knowledge creation.

Abstract

The objective of this paper is to understand how work processes and the quality of physical places support creative knowledge generation. The creation of knowledge is linked to both social space and physical place, and is influenced by steady socio-spatial dynamics. In workplaces, the space-time dynamics of knowledge creation coincide with the physical characteristics of place. On the basis of qualitative interviews with Design thinking workshop facilitators, as well as participants, the influence of three types of creative support (psychosocial, inspirational and functional) is linked to the elements of place, people and process in this specific innovation method. This paper discusses in which ways place, people and process contribute to creating a creativity-enhancing workspace and inspiring atmosphere in temporary spatial proximity. Eventisation of the innovation process, and interaction in temporary spatial proximity, are important prerequisites for keeping knowledge creation exciting.

Kurzfassung

In der Wirtschaftsgeographie stieg in den letzten Jahren das Interesse an Fragen der Temporalität, wobei sowohl kurz- als auch längerfristige physische Interaktionskonstellationen in den Fokus rückten. Trotz der starken empirischen wie theoretischen Ausdifferenzierung physischer Kopräsenzen wurden zwei Aspekte bisher kaum ausreichend problematisiert: erstens das dichotome Verständnis physischer Kopräsenz (das sich auf die binäre Differenzierung von Abwesenheit und Anwesenheit reduziert) und zweitens die Konzeption virtueller Kopräsenz als eine defizitäre Version von Kommunikation (der das breite Spektrum sinnlicher Dimensionen von Face-to-face-Interaktionen fehlt). Zur Problematisierung dieser Aspekte von Kopräsenz reichern wir unsere geographische Argumentation mit Befunden aus benachbarten Disziplinen an und fokussieren die durch die Virtualisierung implizierten Veränderungen der Kommunikationskontexte. Hierbei stellen insbesondere die komplexen Verflechtungen von Offline- und Online-Interaktionen die etablierten geographischen Zugänge vor methodische und konzeptionelle Herausforderungen. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen wird eine Erweiterung des zeitgeographischen Modells von Torsten Hägerstrand um eine virtuelle Dimension vorgeschlagen. Ziel unserer Erweiterung ist es, raumzeitliche Beschränkungen kollaborativer Prozesse sowohl in physischen als auch in virtuellen Kontexten sowie in (physisch-virtuellen) synthetischen Situationen empirisch erfassbar und vergleichbar zu machen. Unsere methodisch-konzeptionelle Erweiterung der Zeitgeographie illustrieren wir mit empirischen Vignetten kollaborativer Prozesse aus den Feldern Kunst (Musikproduktion im Studio) und Wissenschaft (Pharmaforschung im Labor).

Kurzfassung

Das junge Phänomen der Pop-up-Restaurants in Berlin ist ein spannendes Beispiel für die Temporalität und Eventisierung von wirtschaftlicher Aktivität. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Standortstrategien dieser temporären Gastronomiebetriebe. Mithilfe eines Methodenmixes aus quantitativen (Erstellung einer Datenbank) und qualitativen Elementen (leitfadengestützte Tiefeninterviews) erfolgt eine induktive Analyse dieses Phänomens, die sich an den Leitlinien der Grounded Theory orientiert und die bisher spärlichen Erkenntnisse zu diesem Themenfeld strukturieren soll. Die Ergebnisse zeigen vielfältige Ziele für den Betrieb dieser temporären Gastronomien auf, die von wirtschaftlichen (z. B. Durchführung von Produkt- und Konzepttests) über soziale/gesellschaftliche (z. B. Inszenierung eines besonderen Erlebnisses) bis hin zu persönlichen Beweggründen (z. B. berufliche Selbstverwirklichung) reichen. Im Zusammenhang mit der Standortwahl werden dabei unterschiedliche Standortstrategien von Pop-up-Restaurants sichtbar: entweder als Standortkooperationen mit betriebswirtschaftlichen und/oder kommunikativen Synergiepotenzialen oder als isolierte und geschlossene Events an ungewöhnlichen Standorten, die jedoch zumeist auf die „Inwertsetzung einer temporär organisierten Einzigartigkei“ abzielen. Diese Trends deuten auf Imperative eines kognitiv-kulturellen Kapitalismus, der auf eine Eventisierung von wirtschaftlicher Aktivität abstellt und sowohl auf der knappen Ressource „Aufmerksamkeit“ als auch der Einprägsamkeit von Erlebnissen basiert.

Kurzfassung

Aufgrund von Globalisierungsprozessen in Zusammenhang mit zunehmender Individualisierung und Pluralisierung von Lebensstilen sowie flexibilisierten Arbeitswelten nimmt räumliche Mobilität zu. Dabei werden multilokale Lebensweisen, also Lebensführungen an mehreren Orten und über mehrere Orte hinweg, immer bedeutsamer. In diesem Beitrag werden erste Ergebnisse einer Analyse berufsbedingt multilokaler Lebensweisen in ländlichen Räumen vorgestellt. Ziel des Beitrages ist es, Herausforderungen und Potenziale multilokaler Lebensweisen für betriebliche und regionale Entwicklungen aufzuzeigen sowie damit zusammenhängende mögliche Handlungsfelder für die politisch-planerische und unternehmerische Praxis zu formulieren. Mithilfe von qualitativen Forschungsmethoden wurde eine Fallstudienanalyse im niedersächsischen Landkreis Diepholz durchgeführt. Der Beitrag diskutiert zunächst die Beweggründe und Umstände, die dazu führen, dass Beschäftigte an mehreren Orten leben (müssen). Danach wird die Gestaltung des Alltags- und Berufslebens der mehrörtig lebenden Personen in temporären, das heißt zeitweise bewohnten Räumen, erläutert. Des Weiteren wird gezeigt, welche betrieblichen und regionalen Rahmenbedingungen und Strukturen diese Lebensweisen beeinflussen und welche Bedeutung berufsbedingte Multilokalität für betriebliche und regionale Entwicklungen haben kann.