Buchbesprechung: Ein philatelistischer Streifzug durch die Bodenkunde. Brot für die Welt durch Bodenkultur

  • 1 Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Institut für Bodenforschung, Peter-Jordan-Straße 82, 1190, Vienna, Österreich
Martin H. Gerzabek
  • Korrespondenzautor
  • Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), Institut für Bodenforschung, Peter-Jordan-Straße 82, 1190, Vienna, Österreich
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BlumeHans-Peter, 2018. 228 Seiten, 89 Farbtafeln mit 2000 postalischen Belegen aus ca. 100 Ländern. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. Gebunden, Preis: 39,90 €, ISBN 978-3-510-65412-3

Das von Prof. emeritus Hans-Peter Blume aus Kiel verfasste Buch „Ein philatelistischer Streifzug durch die Bodenkunde“ erschließt eine völlig neue bodenkundliche Perspektive durch die enge Verbindung von fachlich bodenkundlichen Inhalten und der Darstellung von Böden und bodenverwandten Themen in der Philatelie und somit auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Wer den Autor kennt, ist über die Themenstellung nicht verwundert, hat sich doch Prof. Blume als seit Jahrzehnten führender und angesehener Bodenkundler seit vielen Jahren der Geschichte und der Philatelie verschrieben. So nutzt er die Möglichkeit der Auflage individueller Briefmarken bei der Österreichischen und Deutschen Post. Auf den österreichischen Marken wurden die „Böden des Jahres“, auf den deutschen Marken berühmte Bodenkundler abgebildet.

Das vorliegende Werk fasst wesentliche Informationen über Böden in leicht lesbarer Form zusammen, wobei darauf geachtet wurde, wichtige weiterführende Literatur anzuführen. Der Autor spannt den Bogen von allgemeinen Informationen zur Natur und Bedeutung von Böden, über wichtige Bodentypen in Europa und weltweit, sowie auf dem Mars, die Bodenuntersuchung und -bewertung, die Bodenbearbeitung und Bodennutzung bis hin zu Forschung, Lehre, Bodenschutz und Geschichte der Bodenkunde. Dabei werden auch die wichtigsten Institutionen und WissenschafterInnen in den Mittelpunkt gestellt. Der Einstieg zu den einzelnen Themengebieten wird zumeist über philatelistische Belege gestaltet und umfassende Bezüge zu wissenschaftlichen, wissenschaftshistorischen, aber auch geschichtlichen Inhalten hergestellt. Die Bodennutzung, die im Buch behandelt wird, beschränkt sich nicht nur auf klassische Themen wie Boden als Standort der land- und forstwirtschaftlichen Produktion und der Gartengestaltung, sondern bezieht den Boden als Friedhof und als Schlachtfeld mit ein.

Aus meiner Sicht ist das Buch sehr empfehlenswert für all jene, die sich für fachliche aber auch für historische Kontexte im Zusammenhang mit Böden und Bodenkunde interessieren.

Das Buch ist ein Kleinod der Bodenkunde, das umfangreiche Bezüge zum weiteren Umfeld bietet und das zum Schmökern einlädt.

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